{"id":6645,"date":"2017-05-06T14:33:00","date_gmt":"2017-05-06T12:33:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/leitender-theologe-sieht-kirchen-zunehmend-infrage-gestellt\/"},"modified":"2017-05-06T14:33:00","modified_gmt":"2017-05-06T12:33:00","slug":"leitender-theologe-sieht-kirchen-zunehmend-infrage-gestellt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/leitender-theologe-sieht-kirchen-zunehmend-infrage-gestellt\/","title":{"rendered":"Leitender Theologe sieht Kirchen zunehmend infrage gestellt"},"content":{"rendered":"<p>Bremen (epd). Stellenwert und Anerkennung von Religion und christlichen Kirchen werden nach Beobachtungen des Bremer leitenden evangelischen Theologen Renke Brahms \u00f6ffentlich zunehmend infrage gestellt. \u00abDas h\u00e4ngt mit dem Schwinden der Kirchenmitgliedschaft und der religi\u00f6sen Vielfalt in unserer Gesellschaft zusammen\u00bb, sagte Brahms zu Beginn einer Tagung zum Staat-Kirchen-Verh\u00e4ltnis, die am Sonnabend im Festsaal der Bremischen B\u00fcrgerschaft andauerte. Dabei spiele aber auch ein ver\u00e4ndertes Verh\u00e4ltnis zwischen dem eigenen Glauben und dem s\u00e4kularen Staat beispielsweise unter Muslimen eine Rolle.<\/p>\n<p>In seiner Analyse sprach der theologische Repr\u00e4sentant der Bremischen Evangelischen Kirche von einem ambivalenten Verh\u00e4ltnis zwischen Kirchen, \u00d6ffentlichkeit und Politik. \u00abEinerseits begegnet uns zunehmende Unwissenheit, Skepsis und Distanz, andererseits werden Arbeit und Rolle der Kirchen hoch gelobt und gesch\u00e4tzt.\u00bb<\/p>\n<p>Gerade in der Fl\u00fcchtlingsfrage sei wiederholt Lob formuliert worden, aber auch mit Blick auf die Arbeit der Diakonie und im Zusammenhang mit dem 500. Reformationsjubil\u00e4um in diesem Jahr: \u00abEs wird wahrgenommen, dass die Kirchen insgesamt noch eine gro\u00dfe Institution in der Stadt darstellen und Religion eine wichtige Rolle spielt.\u00bb<\/p>\n<p>In Bremen geh\u00f6rt Brahms zufolge heute nur noch etwa die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung zu einer der beiden gro\u00dfen Kirchen. \u00abInsgesamt aber z\u00e4hlen noch knapp zwei Drittel der Bev\u00f6lkerung zu einer Religion.\u00bb Das fordere dazu heraus, die Vielfalt von Religionen und religi\u00f6s Neutralen wahrzunehmen, \u00abreligi\u00f6se Menschen dennoch nicht als Minderheit zu betrachten\u00bb.<\/p>\n<p>Zur Bremischen Evangelischen Kirche geh\u00f6ren derzeit rund 200.000 Mitglieder in 61 Gemeinden. Bis 2030 rechnet die Kirche damit, dass die Zahl ihrer Mitglieder durch Austritte und die demografische Entwicklung um mehr als ein F\u00fcnftel zur\u00fcckgeht. Dann sollen es noch rund 163.000 Mitglieder sein.<\/p>\n<p>Die Tagung in der B\u00fcrgerschaft stand im Zusammenhang mit dem Reformationsjubil\u00e4um. 1517 hatte Martin Luther (1483-1546) seine 95 Thesen gegen die Missst\u00e4nde der Kirche seiner Zeit ver\u00f6ffentlicht, die er der \u00dcberlieferung nach am 31. Oktober an die T\u00fcr der Wittenberger Schlosskirche nagelte. Der Thesenanschlag gilt als Ausgangspunkt der weltweiten Reformation, die die Spaltung in evangelische und katholische Kirche zur Folge hatte.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bremen (epd). 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