{"id":7771,"date":"2017-08-13T08:13:00","date_gmt":"2017-08-13T06:13:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/ein-stueck-weltlaeufigkeit-in-der-gemeinde-landeskirchen-holen-pastoren-aus-afrika-indien-oder-brasilien-nach-deutschland\/"},"modified":"2017-08-13T08:13:00","modified_gmt":"2017-08-13T06:13:00","slug":"ein-stueck-weltlaeufigkeit-in-der-gemeinde-landeskirchen-holen-pastoren-aus-afrika-indien-oder-brasilien-nach-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/ein-stueck-weltlaeufigkeit-in-der-gemeinde-landeskirchen-holen-pastoren-aus-afrika-indien-oder-brasilien-nach-deutschland\/","title":{"rendered":"\u00abEin St\u00fcck Weltl\u00e4ufigkeit in der Gemeinde\u00bb &#8211; Landeskirchen holen Pastoren aus Afrika, Indien oder Brasilien nach Deutschland"},"content":{"rendered":"<p>Seit mehr als drei Jahrzehnten arbeiten evangelische Pastorinnen und Pastoren aus aller Welt f\u00fcr einige Jahre in deutschen Kirchengemeinden. Sie sollen ihren eigenen Horizont und den der Gastgeber erweitern. Sybil Chetty ist eine von ihnen.<\/p>\n<p>Osnabr\u00fcck\/Hannover (epd). Pastorin Sybil Chetty ist schon seit einigen Monaten an ihrem neuen Arbeitsplatz in der Osnabr\u00fccker S\u00fcdstadtkirchengemeinde. Die S\u00fcdafrikanerin versteht und spricht immer besser Deutsch. Gleich von Beginn an hat sich die 50-J\u00e4hrige mit ihrer offenen, herzlichen Art \u00fcberall eingebracht. Mindestens vier Jahre wird sie in Osnabr\u00fcck bleiben. Fast immer steht ein strahlendes L\u00e4cheln auf ihrem Gesicht. So bereitet sie Gottesdienste mit vor, begleitet Arbeitskreise mit Senioren oder Projekte mit Konfirmanden. Am Sonntag wurde sie in der Lutherkirche vom Osnabr\u00fccker Superintendenten Joachim Jeska offiziell in ihr Amt eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Sybil Chetty nimmt an einem Austauschprogramm der hannoverschen Landeskirche und des Evangelisch-lutherischen Missionswerks in Niedersachsen teil. \u00abSeit \u00fcber 30 Jahren laden wir Pastoren und Pastorinnen aus unseren Partnerkirchen ein, eine Zeit lang mit uns zu leben und in unseren Gemeinden zu arbeiten\u00bb, sagt Oberlandeskirchenrat Rainer Kiefer aus Hannover. Sie kommen aus Swasiland, Indien, \u00c4thiopien oder Brasilien und bleiben im Schnitt f\u00fcnf Jahre. Im Haushaltsplan der Landeskirche sind laut Kiefer immer zwei Stellen daf\u00fcr vorgesehen. Umgekehrt werden auch Kollegen aus Deutschland in die Partnerkirchen geschickt.<\/p>\n<p>Jeska lobte in seiner Einf\u00fchrungsansprache Chettys \u00dcberzeugungskraft und Motivation. \u00abManches Mal spr\u00fchen Sie regelrecht vor Elan.\u00bb Ein Christentum, das auf Menschen zugehe und einladend wirke, liege ihr am Herzen. Es sei ihr wichtig, den Glauben fest im Alltag zu verankern. Diesbez\u00fcglich k\u00f6nne die Kirche in Deutschland durchaus noch etwas von der neuen Kollegin lernen.<\/p>\n<p>Derzeit ist au\u00dfer Chetty, die zun\u00e4chst ohne ihren Mann und die beiden Kinder angereist ist, noch Pastor Charles Raj aus S\u00fcdindien in Niedersachsen. Er arbeitet in den Nordstadtgemeinden in Hannover. Auch andere deutsche Landeskirchen haben \u00e4hnliche Programme, sagt Kiefer. Alle seien weltweit vernetzt. \u00abEs ist wichtig, Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen.\u00bb Bedingung sei immer, dass die Pastoren nach einigen Jahren in ihre Kirchen zur\u00fcckkehrten.<\/p>\n<p>Die Reaktionen auf das neue Gesicht in der Osnabr\u00fccker S\u00fcdstadt sind anerkennend bis begeistert: \u00abMehrsprachige Gottesdienste &#8211; wir sind alle \u00fcberrascht, wie gut das funktioniert\u00bb, sagt Renate Jacob. Die Pastorin der S\u00fcdstadt-Kirchengemeinde ist erste Ansprechpartnerin f\u00fcr ihre Kollegin aus der Evangelisch-Lutherischen Kirche in S\u00fcdafrika. \u00abSybil bringt ein St\u00fcck Weltl\u00e4ufigkeit in unsere Gemeinde, das weitet den Horizont.\u00bb<\/p>\n<p>Die S\u00fcdafrikanerin arbeitet in Osnabr\u00fcck mit einer halben Stelle als Pastorin. Mit einer weiteren halben Stelle ist sie f\u00fcr das Missionswerk in Gemeinden und Kirchenkreisen als Referentin unterwegs. Chetty selbst ist dankbar f\u00fcr ihre neue Aufgabe. \u00abGott hat mich hierher gebracht, und ich m\u00f6chte von meinen deutschen Kollegen viel lernen, die mir hier den Start sehr leichtmachen\u00bb, sagt sie.<\/p>\n<p>Sehr beeindruckt hat sie bislang vor allem die \u00d6kumene. Gerade im Jahr des 500. Reformationsjubil\u00e4ums werde deutlich, dass katholische und evangelische Christen nicht nur selbstverst\u00e4ndlich miteinander Gottesdienste feierten, sondern sich auch \u00fcber Verletzungen und Fehler beider Seiten in der Vergangenheit austauchen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Chetty will in ihr neues Arbeitsfeld aber auch das einbringen, \u00abwas ich in 19 Jahren Berufserfahrung in Durban gelernt habe.\u00bb In S\u00fcdafrika sei schon manches anders: Die Kirchen seien viel kleiner. Daf\u00fcr spiele sich das gesamte Gemeindeleben in ihnen ab. Gemeindeh\u00e4user? Fehlanzeige. Die Pastoren seien oft nur der Motor. Ehrenamtliche h\u00e4tten viel mehr Einfluss, zeigten mehr Eigeninitiative. Aufgefallen sie ihr in Deutschland, dass die Mitarbeitenden ihre Kirche oft selbst ins schlechte Licht r\u00fcckten. \u00abIhr redet immer davon, dass eure Kirchen leerer werden und aussterben. Dabei macht ihr eure Sache richtig gut und leistet viel\u00bb, sagt sie. \u00abWir m\u00fcssen das Gute sehen und betonen.\u00bb<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit mehr als drei Jahrzehnten arbeiten evangelische Pastorinnen und Pastoren aus aller Welt f\u00fcr einige Jahre in deutschen Kirchengemeinden. Sie sollen ihren eigenen Horizont und den der Gastgeber erweitern. Sybil Chetty ist eine von ihnen. Osnabr\u00fcck\/Hannover (epd). Pastorin Sybil Chetty ist schon seit einigen Monaten an ihrem neuen Arbeitsplatz in der Osnabr\u00fccker S\u00fcdstadtkirchengemeinde. Die S\u00fcdafrikanerin versteht und spricht immer besser Deutsch. 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