{"id":6797,"date":"2017-06-01T01:48:00","date_gmt":"2017-05-31T23:48:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/reformation-verleiht-kuehnheit\/"},"modified":"2017-06-01T01:48:00","modified_gmt":"2017-05-31T23:48:00","slug":"reformation-verleiht-kuehnheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/reformation-verleiht-kuehnheit\/","title":{"rendered":"Reformation verleiht K\u00fchnheit"},"content":{"rendered":"<p>Vor 180 G\u00e4sten aus Kirche, Wirtschaft, Verwaltung und sozialer Arbeit sprach Johanna Will-Armstrong beim Abend der Begegnung \u00fcber die aktuellen Herausforderungen f\u00fcr die diakonische Arbeit. Will-Armstrong, Vorstand der Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, betonte, dass Kirche und Diakonie nur miteinander ihre christliche Verantwortung in der Welt gestalten k\u00f6nnen. Die Reformation verleihe die n\u00f6tige K\u00fchnheit, um Antworten auf die Problemlagen unserer Zeit zu finden. Auch wenn die Diakonie ein \u201esp\u00e4t geborenes Kind der Reformation\u201c sei. Zun\u00e4chst seien die Verk\u00fcndigung und die Sakramente das zentrale Thema gewesen. Im Augsburger Bekenntnis werde nichts zur Diakonie gesagt. \u201eAls ob Kirche ohne Diakonie sein k\u00f6nnte.\u201c<\/p>\n<p>Drei aktuelle Herausforderungen benannte Will-Armstrong: Pluralisierung, Ergebnisorientierung und Inklusion. Noch nie seien so viele Menschen mit Behinderungen aus Westfalen zum Kirchentag gefahren, wie in diesem Jahr, erz\u00e4hlte sie erfreut. Dies sei sehr wichtig, um Flagge zu zeigen, nicht nur zur Umsetzung des Bundesteilhabegesetztes. \u201eDenn das Projekt Inklusion trifft in eine Gesellschaft, die zunehmend exklusiv wird, sich auseinander entwickelt, ausdifferenziert.\u201c Die Inklusion sei ein Generationenprojekt, f\u00fcr das es weitere Ressourcen und einen Wandel im Bewusstsein brauche. Die Fokussierung auf Inklusion in der Schule schade dem Thema. Die Botschaft der Reformation von Achtung, Anerkennung, Liebe und W\u00fcrde, die beim Evangelischen Kirchentag erfahrbar gewesen sei, sei dagegen f\u00fcr die Bethel-Gruppe eine \u201eganz aktuelle Botschaft\u201c. Gegen die Angst ausgeschlossen oder angep\u00f6belt zu werden.<\/p>\n<p>Ein starker R\u00fcckhalt diakonischer Arbeit seien die Mitarbeitenden. In Befragungen zeige sich, dass Mitarbeitende mit einer diakonischen Haltung im Unternehmen t\u00e4tig sein wollen. \u201eDer Beruf ist der je pers\u00f6nliche Ort der Lebensf\u00fchrung. Das bedeutet: Ich bejahe die \u00dcbernahme von Verantwortung f\u00fcr meinen N\u00e4chsten. Die Berufung f\u00fcr ein besonderes geistliches Amt verliert den Vorrang. Berufsverantwortung tr\u00e4gt jeder Christ und jede Christin\u201c, so Will-Armstrong.<\/p>\n<p>Bischof Jan Janssen dankte den Mitarbeitenden der Diakonie in seiner Andacht: \u201eDenn Ihr Tun ist ein St\u00fcck Gottesdienst in dieser Gesellschaft, weil es Dienst am N\u00e4chsten in der Nachfolge Jesu ist. Ihr Tun wird auch von dem Ineinander von Kirche und Diakonie begleitet, bef\u00e4higt und hoffentlich befruchtet.