{"id":7786,"date":"2017-08-20T18:20:00","date_gmt":"2017-08-20T16:20:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/landtagenord-drucken-wie-zu-luthers-zeiten\/"},"modified":"2017-08-20T18:20:00","modified_gmt":"2017-08-20T16:20:00","slug":"landtagenord-drucken-wie-zu-luthers-zeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/landtagenord-drucken-wie-zu-luthers-zeiten\/","title":{"rendered":"LandTageNord: Drucken wie zu Luthers Zeiten"},"content":{"rendered":"<p>Zu schonender und nachhaltiger Landwirtschaft hat der Bischof der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, Jan Janssen, aufgerufen. In einer Andacht auf der Landwirtschafts- und Freizeitmesse LandTageNord in W\u00fcsting bei Oldenburg sagte Janssen: \u201eVor uns liegt Arbeit, das Land zu bebauen, zu bewahren, gut zu verwalten, schonend und nachhaltig zu nutzen, damit auch unsere Kinder und Kindeskinder ihre Zukunft haben und sie gestalten k\u00f6nnen, wie wir es durften und d\u00fcrfen.\u201c<\/p>\n<p>Janssen forderte auch Respekt vor allen, \u201edie ihr Brot noch im Schwei\u00dfe ihres Angesichts essen, die heute in der Landwirtschaft arbeiten, die diese Erde als Erbe bebauen und sich um diese Leihgabe Gottes verantwortungsbewusst k\u00fcmmern. \u00dcberall da, wo wir f\u00fcr solch eine Haltung danken d\u00fcrfen, m\u00fcssen wir, was die Zukunft der Landwirtschaft betrifft, nicht wie das ver\u00e4ngstigte Kaninchen stillstehen vor der Schlange.\u201c <\/p>\n<p>\u201eBesser wir vertrauen auf Zukunft und nutzen unsere Zeit. Besser wir denken mit und bleiben der Erde zugewandt. Besser wir packen mit an und bringen uns ein\u201c, so Bischof Jan Janssen.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Vielf\u00e4ltige Aktionen im Kirchenzelt auf den LandTagenNord<br \/><\/span>Das historische St\u00fcck und der dazugeh\u00f6rige Drucker (Projektleiter Pfarrer Dietrich Jaedicke) in zeitgen\u00f6ssischem Gewand sind ein echter Hingucker. Im Kirchenzelt auf der Landwirtschafts- und Freizeitmesse LandTageNord in W\u00fcsting bei Oldenburg laden sie dazu ein, sich selbst an dem Nachbau einer alten Gutenberg-Druckerpresse auszuprobieren. \u201eErst einmal den Schlitten nach vorne schieben und dann den Bengel zur Seite schieben, das erzeugt dann den ben\u00f6tigten Druck auf die Lettern\u201c, erkl\u00e4rt Pfarrer Jaedicke das Procedere. Zuvor hatte er f\u00fcr ausreichend Farbe auf der Arbeitsfl\u00e4che gesorgt \u2013 nachdem sich die Teilnehmenden f\u00fcr das Abbild einer Lutherrose oder die Abschrift von Psalm 23 entschieden hatten. Alle m\u00fcssen mit Hand anlegen und sind dann erstaunt \u00fcber die tolle Druckqualit\u00e4t. Ihre \u201eProdukte\u201c k\u00f6nnen dann alle mit Nach Hause nehmen. <\/p>\n<p>Doch noch vieles mehr hat das Zelt der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg und des Ev.-luth. Kirchenkreises Delmenhorst \/ Oldenburg Land zu bieten: gute Gespr\u00e4che, Buchdruckerkunst, Segensw\u00fcnsche und musikalisch begleitete Andachten mit wechselnden Pfarrern, am Sonntag mit Bischof Jan Janssen.