{"id":7623,"date":"2017-07-26T10:11:00","date_gmt":"2017-07-26T08:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/kartellverdacht-oekonom-hickel-sieht-ethischen-super-gau\/"},"modified":"2017-07-26T10:11:00","modified_gmt":"2017-07-26T08:11:00","slug":"kartellverdacht-oekonom-hickel-sieht-ethischen-super-gau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/kartellverdacht-oekonom-hickel-sieht-ethischen-super-gau\/","title":{"rendered":"Kartellverdacht: \u00d6konom Hickel sieht ethischen \u00abSuper-GAU\u00bb"},"content":{"rendered":"<p>Bremen (epd). Falls sich die Kartellabsprachen in der Automobilindustrie best\u00e4tigen sollten, sch\u00e4digen sie nach Einsch\u00e4tzung des Bremer Wirtschaftswissenschaftlers Rudolf Hickel auch in ethischer Hinsicht massiv den Wirtschaftsstandort Deutschland. Zu einer ethisch fundierten \u00f6kologisch-sozialen Marktwirtschaft geh\u00f6rten Verantwortung f\u00fcr die Umwelt und ein fairer Wettbewerb, sagte der \u00d6konom am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd). \u00abGemessen daran sind Kartellabsprachen der Big Five der deutschen Automobilindustrie ein Skandal.\u00bb<\/p>\n<p>Zu den \u00abBig Five\u00bb geh\u00f6ren Audi, BMW, Daimler, Porsche und VW, die sich Medienberichten zufolge \u00fcber Kosten, Zulieferer und Technik abgesprochen haben sollen. Durch die Marktmacht der Autoriesen sei ein Kartell entstanden, mit dem Kosten zulasten der Qualit\u00e4t und der Umwelt gesenkt und \u00fcberh\u00f6hte Preise durchgesetzt worden seien, sagte Hickel. Die Gesch\u00e4digten seien Autoh\u00e4ndler, K\u00e4ufer, Lieferanten, Aktion\u00e4re und die Umwelt.<\/p>\n<p>Die Absprachen \u00fcber die Reduktion beziehungsweise Abschaltung der Einspritzung eines Harns\u00e4ure-Gemisches zur Verminderung des Schadstoffaussto\u00dfes beim Dieseleinsatz aus Kostengr\u00fcnden verletzten ethische Prinzipien, konkretisierte Hickel. \u00abSie sind das Ergebnis gezielten Betrugs und f\u00fchren zum Verlust der Glaubw\u00fcrdigkeit und Akzeptanz des Wirtschaftssystems.\u00bb Sie seien deshalb ein Anschlag auf die soziale Marktwirtschaft und auch auf die Besch\u00e4ftigten in den Werken und deren aktive Teilnahme am Betriebsgeschehen.<\/p>\n<p>\u00dcberdies werde das Markenzeichen \u00abMade in Germany\u00bb durch das aus Gier getriebene Kartell schwer gesch\u00e4digt: \u00abDie Besch\u00e4ftigten werden um ihre Arbeit betrogen, die Suche nach den besten technischen Standards wird behindert, die Zuliefererabh\u00e4ngigkeit noch mehr erh\u00f6ht &#8211; und die Automobile der Nutzer verlieren an Wert bis hin zum Totalverlust.\u00bb<\/p>\n<p>Hickel sprach von einem \u00abSuper-GAU verlorener Glaubw\u00fcrdigkeit\u00bb des Wirtschaftssystems. Nach dem Motto \u00abWer einmal machtvoll l\u00fcgt, dem glaubt man nimmer mehr\u00bb sei die Akzeptanz kaum heilbar. Umso wichtiger seien entschiedene Schritte der Aufkl\u00e4rung und der k\u00fcnftigen Verhinderung dieses massiven Fehlverhaltens: \u00abDie Politik muss begreifen, dass sie aus dem auto-industriellen Komplex aussteigen muss. Dazu geh\u00f6rt auch die Zerschlagung von Kartellen.\u00bb<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bremen (epd). Falls sich die Kartellabsprachen in der Automobilindustrie best\u00e4tigen sollten, sch\u00e4digen sie nach Einsch\u00e4tzung des Bremer Wirtschaftswissenschaftlers Rudolf Hickel auch in ethischer Hinsicht massiv den Wirtschaftsstandort Deutschland. 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