{"id":8043,"date":"2017-09-10T22:36:00","date_gmt":"2017-09-10T20:36:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/neue-bruecken-zwischen-dem-evangelium-und-unserer-zeitgenossenschaft\/"},"modified":"2017-09-10T22:36:00","modified_gmt":"2017-09-10T20:36:00","slug":"neue-bruecken-zwischen-dem-evangelium-und-unserer-zeitgenossenschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/neue-bruecken-zwischen-dem-evangelium-und-unserer-zeitgenossenschaft\/","title":{"rendered":"Neue Br\u00fccken zwischen dem Evangelium und unserer Zeitgenossenschaft"},"content":{"rendered":"<div>In dem zw\u00f6lften Gottesdienst seiner Predigtreihe zum Reformationsjubil\u00e4um mit Liedern von Martin Luther stellte Bischof Janssen am Sonntagabend in der St.-Marien-Kirche in Gro\u00dfenkneten das Lutherlied: \u201eNun freut euch, lieben Christen\u201c (Evangelisches Gesangbuch 341,1) im Mittelpunkt. Dieses wohl fr\u00fcheste von Martin Luther geschriebene Lied entfalte \u201egeradezu einen ganzen Reisebericht Jesu \u2013 &nbsp;von Gott her zum Menschen hin \u2013 mit dem Menschen zu Gott hin \u2013 und an der Seite des Menschen auf dem dann nur noch gemeinsamen Weg.\u201c Es sei eine Einladung, f\u00fcr die, die so oft \u201esauert\u00f6pfisch auf die Rechnung schielen und nachz\u00e4hlen\u201c.\n<\/div>\n<div><\/div>\n<div>\u201eDie Reformation baut neue Br\u00fccken zwischen dem Evangelium und unserer Zeitgenossenschaft!\u201c, hob Janssen hervor. Dieses sei an den Begriffen \u201e\u00dcbersetzung\u201c, \u201eBefreiung\u201c und \u201eWirklichkeitsn\u00e4he\u201c festzumachen.\n<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Heute sei es kaum vorstellbar, welche Wucht es hatte, dass Luther das Kirchenlatein hinter sich gelassen und in Glaubensfragen die aktuelle Muttersprache der Menschen zur Anwendung gebracht hatte. \u201eEndlich lie\u00dfen sich Glaube, Hoffnung, Liebe, auch Fragen und Zweifel \u00fcber die alten Formeln hinaus \u00fcberhaupt in den Mund nehmen und nun selber formulieren\u201c, sagte Janssen. Dieses \u00dcbersetzen sei harte Arbeit. \u201eEs muss eine Br\u00fccke nach der anderen bauen, von einer in die andere Sprache, von einer in die andere Kultur.\u201c Dieses sei eine Leistung, die etwas ganz anderes sei als blo\u00df Verdeutschung! Darum forderte Bischof Janssen dazu auf, Menschen, die in unserem Land Zuflucht suchen, \u00dcbersetzung anzubieten anstatt nur zu fordern, dass sie gef\u00e4lligst unsere Sprache zu lernen h\u00e4tten. Wie gastfreundlich empf\u00e4nden wir es selbst, wenn Urlaubsorte uns mit deutschen Schildern helfen. \u201eEs w\u00e4re in Luthers Sinn, wenn wir die Muttersprache unserer G\u00e4ste mehr respektierten!\u201c, so Janssen.&nbsp;\n<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Das Lied erz\u00e4hle von einer vertrauensvollen Begegnung, von einem bewegenden Dialog, den Gott selber er\u00f6ffnet, der \u201eein Akt der Befreiung zum Christenmenschen\u201c. Gott sehe die Menschen gn\u00e4dig und barmherzig an. Gott mache keine Rechnung auf. Das habe befreiende Kraft aus den Fesseln der Furcht. Und die dazugeh\u00f6renden Schritte dahin seien sp\u00fcrbar, so Janssen. So h\u00e4tten sich in dieser Woche in Wittenberg Einwohner dieser Stadt bedankt, dass mit der \u201edenkbar. der laden\u201c in einem alten Friseursalon ein Raum der Begegnung entstanden war, in dem in einer kirchenfremden Region Platz f\u00fcr Fragen, f\u00fcr befreiende Gespr\u00e4che und f\u00fcr eine ermutigende Perspektive war.<\/p>\n<div><\/div>\n<div>Schlie\u00dflich habe Luther in Evangelium und Bibel die N\u00e4he Gottes zum Alltag der Menschen wieder entdeckt. Es ist eine \u201eWirklichkeitsn\u00e4he\u201c. Er lehrte weltliche Berufe neu respektieren, sie zu Ehren zu bringt und sie als einen Gottesdienst im Alltag der Woche einzuordnen, betonte Janssen. So verstehe er auch das Projekt \u201eKneter Kanzel\u201c der Kirchengemeinde, bei dem Menschen mit ganz unterschiedlicher Berufs- und Lebenserfahrung Gottes Wort in den Mund nehmen, es auslegen und ihre \u00dcberlegungen und \u00dcbersetzungen anderen anbieten.\n<\/div>\n<div><\/div>\n<div>An dem Gottesdienst in Gro\u00dfenkneten wirkten Pfarrer Dietrich Jaedicke, Lektorin Gabriele Hinrichs, der Kirchenchor unter der Leitung von Lothar Schmincke, der Posaunenchor Gro\u00dfenkneten\/ Ahlhorn unter der Leitung von Michael Grewe sowie Kreiskantor Thorsten Ahlrichs (Orgel) mit.\n<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Der n\u00e4chste Gottesdienst findet am kommenden Sonntag, 17. September, um 18 Uhr Friedenskirche in Augustfehn gefeiert. Dort wird das Lutherlied: \u201eStrick ist entzwei, und wir sind frei\u201c (Evangelisches Gesangbuch 297,4) im Mittelpunkt stehen.\n<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Die Gottesdienstreihe wird von der Kirchenmusik und den Kirchengemeinden mitgestaltet und mitbestimmt. Es sind deshalb 17 Kirchengemeinden ausgew\u00e4hlt worden, die sonst nicht so im Zentrum stehen. Der Reigen sei auch Ausdruck seiner Freude daran, immer wieder in der ganzen oldenburgischen Kirche unterwegs zu sein, so Bischof Jan Janssen. Die Gottesdienstreihe zwischen Minsen im Norden und Steinfeld im S\u00fcden steht unter dem Motto: \u201eEin feste Burg \u2013 ein frischer Blick\u201c. In den 17 Abendgottesdiensten werden 17 elementare Glaubensthemen entfaltet und mit 17 Liedern Martin Luthers verbunden. Dabei wird jeweils ein Luther-Lied musikalisch durch neue Lieder erg\u00e4nzt.&nbsp;<\/div>\n<div><\/div>\n<\/div>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In dem zw\u00f6lften Gottesdienst seiner Predigtreihe zum Reformationsjubil\u00e4um mit Liedern von Martin Luther stellte Bischof Janssen am Sonntagabend in der St.-Marien-Kirche in Gro\u00dfenkneten das Lutherlied: \u201eNun freut euch, lieben Christen\u201c (Evangelisches Gesangbuch 341,1) im Mittelpunkt. 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