<\/p>\n<p>Seit sechs Jahren ist das Kirchenzelt als fester Bestandteil auf der Landwirtschafts- und Freizeitmesse LandTageNord pr\u00e4sent \u2013 und erfreut sich immer wieder gro\u00dfer Beliebtheit. Dabei spielen auch die j\u00e4hrlich wechselnden, zumeist recht kreativen Aktionen eine Rolle. Und nat\u00fcrlich haben sich die Mitarbeitenden des Organisationsteams auch in diesem Jahr wieder jede Menge einfallen lassen. Bereits vor dem Zelt werden Passantinnen und Passanten mit Lutherbonbons oder s\u00fc\u00dfen Fruchtgummis in Martin Luther-Optik begr\u00fc\u00dft und weiter zur historischen Buchdruckerpresse geleitet. <\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Thesen f\u00fcr die Landwirtschaft \u2013 wie zu Luthers Zeiten<br \/><\/span>Fest und scheinbar unverw\u00fcstlich steht sie da: eine alte Eichent\u00fcr, recht derbe und dennoch ein wenig verziert mit kleinen Mustern. Im Lutherjahr erinnert das rustikale St\u00fcck an die T\u00fcr, an die der Reformator Martin Luther im Jahr 1517 einst in Wittenberg seine 95 Thesen anschlug. Und genau diese Funktion soll die T\u00fcr auch heute im Zelt der evangelischen Kirche auf der Landwirtschafts- und Freizeitmesse LandTageNord in W\u00fcsting bei Oldenburg einnehmen: ein Platz f\u00fcr Thesen in Bezug auf eine zukunftsf\u00e4hige Landwirtschaft. Dass hier sowohl Landwirte als auch \u201eganz normale\u201c Besucherinnen und Besucher mit Zettel, Stift und Hammer am Werk waren, ist schnell zu erkennen. W\u00e4hrend die einen den Blick auf Umwelt, Natur und eine \u201eheile Welt\u201c im b\u00e4uerlichen Wirken werfen, w\u00fcnschen sich die Landwirte in erster Linie Anerkennung und auch eine entsprechende finanzielle Aufwandsentsch\u00e4digung. <\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">F\u00fcr mehr Anerkennung<br \/><\/span>Was steht da wohl geschrieben? So mancher Landwirt bleibt vor der urigen Holzt\u00fcr stehen und sieht sich die Thesen zur Landwirtschaft genauer an. Die unterschiedlichsten Handschriften zeugen dort von den vielf\u00e4ltigsten Visionen und W\u00fcnschen f\u00fcr die Zukunft. \u201eAuch Landwirte m\u00fcssen gut leben k\u00f6nnen\u201c, \u201eMehr an Umwelt und Natur denken\u201c, \u201eF\u00fcr das Wetter sorgt der liebe Gott\u201c, sind nur einige der von Erwachsenen verfassten oder von Kinderhand verewigten Denkanst\u00f6\u00dfe und Meinungen, die weitere Besucherinnen und Besucher des Kirchenzelts zum Nachdenken anregen \u2013 und eventuell sogar zum Verfassen eines Kommentars verleiten. \u201eGenau das haben wir uns gew\u00fcnscht\u201c, sagt Pfarrer Hans-Werner K\u00f6gel, der sich sehr \u00fcber die Resonanz freut und auch dar\u00fcber, mit den Menschen ins Gespr\u00e4ch zu kommen.<br \/>&nbsp;<br \/>Aber auch mit Hilfe der Thesent\u00fcr l\u00e4sst es sich gut in einen Dialog treten. \u201eWir sind f\u00fcr kleinere Familienbetriebe\u201c hei\u00dft es da \u2013 und als direkte Erg\u00e4nzung eines weiteren Zeltbesuchers: \u201eWer zahlt deren Auskommen? Gerechter Lohn!\u201c Auch Landwirt Werner M\u00fcller, der sich die bunten Zettel anschaut, denkt oft \u00fcber die Zukunft der Landwirtschaft nach. 66 Jahre alt ist der Ahlhorner \u2013 und hat f\u00fcr seinen Betrieb bislang keinen Nachfolger gefunden. \u201eIn der Landwirtschaft hat es sehr viele Entwicklungen gegeben, das kann man einfach nicht zur\u00fcckdrehen.\u201c Und davon kann man in der j\u00fcngsten Vergangenheit einige verzeichnen: neue Technologien, die immer schneller aufeinanderfolgen und die alten abl\u00f6sen, aber auch immer h\u00f6here Anforderungen von Seiten des Staates. <\/p>\n<p>\u201eMit den heutigen Auflagen ist heute ein landwirtschaftlicher Betrieb schwer zu f\u00fchren\u201c, steht dort auf hellgr\u00fcnem Untergrund. Davon wei\u00df auch ein Nordenhamer zu berichten: \u201eIch war sehr lange krank, es wird immer schwieriger, all dem nachzukommen.\u201c Dennoch freut er sich \u00fcber den Besuch im Kirchenzelt, der jedes Jahr wie selbstverst\u00e4ndlich zu den LandTagenNord dazugeh\u00f6rt. \u201eMeistens locken mich die Posaunenkl\u00e4nge an, dieses Mal habe ich au\u00dferdem einen mir gut bekannten Pfarrer angetroffen\u201c, so der Landwirt.