{"id":6644,"date":"2017-05-07T14:36:00","date_gmt":"2017-05-07T12:36:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/ausstellung-zeigt-kampfbilder-der-reformation\/"},"modified":"2017-05-07T14:36:00","modified_gmt":"2017-05-07T12:36:00","slug":"ausstellung-zeigt-kampfbilder-der-reformation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/ausstellung-zeigt-kampfbilder-der-reformation\/","title":{"rendered":"Ausstellung zeigt Kampfbilder der Reformation"},"content":{"rendered":"<p>Bremen (epd). Propagandabilder aus der Reformationszeit sind das Thema einer Ausstellung, die am Freitagabend im Festsaal der Bremischen B\u00fcrgerschaft er\u00f6ffnet wurde. Der Konflikt um Reformation und Gegenreformation sei in erster Linie als Krieg der Bilder ausgetragen worden, weil die meisten Menschen damals noch gar nicht lesen konnten, sagte zum Auftakt der Bremer Sozialwissenschaftler Stephan Leibfried. \u00abSchiffe waren dabei ein zentrales Symbol.\u00bb<\/p>\n<p>So sind in der Schau bis zum 16. Juni historische Schiffsmotive zu sehen, die unter dem Motto \u00abEingerollte Segel und volle Fahrt\u00bb den Medienkrieg der Reformationszeit illustrieren. Leibfried und der G\u00f6ttinger Pastor und Pastoralpsychologe Wolfgang Winter haben das Bildmaterial des 16. Jahrhunderts zusammengetragen. \u00abDie von den Kirchenschiffen erz\u00e4hlten Geschichten sind keine leicht verdauliche Kost\u00bb, sagte Bremens leitender evangelischer Theologe Renke Brahms.<\/p>\n<p>\u00abSie dienten als konfessionelle Kampfbilder, wiesen auf Feinde und apokalyptische Bedrohungen hin und beschrieben den Untergang des Gegners\u00bb, verdeutlichte der Schriftf\u00fchrer der Bremischen Evangelischen Kirche. Sie erinnerten an die von \u00e4u\u00dferster Gewalt und unz\u00e4hligen Toten gepr\u00e4gten Konfessionskriege. Daf\u00fcr k\u00f6nnten die Kirchen heute \u00abnur gro\u00dfe Scham empfinden\u00bb, betonte Brahms, der auch Friedensbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist.<\/p>\n<p>\u00dcber die innerchristlichen Auseinandersetzungen hinaus mahne die Ausstellung in der Gegenwart dazu, im Verh\u00e4ltnis der Religionen Ann\u00e4herung zu suchen und Grenzen zu \u00fcberwinden. \u00abDie Begegnung der Religionen, der Dialog, der vielleicht auch m\u00fchsame Weg der Suche nach Gemeinsamkeiten ohne Verkennung der Unterschiede ist ohne Alternative, wollen wir in Frieden miteinander leben.\u00bb Was f\u00fcr die Begegnung der Religionen gelte, gelte genauso f\u00fcr alles Fremde &#8211; \u00absei es eine Kultur, eine Lebensform oder eine Meinung\u00bb.<\/p>\n<p>Die Ausstellung war gleichzeitig Auftakt eines Symposiums in der B\u00fcrgerschaft zum Verh\u00e4ltnis von Staat und Kirche vor dem Hintergrund der Reformation. Die evangelische Kirche feiert bis Oktober dieses Jahres 500 Jahre Reformation. 1517 hatte Martin Luther (1483-1546) seine 95 Thesen gegen die Missst\u00e4nde der Kirche seiner Zeit ver\u00f6ffentlicht, die er der \u00dcberlieferung nach am 31. Oktober an die T\u00fcr der Wittenberger Schlosskirche nagelte. Der Thesenanschlag gilt als Ausgangspunkt der weltweiten Reformation, die die Spaltung in evangelische und katholische Kirche zur Folge hatte.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bremen (epd). Propagandabilder aus der Reformationszeit sind das Thema einer Ausstellung, die am Freitagabend im Festsaal der Bremischen B\u00fcrgerschaft er\u00f6ffnet wurde. 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