{"id":7857,"date":"2017-08-30T08:37:00","date_gmt":"2017-08-30T06:37:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/vom-weggehen-und-ankommen\/"},"modified":"2017-08-30T08:37:00","modified_gmt":"2017-08-30T06:37:00","slug":"vom-weggehen-und-ankommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/vom-weggehen-und-ankommen\/","title":{"rendered":"Vom Weggehen und Ankommen"},"content":{"rendered":"<p>Die Leiterin des Ev. Bildungshauses Rastede, Pfarrerin Martina Rambusch-Nowak, begr\u00fc\u00dfte am vergangenen Sonntag zahlreiche G\u00e4ste, die an der Veranstaltung \u201eOffene T\u00fcren\u201c teilnahmen. Bevor die 40 Teilnehmenden des Integrationsprojektes \u201eFremdsein \u00fcberwinden\u201c ihre Zwischenergebnisse der gemeinsamen Arbeit zeigten, stellte Hans-Joachim Harms, Vorsitzender des Vorstandes der Ev. Heimvolkshochschule Rastede und Direktor der Landwirtschaftskammer, in seinem Gru\u00dfwort fest, wie wichtig es sei Orte zu haben, an denen Menschen sich begegnen, Erlebtes zur Sprache gebracht werden kann und Pl\u00e4tze zum Ankommen und Wohlf\u00fchlen vorhanden sind. Mit einem Zitat des Soziologen Georg Simmel verdeutlichte Harms die Situation vieler Menschen, die nach Deutschland geflohen sind und nicht in ihre Heimat zur\u00fcckkehren k\u00f6nnen. \u201eEs ist hier also der Fremde nicht in dem bisher vielfach ber\u00fchrten Sinn gemeint, als der Wandernde, der heute kommt und morgen geht, sondern als der, der heute kommt und morgen bleibt.\u201c Georg Simmel (Soziologie &#8211; Untersuchungen \u00fcber die Formen der Vergesellschaftung, Berlin 1908)<\/p>\n<p>In ber\u00fchrenden Bildern zeigte die Theaterproduktion \u201eVom Weggehen und Ankommen\u201c wie schnell gelebter Alltag aus den Fugen geraten kann und Menschen sich auf dem Weg machen, um Bedrohungen, Krieg und&nbsp; Verfolgung hinter sich zu lassen. Die 21 Mitspielerinnen und Spieler, die zum gr\u00f6\u00dften Teil erstmalig in einem Theaterst\u00fcck mitwirkten, \u00fcberzeugten die G\u00e4ste durch eine beeindruckende Pr\u00e4senz und den Mut, in deutscher Sprache zu spielen. Die beiden j\u00fcngsten Schauspieler waren erst f\u00fcnf bzw. neun Jahre alt. <\/p>\n<p>Das Theaterst\u00fcck wurde durch neun Musiker und Musikerinnen klanglich begleitet. So entstand eine dichte Atmosph\u00e4re.&nbsp; Die international besetzte Band spielte im Anschluss einige St\u00fccke, die am Wochenende geprobt worden sind. H\u00f6hepunkt dabei war eine Neuinterpretation des deutschen Matthias Claudius-Klassikers \u201eDer Mond ist aufgegangen\u201c, der mit afrikanischer Djembe und syrischer Oud begleitet wurde.<\/p>\n<p>Der in Oldenburg lebende iranische Filmemacher Jamal Pourajdari Najafabadi begleitet das Projekt filmisch und stellte am Sonntag einen Trailer und eine eindrucksvolle Kurzdokumentation vor. Im Anschluss daran wurden alle G\u00e4ste in den Garten des Bildungshauses gebeten, in dem 40 von Teilnehmenden gestaltete Schubladen zum Thema Vorurteile und 38 kunstvoll angefertigte St\u00fchle zum Thema \u201eHeimat und einen Platz finden\u201c arrangiert waren. <\/p>\n<p>Viele Gespr\u00e4che vor und neben den Kunstwerken im sch\u00f6nsten sonnt\u00e4glichen Sonnenschein und untermalt durch eine spontane musikalische Einlage, rundeten die gelungene Veranstaltung ab. Heike Scharf und Swen Engel, Dozenten an der Ev. Heimvolkshochschule Rastede, sowie Uwe Fischer von der Arbeitsstelle Kulturelle Bildung in der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg laden im Dezember zur Fortsetzung des Projektes wieder nach Rastede ein.<br \/>Weitere Infos: www.hvhs.de<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Leiterin des Ev. 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