{"id":7774,"date":"2017-08-15T13:14:00","date_gmt":"2017-08-15T11:14:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/geschichte-und-umgang-mit-geschichte\/"},"modified":"2017-08-15T13:14:00","modified_gmt":"2017-08-15T11:14:00","slug":"geschichte-und-umgang-mit-geschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/geschichte-und-umgang-mit-geschichte\/","title":{"rendered":"Geschichte und Umgang mit Geschichte"},"content":{"rendered":"<p>Der n\u00e4chste Vortrags- und Diskussionsabend zur Ausstellung \u201eMit Schwert und Talar\u201c findet am Mittwoch, 16. August, um 19.30 Uhr in der Christus\u2013 und Garnisonkirche statt. Dieses Mal wird es um das absonderliche \u201eEntjudungsinstitut\u201c gehen. Dieses war die geistige Heimat von Ludwig M\u00fcller, der einer der Protagonisten der Ausstellung ist. Im zweiten Teil des Abends wird es um den Umgang mit Geschichte in solch einer besonderen Kirche gehen. <br \/>Der Eintritt zum Vortrag ist frei. <\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">\u201eChristlicher Antisemitismus am Beispiel des Eisenacher \u201aEntjudungsinstituts\u2018\u201c 1939-45<\/span><\/p>\n<p>Am 6. Mai 1939 wurde mit einem Festakt auf der Wartburg in Eisenach das \u201eInstitut zur Erforschung und Beseitigung des j\u00fcdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben\u201c auf der Grundlage einer Entschlie\u00dfung von elf evangelischen Landeskirchen gegr\u00fcndet. Das Institut war eng mit der Ideologie und Organisation der aus Th\u00fcringen stammenden Kirchenbewegung \u201eDeutsche Christen\u201c verbunden. Ziel dieser kirchenpolitischen Bewegung war es, den christlichen Glauben und die Institution der Kirche den ideologischen Vorgaben der nationalsozialistischen Ideologie anzupassen.<br \/>\n<br \/>Dr. Oliver Arnhold wird neben Informationen zur Geschichte der Kirchenbewegung&nbsp; \u201eDeutsche Christen\u201c und ihrer f\u00fchrenden Vertreter in seinem Vortrag die Problematik christlicher Schuld w\u00e4hrend der NS-Zeit thematisieren und zugleich die Blickrichtung auf die Opfer dieser Geschichte lenken. In diesem Zusammenhang stellt er auch die Arbeit des von 1939 bis 1945 in Eisenach existierenden kirchlichen &quot;Entjudungsinstitutes&quot; vor.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Umgang mit Geschichte in kirchlichen Gedenkst\u00e4tten<\/span><br \/><span style=\"font-style: italic\">Geistlicher und\/ oder geschichtsbelasteter Ort<\/span><\/p>\n<p>Nicht nur die Wilhelmshavener Citykirche ist durch die erste H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts gepr\u00e4gt, auch viele andere Kirche des Nordens setzten sich mit ihrer Geschichte immer wieder auseinander. Dr. Stephan Linck ist Studienleiter f\u00fcr Erinnerungskultur und Gedenkst\u00e4ttenarbeit in der Akademie der Nordkirche und als solcher ausgewiesener Spezialist f\u00fcr manch belastete Geschichte der Kirchen im Nationalsozialismus.&nbsp; Er steht f\u00fcr Anregungen, Beispiele und Standpunkte bereit. <\/p>\n<p>Linck konzipierte die 2001 er\u00f6ffnete Wanderausstellung \u201eKirche, Christen, Juden in Nordelbien 1933-1945\u201c, die eine intensive Diskussion \u00fcber kirchlichen Antisemitismus ausl\u00f6ste. 2013 erschien von ihm unter dem Titel \u201eNeue Anf\u00e4nge?\u201c der erste Teil seiner Untersuchung \u00fcber den Umgang der Kirchen Nordelbiens mit ihrer NS-Vergangenheit, der die Zeit bis 1965 bearbeitet. 2016 hat er den zweiten Teil abgeschlossen, der die Zeit von 1965 bis 1985 zum Inhalt hat. Mehr Informationen auf www.nordkirche-nach45.de.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der n\u00e4chste Vortrags- und Diskussionsabend zur Ausstellung \u201eMit Schwert und Talar\u201c findet am Mittwoch, 16. August, um 19.30 Uhr in der Christus\u2013 und Garnisonkirche statt. Dieses Mal wird es um das absonderliche \u201eEntjudungsinstitut\u201c gehen. Dieses war die geistige Heimat von Ludwig M\u00fcller, der einer der Protagonisten der Ausstellung ist. Im zweiten Teil des Abends wird es um den Umgang mit Geschichte in solch einer besonderen Kirche gehen. Der Eintritt zum Vortrag ist frei. \u201eChristlicher Antisemitismus am Beispiel des Eisenacher \u201aEntjudungsinstituts\u2018\u201c 1939-45 Am 6. 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