{"id":7852,"date":"2017-08-29T15:59:00","date_gmt":"2017-08-29T13:59:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/notfallseelsorge-erste-hilfe-fuer-die-seele\/"},"modified":"2017-08-29T15:59:00","modified_gmt":"2017-08-29T13:59:00","slug":"notfallseelsorge-erste-hilfe-fuer-die-seele","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/notfallseelsorge-erste-hilfe-fuer-die-seele\/","title":{"rendered":"Notfallseelsorge: Erste Hilfe f\u00fcr die Seele"},"content":{"rendered":"<p>Die kirchliche Notfallseelsorge in Delmenhorst hat ihren Wirkungsbereich erweitert. Nachdem sie bisher nur f\u00fcr h\u00e4usliche Notf\u00e4lle zust\u00e4ndig war, kommt sie nun auch bei au\u00dferh\u00e4uslichen Notf\u00e4llen wie Unf\u00e4llen zum Einsatz. Sie kooperiert jetzt mit ausgebildeten Kr\u00e4ften des DRK und der Johanniter, die ins Notfallseelsorgeteam aufgenommen wurden. Die kirchliche Notfallseelsorge ist 365 Tage im Jahr von 7 und 23 Uhr im Einsatz und bietet Menschen erste Hilfe f\u00fcr die Seele. Sie sind da, wenn Menschen N\u00e4he brauchen.<\/p>\n<p>Zurzeit arbeitet die kirchliche Notfallseelsorge in Delmenhorst wir mit f\u00fcnf ehrenamtlichen Fachkr\u00e4ften des DRK und der Johanniter und neun aus dem kirchlichen Bereich zusammen. Jeweils zwei Kr\u00e4fte haben Wochendienste. Es arbeiten sechs Pastorinnen und Pastoren und ein Pastoralreferent der kath. Kirche mit sowie zwei Ehrenamtliche mit kirchlichem Hintergrund. Au\u00dferdem kann auf ein Netz von Pfarrerinnen und Pfarrer zur\u00fcckgegriffen werden, die die Notfallseelsorge im Bereich ihrer Gemeinden unterst\u00fctzen und auf die als Anschlusshilfen weiterverwiesen wird.<\/p>\n<p>Alle haben in einer 80-st\u00fcndigen Ausbildung dieselben Inhalte gelernt. Kirchliche Notfallseelsorgende sind genauso wie die Hilfsdienste geschult in Einsatztaktik \u2013 wissen also, wie sie sich an Einsatzorten verhalten m\u00fcssen und welches die Ansprechpartner von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei vor Ort sind. <\/p>\n<p>\u201eUnser h\u00e4ufigster Einsatz ist bei einem Tod im h\u00e4uslichen oder \u00f6ffentlichen Bereich oder nach einem Suizid\u201c, so Pfarrer Udo Dreyer, Koordinator der Notfallseelsorge im Kirchenkreis Delmenhorst\/Oldenburg Land. Die Rettungskr\u00e4fte m\u00fcssten nach ihrem Einsatz meistens schnell wieder weg. Die Seelsorger \u00fcbernehmen dann, sie haben eine \u00dcberbr\u00fcckungsfunktion. Weitere Einsatzgr\u00fcnde seien die \u00dcberbringung einer Todesnachricht zusammen mit der Polizei, schwere Verkehrsunf\u00e4lle auch im Bahnbereich sowie im Zusammenhang mit T\u00f6tungs- und Gewaltdelikten.