\u201c<\/p>\n<p>Diakonie-Vorstand Thomas Feld ging in seinen Oldenburger Schlaglichtern anhand der im Rahmen der Aktion \u201eT\u00fcren \u00f6ffnen, Gerechtigkeit leben\u201c gestaltet T\u00fcren aus den verschiedenen Einrichtungen des Diakonischen Werkes auf die wichtigen Themen diakonischer Arbeit ein. \u201eSie finden auf diesen T\u00fcren alle Fragen, die mit dem Thema Gerechtigkeit zusammenh\u00e4ngen: B\u00fcrgerkrieg, Leiden unter terroristischen Attacken, Kriege in Syrien, dem Irak und Afghanistan sowie die Bedrohung durch wieder erstarkende nationalistische und rechtsextreme Tendenzen. Sie finden auf diesen T\u00fcren aber auch Darstellungen, die das gro\u00dfe Thema Gerechtigkeit hinunter brechen bis in den Alltag unserer Kindertagesst\u00e4tten, Schulen und Altenpflegeeinrichtungen.\u201c <\/p>\n<p>Vor allem f\u00fcr die kreisdiakonischen Werke und die offene kirchliche Sozialarbeit, sei das Thema der Verteilungs- und Bedarfsgerechtigkeit zentral. \u201eUnsere Beraterinnen und Berater sind immer wieder aufs Direkteste damit konfrontiert, wie sich vor\u00fcbergehende oder anhaltende Armutslagen auf das Leben betroffener Menschen auswirken. Hierzu nur eine Zahl, \u00fcber die ich in den letzten Tagen gestolpert bin: Immer mehr Kinder in Deutschland sind von Hartz IV abh\u00e4ngig. Waren es im Dezember 2015 noch rund 1,54 Mio. so stieg die Zahl bis Dezember 2016 auf rund 1,6 Mio. Bei den Schicksalen, die dahinter stehen, geht es dann tats\u00e4chlich oft um das Paar Schuhe, das die Kinder brauchen und das nicht bezahlt werden kann oder um wichtige Utensilien, die man zum Schulbesuch ben\u00f6tigt. Oder auch um die warme Mahlzeit, die Kinder f\u00fcr ihr Wohlergehen brauchen. Ich bin sehr froh, dass wir an dieser Stelle immer wieder wirksam Hilfe leisten k\u00f6nnen, aufgrund gro\u00dfz\u00fcgiger Spenden, Stiftungen oder auch durch die Mittel, die uns durch die NWZ Weihnachtsaktion f\u00fcr die konkrete Sozialarbeit zur Verf\u00fcgung gestellt wird.\u201c<\/p>\n<p>Um Teilhabegerechtigkeit geht es auch im Gesch\u00e4ftsbereich Sucht. \u201eKaum etwas isoliert Menschen so sehr und nimmt sie aus allen normalen gesellschaftlichen Bez\u00fcgen heraus wie eine fortgeschrittene Suchterkrankung. Wir konnten am 27. April unsere neue Suchtklinik in Kreyenbr\u00fcck einweihen. Die ersten Patienten konnten diesen Neubau am 2. Mai beziehen. Mittlerweile ist schon die erste Routine im Klinikablauf hergestellt\u201c, freute sich Feld.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor 180 G\u00e4sten aus Kirche, Wirtschaft, Verwaltung und sozialer Arbeit sprach Johanna Will-Armstrong beim Abend der Begegnung \u00fcber die aktuellen Herausforderungen f\u00fcr die diakonische Arbeit. Will-Armstrong, Vorstand der Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, betonte, dass Kirche und Diakonie nur miteinander ihre christliche Verantwortung in der Welt gestalten k\u00f6nnen. Die Reformation verleihe die n\u00f6tige K\u00fchnheit, um Antworten auf die Problemlagen unserer Zeit zu finden. Auch wenn die Diakonie ein \u201esp\u00e4t geborenes Kind der Reformation\u201c sei. Zun\u00e4chst seien die Verk\u00fcndigung und die Sakramente das zentrale Thema gewesen. 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