{"id":6698,"date":"2017-05-14T01:42:00","date_gmt":"2017-05-13T23:42:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/befreit-durch-gottes-gnade\/"},"modified":"2017-05-14T01:42:00","modified_gmt":"2017-05-13T23:42:00","slug":"befreit-durch-gottes-gnade","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/befreit-durch-gottes-gnade\/","title":{"rendered":"Befreit durch Gottes Gnade"},"content":{"rendered":"<p>\u201eWe are liberated by gods grace\u201c, singen die Menschen im Zelt. Marimbatrommeln, Fl\u00f6tenkl\u00e4nge und ein Akkordeon begleiten den gro\u00dfen Chor, der am Mittwochmorgen im Konferenzzentrum des \u201eAfrican Safari Court\u201c in Windhuk musiziert. Es ist der Beginn der unter dem Motto \u201eBefreit durch Gottes Gnade\u201c stehenden Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes, des weltweiten Dachverbands von 145 lutherischen Kirchen in 98 L\u00e4ndern weltweit, denen mehr als 74 Millionen Christinnen und Christen angeh\u00f6ren. <\/p>\n<p>500 Jahre nach dem Thesenanschlag von Martin Luther treffen sich seine Nachfolgerinnen und Nachfolger in Afrika \u2013 \u201eum zu zeigen, dass die Reformation eine Weltb\u00fcrgerin geworden ist\u201c, so der Generalsekret\u00e4r des LWB, Martin Junge. Eine Weltb\u00fcrgerin, die auch in Oldenburg zu Hause ist. Denn zu denen, die den Gottesdienst im Zelt mitfeiern, geh\u00f6ren auch Pfarrerin Nele Schomakers aus Delmenhorst (St. Stephanus) und Pfarrer Thomas Adomeit aus Oldenburg. Sie sind nach Namibia gereist, um die oldenburgische Kirche hier bei der Vollversammlung zu vertreten. Als im Gottesdienst gefragt wird, wer denn aus der Region Europa hier sei, stehen sie auf. \u201eDas war ein sch\u00f6nes Ankommen\u201c, sagt Adomeit. \u201eMan f\u00fchlt sich gleich zu Hause.\u201c <\/p>\n<p>Zum Programm der Vollversammlung geh\u00f6ren Referate zu den Themen \u201eSch\u00f6pfung \u2013 f\u00fcr Geld nicht zu haben\u201c, \u201eMenschen \u2013 f\u00fcr Geld nicht zu haben\u201c und \u201eErl\u00f6sung \u2013 f\u00fcr Geld nicht zu haben\u201c. Die Erl\u00f6sung, die Sch\u00f6pfung und die Menschenw\u00fcrde sind nicht verk\u00e4uflich \u2013 so deutet der Lutherische Weltbund das Oberthema \u201eBefreit durch Gottes Gnade\u201c. <\/p>\n<p>\u201eBesonders Dr. Dennis Mukwege, der Hauptredner aus dem Kongo, der auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam machte, hat hier etwas ausgel\u00f6st\u201c, sagt Adomeit. \u201eAber ich stelle mir auch die Frage: Wie transportiert man das in unsere Welt, die dieses Problem l\u00e4ngst nicht im Umfang Afrikas hat?\u201c, sagt Schomakers. \u201eUnd wie kann man die Christinnen und Christen in Afrika st\u00fctzen, dass das Tabu-Thema sexuelle Gewalt gebrochen wird und damit anders umgegangen wird?\u201c F\u00fcr Adomeit ist dieses Thema auch ein Bildungsthema. \u201eEs muss schon in der Schule klar werden, dass Frauen nicht weniger wert sind als M\u00e4nner.\u201c <\/p>\n<p>Auch das unterschiedliche Wachstum der Kirchen bewegt die Delegierten. W\u00e4hrend lutherischen Kirchen heute in Afrika einen gro\u00dfen Zuwachs verzeichnen, gehen die Mitgliederzahlen in Europa zur\u00fcck. \u201eDie \u00e4rmeren L\u00e4nder haben keine Schwierigkeiten, die Menschen mit dem Evangelium zu erreichen\u201c, sagt Adomeit. \u201eDas macht mich nachdenklich: Ist das Evangelium etwa nur f\u00fcr die Armen?\u201c&nbsp; <\/p>\n<p>Doch auch die Begegnung mit Delegierten aus aller Welt kam f\u00fcr die Oldenburger nicht zu kurz. Schomakers etwa lief auf dem Marktplatz Abednego Keshomshashara in die Arme, den sie noch aus ihrem Studium in Bethel kannte. \u201eIch war v\u00f6llig \u00fcberrascht, ihn hier zu treffen\u201c, sagt Schomakers. \u201eEs stellte sich heraus, dass er heute Bischof in Tansania ist.\u201c Nun \u00fcberlegt die Pfarrerin, ob der Theologe aus Afrika demn\u00e4chst einmal zu einem Vortrag ins Oldenburger Land gebeten werden soll.<\/p>\n<p>Hier finden Sie weitere Informationen zur Zw\u00f6lften LWB-Vollversammlung.