{"id":6798,"date":"2017-06-02T07:32:00","date_gmt":"2017-06-02T05:32:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/kirchenpraesident-heimbucher-beten-hat-revolutionaere-kraft\/"},"modified":"2017-06-02T07:32:00","modified_gmt":"2017-06-02T05:32:00","slug":"kirchenpraesident-heimbucher-beten-hat-revolutionaere-kraft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/kirchenpraesident-heimbucher-beten-hat-revolutionaere-kraft\/","title":{"rendered":"Kirchenpr\u00e4sident Heimbucher: Beten hat revolution\u00e4re Kraft"},"content":{"rendered":"<p>Bremen\/Leer (epd). Beten kann nach Auffassung des evangelisch-reformierten Kirchenpr\u00e4sidenten Martin Heimbucher eine revolution\u00e4re Wirkung entfalten und die Welt ver\u00e4ndern. Das Gebet sei der entscheidende Beitrag der Kirche zum Erhalt von Frieden und Recht, sagte Heimbucher in Bremen bei einer internationalen Tagung zur gesellschaftspolitischen Gestaltungskraft der Kirchen. Genauer gehe es um die F\u00fcrbitte f\u00fcr alle, die politisch Verantwortung tragen f\u00fcr Regierende und Regierte, verdeutlichte Heimbucher.<\/p>\n<p>Er zitierte den evangelisch-reformierten Theologen Karl Barth (1886-1968): &quot;Die H\u00e4nde zum Gebet falten ist der Anfang der Auflehnung gegen die Unordnung der Welt.&quot; Er erinnerte zudem an die Worte eines hohen Stasi-Offiziers aus Leipzig, der nach der friedlichen Revolution in der DDR gesagt hatte, auf alles seien sie vorbereitet gewesen, &quot;nur nicht auf Kerzen und Gebete&quot;.<\/p>\n<p>Heimbucher betonte aber auch die Verpflichtung der Kirchen, wachsam auf gesellschaftliche Entwicklungen zu reagieren, beispielsweise im Blick auf rechtspopulistische und rechtsextreme Positionen: &quot;Jeder politisch motivierte Kult um ein Volk, der einhergeht mit der Ablehnung, Abwertung und Ausschlie\u00dfung anderer, steht im klaren Gegensatz zur Botschaft der Bibel.&quot;<\/p>\n<p>Im Engagement f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge k\u00f6nnten die Kirchen Verantwortung \u00fcbernehmen und \u00f6kumenische Verbundenheit zeigen, sagte Heimbucher weiter. &quot;Wenn es darauf ankommt, die W\u00fcrde der zu uns gefl\u00fcchteten Menschen gegen Anfeindungen, Gef\u00e4hrdungen und Unrecht zu verteidigen, sind wir \u00fcber den Horizont der eigenen Konfession und des eigenen Landes hinaus zum gemeinsamen Bekenntnis gefordert.&quot;<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich erkenne die Kirche zwar den Auftrag und die eigene W\u00fcrde des Staates an. Aber Christen seien &quot;alles andere als blinde Gefolgsleute und Claqueure der Politik&quot;. Heimbucher \u00e4u\u00dferte sich im Rahmen eines Vortrages zur Barmer Theologischen Erkl\u00e4rung von 1934, die zum gr\u00f6\u00dften Teil aus der Feder von Karl Barth stammt. Der Schweizer gilt als einer der bedeutendsten evangelischen Theologen des 20. Jahrhunderts.<\/p>\n<p>1934 wurde Barth von den Nationalsozialisten mit einem Lehrverbot belegt und im Folgejahr aus Deutschland vertrieben. Von der Schweiz aus, wo er von 1935 bis 1962 ordentlicher Professor f\u00fcr Systematische Theologie an der Universit\u00e4t seiner Geburtsstadt Basel war, setzte er sich f\u00fcr verfolgte Juden ein und bef\u00fcrwortete den bewaffneten Widerstand gegen Hitler.<br \/>\n&nbsp;&nbsp;<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bremen\/Leer (epd). 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