&nbsp; <\/p>\n<p>Massentierhaltung, Nahversorgung, G\u00fclle und auch das Leben gl\u00fccklicher K\u00fche werden hier thematisiert \u2013 sowohl von kleinen als auch gro\u00dfen Besucherinnen und Besuchern. Noch etwas nachdenklich schaut der zw\u00f6lfj\u00e4hrige Marcel drein. Gerne m\u00f6chte auch er etwas zur bunten Vervollst\u00e4ndigung der abgerundeten Holzt\u00fcr beitragen. Nach einigem \u00dcberlegen und dem Austausch mit seiner Mutter steht sein Wunsch fest: \u201eWeniger Pestizide\u201c.&nbsp; <\/p>\n<p>Auch die Familie Baumann aus Gro\u00dfenkneten muss ein wenig \u00fcberlegen. Eigentlich ist ihr gemeinsamer Wunsch ganz klar, aber darf man das auch so formulieren? Ja, man darf. Und genau deswegen steht auf dem Papier nun auch das, was sich wohl fast alle Landwirte w\u00fcnschen: \u201eMehr Anerkennung\u201c. <\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">F\u00fcr jeden etwas<br \/><\/span>Lutherbonbons, Fruchtgummis, Buchdruck live erleben und sich mit seinen Ideen und W\u00fcnschen zu einer zukunftsf\u00e4higen Landwirtschaft einbringen \u2013 all das ist m\u00f6glich im Kirchenzelt auf den LandTagenNord. Ebenfalls sehr beliebt bei den Besucherinnen und Besuchern: das Ziehen eines Segensspruches. Es lohnt sich, das mit dem Spruch bedruckte Gl\u00f6ckchen aus Pappe in sein Portemonnaie zu stecken und damit allzeit einen guten Wegbegleiter zur Hand zu haben!<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">T\u00e4gliche Andachten<br \/><\/span>An allen Messetagen finden ab 12 Uhr von Posaunench\u00f6ren begleitete Andachten statt. Am Freitag hielt Pfarrer Ingmar Hammann die Andacht auf Plattdeutsch im Kirchenzelt, am Samstag Kreispfarrer Jens M\u00f6llmann und am Sonntag Bischof Jan Janssen. Am Montag folgt eine weitere Andacht auf Plattdeutsch mit Pfarrerin B\u00e4rbel Bleckwehl Wegener.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Landtage-Gottesdienst <br \/><\/span>\u201eLebens-Mittel f\u00fcr Leib und Seele\u201c lautete das Thema des diesj\u00e4hrigen Landtage-Gottesdienstes mit Pfarrer Udo Dreyer von der \u00f6rtlichen Kirchengemeinde am Sonntagmorgen im eintrittsfreien Bereich der alten Scheune Urban an der Raiffeisenstra\u00dfe. \u201eDer Mensch lebt nicht nur von Brot allein\u201c hei\u00dft es schon in der Bibel. \u201eEtwas zugespitzt stellt sich die Frage nach den geistigen Lebens-Mitteln, die f\u00fcr Freude und Erf\u00fcllung sorgen\u201c, so der Pfarrer. \u201eDies kann die Familie sein, Gemeinschaft, der Glaube, ehrenamtliches Engagement und auch ein erf\u00fcllender Beruf wie die Landwirtschaft.\u201c Was f\u00fcr sie ein wichtiges Lebens-Mittel ist, das berichteten unter anderem ein j\u00fcngerer Landwirt und eine 90-J\u00e4hrige, die in ihrem Leben schon viel erlebt hat. <\/p>\n<p>Melodi\u00f6se und romantische Folkmusik bietet ein Konzert mit der Gruppe DreyBartLang, zu dem die Kirchengemeinde am Sonntagabend ab 19 Uhr in die Holler Kirche (Holler Kirchweg, 27798 Hude) einl\u00e4dt. <br \/>Der Eintritt zu diesem Landtage-Kulturprogramm betr\u00e4gt 10 Euro an der Abendkasse.<\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Ein Beitrag von Melanie J\u00fclisch. <\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu schonender und nachhaltiger Landwirtschaft hat der Bischof der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, Jan Janssen, aufgerufen. 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