<\/p>\n<p>Kirchliche Mitarbeitende sind von ihrem Beruf her besonders in Abschiedsritualen geschult, die angeboten und auf Wunsch gehalten werden. Wichtig sei, dass die Notfallseelsorge nicht konfessionsgebunden ihren Dienst tue, so Dreyer. Sie sei mit demselben Engagement genauso f\u00fcr die da, die keiner Kirche oder einer anderen Religion oder Kulturkreis angeh\u00f6rten. <\/p>\n<p>Ganz besonders liege der Notfallseelsorge eine gute Kooperation und Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr Delmenhorst am Herzen. \u201eKrisen kennen K\u00f6pfe\u201c \u2013 das sei eine wichtiger Satz in der Notfallseelsorge-Arbeit, so Dreyer. So habe sich die Notfallseelsorge k\u00fcrzlich mit Feuerwehrkr\u00e4ften und Polizei zum Grillen und Kennenlernen in Hasbergen getroffen. <\/p>\n<p>Immer zwei aus dem Seelsorger-Team haben Dienst, berichtet Dreyer. Jeder trage einen Funkempf\u00e4nger, von 7 bis 23 Uhr sind sie alarmierbar. Im vergangenen Jahr hatte das Notfallseelsorge-Team 28 Eins\u00e4tze in der Stadt Delmenhorst, in diesem Jahr bislang nur zehn. Das k\u00f6nne aber noch zunehmen. Eine besondere Herausforderung sei die Sprachenvielfalt in der Stadt, berichtet Dreyer. Daher werde versucht, Sprachmittler zur Verst\u00e4ndigung, aber auch zur besseren Umgang mit der Kultur und Religion der zu Betreuenden dazuzuholen. <\/p>\n<p>\u201eDie Sensibilit\u00e4t f\u00fcr die Notfallseelsorge w\u00e4chst\u201c, erz\u00e4hlt Dreyer. Daf\u00fcr musste er aber auch etwas tun: Bei vielen Eins\u00e4tzen seien sie vor wenigen Jahren noch nicht gerufen worden, obwohl es sich angeboten h\u00e4tte. Das sei jetzt anders. Die Rettungskr\u00e4fte seien auch froh, dass noch jemand bei den Angeh\u00f6rigen bleibt, wenn sie gehen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Die Gruppe wurde im Jahr 2013 gegr\u00fcndet, damals als Hausnotfallseelsorge. Nun folgte die Erweiterung des T\u00e4tigkeitsfeldes. In Deutschland gibt es Notfallseelsorge seit dem tragischen ICE-Ungl\u00fcck in Eschede im Jahr 1998, als 101 Menschen ums Leben kamen. Da habe sich gezeigt, dass Betroffene auch \u201eErste Hilfe f\u00fcr die Seele\u201c brauchen. Man k\u00f6nne das auch \u201estabile Seitenlage f\u00fcr die Seele\u201c nennen, betonte Pfarrer Udo Dreyer.<\/p>\n<p>Mitmachen kann grunds\u00e4tzlich jeder. Menschen aus verwandten Berufen, dem sozialen Bereich oder dem Rettungsdienst, sind zwar gerne gesehen. Aber es gibt auch Menschen aus anderen Jobs, die das gut k\u00f6nnen \u2013 und ein 80-st\u00fcndiger Lehrgang ist ohnehin Pflicht. <\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die kirchliche Notfallseelsorge in Delmenhorst hat ihren Wirkungsbereich erweitert. Nachdem sie bisher nur f\u00fcr h\u00e4usliche Notf\u00e4lle zust\u00e4ndig war, kommt sie nun auch bei au\u00dferh\u00e4uslichen Notf\u00e4llen wie Unf\u00e4llen zum Einsatz. Sie kooperiert jetzt mit ausgebildeten Kr\u00e4ften des DRK und der Johanniter, die ins Notfallseelsorgeteam aufgenommen wurden. Die kirchliche Notfallseelsorge ist 365 Tage im Jahr von 7 und 23 Uhr im Einsatz und bietet Menschen erste Hilfe f\u00fcr die Seele. Sie sind da, wenn Menschen N\u00e4he brauchen. Zurzeit arbeitet die kirchliche Notfallseelsorge in Delmenhorst wir mit f\u00fcnf ehrenamtlichen Fachkr\u00e4ften des DRK und der Johanniter und neun aus dem kirchlichen Bereich zusammen. 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