{"id":6519,"date":"2017-04-26T09:26:00","date_gmt":"2017-04-26T07:26:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/seemannsmission-crews-nicht-auf-rettung-von-fluechtlingen-vorbereitet\/"},"modified":"2017-04-26T09:26:00","modified_gmt":"2017-04-26T07:26:00","slug":"seemannsmission-crews-nicht-auf-rettung-von-fluechtlingen-vorbereitet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/seemannsmission-crews-nicht-auf-rettung-von-fluechtlingen-vorbereitet\/","title":{"rendered":"Seemannsmission: Crews nicht auf Rettung von Fl\u00fcchtlingen vorbereitet"},"content":{"rendered":"<p>Emden\/Stade (epd). Die Deutsche Seemannsmission hat die schwierige Situation von Seeleuten bei der Rettung schiffbr\u00fcchiger Fl\u00fcchtlinge unterstrichen. &quot;Weder die Crews noch die Schiffe sind darauf vorbereitet, viele Fl\u00fcchtlinge an Bord zu nehmen&quot;, sagte die Generalsekret\u00e4rin der Deutschen Seemannsmission, Heike Proske. Trinkwasser und selbst Tassen und Gl\u00e4ser seien auf die kleinen Besatzungen der Schiffe abgestimmt. M\u00fcssten dann 80 oder mehr Menschen pl\u00f6tzlich von zw\u00f6lf Crewmitgliedern versorgt werden, gebe es Probleme, zumal die normale Arbeit an Bord weitergehen m\u00fcsse. Proske war Gast bei der Mitgliederversammlung der Deutschen Seemannsmission Hannover e.V., die turnusm\u00e4\u00dfig in Emden tagte.<\/p>\n<p>Auch gingen nicht alle Rettungseins\u00e4tze gut aus, sagte Proske. An Bord werde \u00fcber schlimme Erlebnisse nicht gesprochen. Oft schwiegen die Seeleute, bis sie in einem Hafen eine ihnen bekannte Seemannsmission besuchen k\u00f6nnten oder ein vertrauter Mitarbeiter einer Mission an Bord komme. Inzwischen fragten sogar Reedereien bei der Seemannsmission nach Referenten, um die Besatzungen auf den Umgang mit geretteten Fl\u00fcchtlingen vorzubereiten.<\/p>\n<p>Bereits im Februar hatte Proske an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) appelliert, der besonderen Situation der Seeleute mehr Beachtung zu schenken. Allein im vergangenen Jahr habe die Handelsschifffahrt mehr als 50.000 Menschen vor dem Ertrinken gerettet. Doch im Gegensatz zu den privaten Rettungsschiffen seien die Seeleute weder in Seenotrettung ausgebildet noch gebe es ausreichend Rettungsmittel an Bord der Handelsschiffe.<\/p>\n<p>Der Stader evangelische Regionalbischof Hans Christian Brandy w\u00fcrdigte die Arbeit der Seemannsmission und der vielen ehrenamtlich Mitarbeitenden. Er ist Vorsitzender des Vereins Deutsche Seemannsmission Hannover, der in den H\u00e4fen von Bremerhaven, Cuxhaven und Stade-B\u00fctzfleth Seeleute betreut. Im vergangenen Jahr h\u00e4tten rund 60.000 Seeleute die Seemannsclubs besucht. Die Seemannsheime h\u00e4tten etwa 12.000 \u00dcbernachtungen gez\u00e4hlt. Au\u00dferdem h\u00e4tten die Haupt- und Ehrenamtlichen der drei Stationen gut 3.000 Bordbesuche gemacht.<\/p>\n<p>Dank eines internationalen Abkommens zur Unterst\u00fctzung der Sozialarbeit an Seeleuten zahle die Bundesregierung seit 2016 j\u00e4hrlich rund eine halbe Million Euro an die Seemannsmission. So sei es trotz Sparauflagen gelungen, das Personal in den Stationen leicht aufzustocken, sagte Brandy.<br \/>\n&nbsp;&nbsp;<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Emden\/Stade (epd). Die Deutsche Seemannsmission hat die schwierige Situation von Seeleuten bei der Rettung schiffbr\u00fcchiger Fl\u00fcchtlinge unterstrichen. &quot;Weder die Crews noch die Schiffe sind darauf vorbereitet, viele Fl\u00fcchtlinge an Bord zu nehmen&quot;, sagte die Generalsekret\u00e4rin der Deutschen Seemannsmission, Heike Proske. 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