{"id":7460,"date":"2017-07-03T08:21:00","date_gmt":"2017-07-03T06:21:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/migrationsforscher-bade-fluechtlingskrise-ist-auch-krise-der-eu\/"},"modified":"2017-07-03T08:21:00","modified_gmt":"2017-07-03T06:21:00","slug":"migrationsforscher-bade-fluechtlingskrise-ist-auch-krise-der-eu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/migrationsforscher-bade-fluechtlingskrise-ist-auch-krise-der-eu\/","title":{"rendered":"Migrationsforscher Bade: Fl\u00fcchtlingskrise ist auch Krise der EU"},"content":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Die sogenannte Fl\u00fcchtlingskrise ist nach Ansicht des Migrationsforschers Klaus J. Bade auch zu einer Existenzkrise der Europ\u00e4ischen Union geworden. \u00abSie enth\u00fcllte, dass es in der Europ\u00e4ischen Union weniger um eine Wertegemeinschaft, sondern mehr um eine Interessengemeinschaft und letztlich um eine Verteidigungsgemeinschaft geht\u00bb, schreibt der emeritierte Professor f\u00fcr Neueste Geschichte an der Universit\u00e4t Osnabr\u00fcck in einem Gastbeitrag der Wochenendbeilage der \u00abHannoverschen Allgemeinen Zeitung\u00bb.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp; Noch immer blieben die Fluchtwanderungen aus Krisengebieten zum allergr\u00f6\u00dften Teil in den Regionen um die Herkunftsl\u00e4nder. \u00abIn deutlich geringerem, aber steigendem Umfang treibt oder lockt die Krise Menschen als Fl\u00fcchtlinge und als Wirtschaftswanderer, oft als beides zugleich, auch vor die zunehmend geschlossenen Toren der Festung Europa\u00bb, schreibt Bade. \u00abDort d\u00e4mmert vielen die sp\u00e4te Einsicht, dass die Weltgesellschaft bis vor die eigenen T\u00fcren reicht.\u00bb<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp; Nach Ansicht des Wissenschaftlers ist dies keineswegs unerwartet gekommen, sondern l\u00e4ngst absehbar gewesen. Demografische, soziale, \u00f6konomische, \u00f6kologische und klimatische Ursachen, trieben Menschen in die Flucht. Hinzu k\u00e4men Kriege und B\u00fcrgerkriege sowie die \u00aboft krisenversch\u00e4rfenden\u00bb westlichen Interventionen.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp; Die Ursachen der globalen Krise l\u00e4gen tief und forderten Systemfragen heraus, so Bade. Es handle sich um die Ausw\u00fcchse eines wild gewordenen Profitsystems, \u00abdas angeblich humanit\u00e4re Attit\u00fcden erst entdeckt, wenn die Folgen des eigenen Fehlverhaltens die Gesch\u00e4ftsinteressen oder doch das Image zu sch\u00e4digen tendieren\u00bb. \u00abNicht Abwehr, sondern Partnerschaft bietet Wege in eine gemeinsame weltgesellschaftliche Zukunft\u00bb, schreibt Bade. Der von Bundesentwicklungsminister Gerd M\u00fcller (CSU) vorgelegte \u00abMarshallplan mit Afrika\u00bb greife zu kurz, weise aber in die richtige Richtung.<\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">epd<\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Die sogenannte Fl\u00fcchtlingskrise ist nach Ansicht des Migrationsforschers Klaus J. 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