{"id":6502,"date":"2017-04-24T09:52:00","date_gmt":"2017-04-24T07:52:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/kirchenkreis-entwirft-geocaching-serie-zum-500-reformationsjubilaeum\/"},"modified":"2017-04-24T09:52:00","modified_gmt":"2017-04-24T07:52:00","slug":"kirchenkreis-entwirft-geocaching-serie-zum-500-reformationsjubilaeum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/kirchenkreis-entwirft-geocaching-serie-zum-500-reformationsjubilaeum\/","title":{"rendered":"Kirchenkreis entwirft Geocaching-Serie zum 500. Reformationsjubil\u00e4um"},"content":{"rendered":"<p>Holzminden (epd). Der 69-j\u00e4hrige Adolf Meyer gibt ge\u00fcbt die Koordinaten in sein GPS-Ger\u00e4t ein. &quot;Kloster&quot; steht als Zielpunkt im Display. Das Ger\u00e4t f\u00fchrt Meyer per Satellit-Signal zur nahe gelegenen Klosterkirche im nieders\u00e4chsischen Bodenwerder. Dort liegt an der Seitenmauer ein Versteck, das der Geocacher geschaffen hat. Ehrenamtliche aus dem evangelischen Kirchenkreis Holzminden-Bodenwerder haben unter dem Titel &quot;Luther 2017&quot; eine moderne Schatzsuche im Weserbergland erstellt. Die Tour f\u00fchrt auf den Spuren des Reformators Martin Luther (1483-1546) zu f\u00fcnf geschichtstr\u00e4chtigen Orten. <\/p>\n<p>Zu der vor rund einem halben Jahr gestarteten Aktion kommen mittlerweile Geocacher aus ganz Deutschland, berichtet der evangelische Pastor Christian Bode. Digitale Schatzsucher aus dem westf\u00e4lischen K\u00f6ln oder dem th\u00fcringischen Jena waren bereits da. &quot;Das Luther-Geocaching verbreitet sich mittlerweile schneller als die Reformation vor 500 Jahren&quot;, scherzt der 39-j\u00e4hrige Theologe, der in seiner Freizeit selbst gerne auf die digitale Schatzsuche geht.<\/p>\n<p>Luther sei selbst nie in der Region gewesen, r\u00e4umt Bode ein. Die f\u00fcnfteilige Serie und die damit verbundenen Aufgaben und R\u00e4tsel vermittele den Hobby-Schatzsuchern daher eher grundlegende Themen der Reformation. \u00dcber ein speziell erstelltes Begleit-Heft erfahren die Geocacher beispielsweise beim historischen Zisterzienser-Kloster Amelungsborn, dass der M\u00f6nch Luther das kl\u00f6sterliche Leben kritisierte. &nbsp;<\/p>\n<p>Rentner Meyer, einer der erfolgreichsten Geocacher der Region, hat eine mehr als 100 Jahre alte Luther-Eiche in Bodenwerder in sein R\u00e4tsel integriert. Die Tradition, an Jahrestagen der Reformation nach Martin Luther benannte Eichen zu pflanzen, reicht bis zur Legende der Wittenberger Luthereiche zur\u00fcck. Am Zielort, der Klosterkirche, hat er eine neue Eiche in einen Blumenk\u00fcbel gepflanzt. Langsam geht Meyer in die Knie und \u00f6ffnet ein geheimes Versteck. Dann holt er eine Brotdose hervor, der unter den Experten sogenannte Cache. Daraus entnimmt er ein kleines Notizbuch, in das sich die erfolgreichen Schatzsucher eintragen. Meyer scheint zufrieden: &quot;Mehr als 230 Geocacher waren schon da.&quot; <\/p>\n<p>An der ausladenden historischen Eiche, nicht weit von Meyers Zielort entfernt, hat sich an diesem Tag Familie Blohm aus dem etwa 250 Kilometer entfernten Quickborn bei Hamburg auf die Luther-Schatzsuche begeben. Vater Steve Blohm hat das Handy mit Umgebungskarte gez\u00fcckt. Seine beiden Kinder entziffern die Jahreszahlen, die auf einer Plakette an der historischen Eiche stehen. Der 14-j\u00e4hrige Fabian notiert eifrig die gesammelten Informationen in einem Block. Der Baum wurde einst zum 500-j\u00e4hrigen Bestehen der Kirche in Bodenwerder gepflanzt. <\/p>\n<p>Die mit den Jahreszahlen im Kopf ausgerechneten Koordinaten werden schlie\u00dflich in Papas Handy eingegeben. &quot;Noch 360 Meter bis zum Ziel&quot;, ruft Fabian dann und rennt los. Es dauert nicht lange, bis der Junge und seine Schwester Hanna den Blumenk\u00fcbel entdecken. In der Brotdose finden sie au\u00dferdem eine kleine Stanz-Zange. Mit dieser knipsen sie im Heft zur Luther-Serie jeweils eine kleine Ecke heraus. Das Symbol ist sp\u00e4ter ein Beweis, dass sie den jeweiligen Cache wirklich gefunden haben. <\/p>\n<p>Als Belohnung f\u00fcr die erfolgreiche Suche aller f\u00fcnf Caches winkt eine von insgesamt 500 limitierten sogenannten Luther-Coins, sagt Pastor Bode. Die gl\u00e4nzende Messing-M\u00fcnze mit eingepr\u00e4gter Luther-Rose wurde bisher etwa 350 Geocachern \u00fcberreicht. <\/p>\n<p>Auch Familie Blohm schafft es, innerhalb von einem Tag alle f\u00fcnf Verstecke zu finden und sich die begehrten M\u00fcnzen abzuholen. Fast 100 Kilometer Wegstrecke haben sie mit dem Auto zwischen den unterschiedlichen Orten zur\u00fcckgelegt. &quot;Ich fand es toll, so viele Kirchen zu sehen&quot;, sagt Fabian. Seine Luther-M\u00fcnze h\u00fctet er wie einen Schatz. F\u00fcr die die Aufbewahrung will er demn\u00e4chst eine eigene kleine Box anschaffen. <\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Info<\/span><br \/>Die Luther-Coins bekommen die erfolgreichen Cacher in den Touristenb\u00fcros, bei den Pfarr\u00e4mtern in Holzminden und Bodenwerder oder in der Eintrittsstelle des Kirchenkreises Holzminden-Bodenwerder, die jeden Freitagnachmittag ge\u00f6ffnet hat.<\/p>\n<p>Informationen zum Projekt: www.du-bist-kirche.de<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Holzminden (epd). Der 69-j\u00e4hrige Adolf Meyer gibt ge\u00fcbt die Koordinaten in sein GPS-Ger\u00e4t ein. &quot;Kloster&quot; steht als Zielpunkt im Display. Das Ger\u00e4t f\u00fchrt Meyer per Satellit-Signal zur nahe gelegenen Klosterkirche im nieders\u00e4chsischen Bodenwerder. Dort liegt an der Seitenmauer ein Versteck, das der Geocacher geschaffen hat. 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