<\/p>\n<p><b>Nigerianischer Erzbischof Filibus ist neuer LWB-Pr\u00e4sident <br \/><\/b>Pfarrer Dr. Musa Panti Filibus, Erzbischof der Lutherischen Kirche Christi in Nigeria (Lutheran Church of Christ in Nigeria \u2013 LCCN), wurde am Samstagabend zum neuen Pr\u00e4sidenten des Lutherischen Weltbundes (LWB) gew\u00e4hlt. Er ist der dreizehnte Pr\u00e4sident und der zweite Kirchenleiter aus Afrika seit der Gr\u00fcndung des LWB im Jahr 1947. Er wurde im ersten Wahlgang gew\u00e4hlt, mit 274 Stimmen bei einer Gesamtzahl von 303 Stimmen.<\/p>\n<p>In einer Rede an die Delegierten der LWB-Vollversammlung anl\u00e4sslich seiner Nominierung sagte Filibus, seine Priorit\u00e4ten seien die Pflege der Beziehungen der Kirchengemeinschaft und die F\u00f6rderung von Mission. Auch Geschlechtergerechtigkeit sowie Diakonie und humanit\u00e4rer Arbeit nannte Filibus als wichtige Felder. Ebenso die St\u00e4rkung der Jugend in der Kirche und der interreligi\u00f6sen Zusammenarbeit f\u00fcr Frieden und Gerechtigkeit.<br \/>\n\u201eGemeinschaft ist ein Geschenk\u201d, unterstrich Filibus und f\u00fcgte hinzu, dass der Aufbau von Gemeinschaft aber auch aktiv gef\u00f6rdert werden m\u00fcsse. \u201eEbenso ist zum Aufbau von Gemeinschaft ein Gesp\u00fcr f\u00fcr \u00f6kumenische Verantwortlichkeit notwendig.\u201c<\/p>\n<p>Hier finden Sie weitere Informationen.&nbsp; <\/p>\n<p><b>LWB-Vollversammlung w\u00e4hlt 48 neue Ratsmitglieder<br \/><\/b>Am Samstagabend haben die Delegierten der Zw\u00f6lften LWB-Vollversammlung die Mitglieder des neuen LWB-Rates gew\u00e4hlt, des j\u00e4hrlich zusammen tretenden Leitungsorgans aus Vertretern und Vertreterinnen der Mitgliedskirchen der Kirchengemeinschaft aus der ganzen Welt. Die Delegierten stimmten einer Vorschlagsliste von 48 Ratsmitgliedern auf ihrem Treffen in der namibischen Hauptstadt Windhuk zu.<\/p>\n<p>Die Nominierten vertreten Kirchen aus den sieben LWB-Regionen. Jeweils zehn kommen aus Afrika und Asien, Mittel- und Osteuropa ist mit f\u00fcnf Mitgliedern und Mittel- und Westeuropa mit acht Mitgliedern vertreten. Die Nordischen L\u00e4nder stellen sechs VertreterInnen und Lateinamerika und die Karibik vier, w\u00e4hrend Nordamerika durch f\u00fcnf Personen vertreten ist.<\/p>\n<p>Die H\u00e4lfte der neuen Ratsmitglieder sind Frauen und 13 sind junge Erwachsene. Das entspricht der LWB-Richtlinie hinsichtlich der Geschlechter- und Altersinklusion, wonach Entscheidungsorgane jeweils mit 40 Prozent Frauen und M\u00e4nnern und 20 Prozent jungen Erwachsenen (bis einschl. 30 Jahre) besetzt sein sollen.<\/p>\n<p>Der neue Rat wird offiziell im Abschlussgottesdienst am Ende der Vollversammlung \u00fcbernehmen. Der Rat tritt mindestens einmal alle 18 Monate zusammen, um \u00fcber die strategische Ausrichtung der Kirchengemeinschaft zu entscheiden, den Haushalt zu beschlie\u00dfen, Finanzberichte entgegen zu nehmen und andere in der LWB-Verfassung beschriebene Aufgaben wahrzunehmen.<\/p>\n<p>Die Nominierten aus Deutschland sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Julia Braband, Theologiestudentin, Evangelische Kirche in Mitteldeutschland<\/li>\n<li>Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July, Evangelische Landeskirche in W\u00fcrttemberg<\/li>\n<li>Pr\u00f6pstin Astrid Kleist, Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland<\/li>\n<li>Prof. Dr. Bernd Oberdorfer, Professor f\u00fcr Systematische Theologie, Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern<\/li>\n<li>Lasse Schmidt-Klie, Lehramtsstudent, Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers<br \/>Bettina Westfeld, Historikerin, Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens<\/li>\n<li><\/li>\n<\/ul>\n<p>Hier finden Sie weitere Informationen.&nbsp;&nbsp;<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eWe are liberated by gods grace\u201c, singen die Menschen im Zelt. Marimbatrommeln, Fl\u00f6tenkl\u00e4nge und ein Akkordeon begleiten den gro\u00dfen Chor, der am Mittwochmorgen im Konferenzzentrum des \u201eAfrican Safari Court\u201c in Windhuk musiziert. 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