{"id":8094,"date":"2017-09-19T11:41:25","date_gmt":"2017-09-19T09:41:25","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/?p=8094"},"modified":"2017-09-19T11:42:14","modified_gmt":"2017-09-19T09:42:14","slug":"sonntag-der-diakonie-2017-predigt-von-pastor-olaf-grobleben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/sonntag-der-diakonie-2017-predigt-von-pastor-olaf-grobleben\/","title":{"rendered":"Sonntag der Diakonie 2017: Predigt von Pastor Olaf Grobleben"},"content":{"rendered":"<p><em>Auf Anregung des Projekts Fl\u00fcchtlingsarbeit im Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven, feierten wir in der Christus- und Garnisongemeinde am 17. September 2017 einen Gottesdienst zum Sonntag der Diakonie. Pastor Olaf Grobleben, Beauftragter f\u00fcr Ethik und Weltanschauungsfragen der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, predigte. Diakonie-Pfarrer Michael Winkel und Pastor Bernhard Busemann gestalteten die Liturgie. Miguel-Pascal Schaar berichtete vom Einsatz der Freiwilligen in der Fl\u00fcchtlingsarbeit.\u00a0Wir dokumentieren her die Predigt:<\/em><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,\u00a0der Predigttext aus dem <strong><a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/text\/LUT\/Lukas12\">Lukas<\/a><\/strong>evangelium, den sie eben geh\u00f6rt haben, kommt Ihnen vielleicht bekannt vor. Er geh\u00f6rt zu den Predigttexten, die seit Jahrzehnten f\u00fcr den Erntedanktag vorgesehen sind, in diesem Jahr \u00fcbrigens am 4. Oktober als Text f\u00fcr die Lesung des Evangeliums \u2013 von mir schon jetzt eine herzliche Einladung zum Besuch des Erntedankgottesdienstes!<\/p>\n<div id=\"attachment_6551\" style=\"width: 209px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/christusnews.de\/site\/wp-content\/uploads\/Grobleben.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6551\" class=\"wp-image-6551 size-medium\" src=\"http:\/\/christusnews.de\/site\/wp-content\/uploads\/Grobleben-199x300.jpg\" alt=\"Pastor Olaf Grobleben\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-content\/uploads\/Grobleben-199x300.jpg 199w, https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-content\/uploads\/Grobleben-768x1155.jpg 768w, https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-content\/uploads\/Grobleben-681x1024.jpg 681w, https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-content\/uploads\/Grobleben.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6551\" class=\"wp-caption-text\">Pastor Olaf Grobleben<\/p><\/div>\n<p>Hier und heute feiern wir nun bekanntlich nicht Erntedank, sondern den <a href=\"http:\/\/www.woche-der-diakonie.de\/\">Sonntag der Diakonie<\/a>. Und so m\u00f6chte ich heute versuchen, den Predigttext neu zu h\u00f6ren und in einem anderen als dem gewohnten Zusammenhang neu zu verstehen und zu interpretieren.<\/p>\n<p>Kennen wir den Predigttext (<strong><a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/text\/LUT\/Lukas12\">Lukas 12,15 &#8211; 21<\/a>)\u00a0<\/strong>wirklich? Und k\u00f6nnen wir ihn neu kennenlernen?<\/p>\n<p>H\u00f6ren wir noch einmal genau hin auf die bekannten Worte unseres Predigttextes, weil wir beim Vorlesen vielleicht schon gar nicht mehr hinh\u00f6ren. Denn: wir kennen den Text \u2013 meinen wir.<\/p>\n<blockquote><p><em>15 Und er \u2013 Jesus &#8211; sprach zu ihnen: Seht zu und h\u00fctet euch vor aller Habgier; denn niemand lebt davon, dass er viele G\u00fcter hat.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a016 Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: Es war ein reicher Mensch, dessen Feld hatte gut getragen.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a017 Und er dachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nichts, wohin ich meine Fr\u00fcchte sammle.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a018 Und sprach: Das will ich tun: ich will meine Scheunen abbrechen und gr\u00f6\u00dfere bauen, und will darin sammeln all mein Korn und meine Vorr\u00e4te<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a019 und will sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du hast einen gro\u00dfen Vorrat f\u00fcr viele Jahre; habe nun Ruhe, iss, trink und habe guten Mut!<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a020 Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wem wird dann geh\u00f6ren, was du angeh\u00e4uft hast?<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a021 So geht es dem, der sich Sch\u00e4tze sammelt und ist nicht reich bei Gott.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Kennen wir den Text wirklich? Ihn zu kennen, in dem Sinne, dass wir ihn sogar auswendig kennen, ist kein Kennen im Vollsinn des Wortes. Kennen im eigentlichen Sinn meint, den Text zu leben.<\/p>\n<p>H\u00f6ren wir noch einmal auf den Text, diesmal nicht in einer weiteren \u00dcbersetzung, sondern in einer modernen \u00dcbertragung:<\/p>\n<blockquote><p><em>Die reichen Europ\u00e4er hatten gut verdient. Die Aktienkurse waren gestiegen. Zwar gab es auch in Europa Arme, aber diese waren weniger arm als Menschen in Afrika. W\u00e4hrend die Europ\u00e4er ihren Erfolg feierten, ertranken Tausende Afrikaner, weil sie auch gut verdienen, weil sie mit feiern wollten, aber mit Gewalt von den K\u00fcsten Europas fern gehalten wurden. Und Gott sprach \u2013 so hei\u00dft es in dem Evangelium &#8211; Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wem wird dann geh\u00f6ren, was du angeh\u00e4uft hast?<\/em> <em>So geht es dem, der sich Sch\u00e4tze sammelt und ist nicht reich bei Gott.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Das h\u00f6rt sich nicht nur ungewohnt an, oder? Sie meinen vielleicht: Diese \u00dcbertragung ist zu hart, zu unbarmherzig? Gegenfrage: Was meinen Sie, warum Jesus dieses Gleichnis erz\u00e4hlte? Er wollte \u00e4ndern, helfen, den Reichen und den Armen. Sehen Sie, unsere Kirchen sind zum Gottesdienst ge\u00f6ffnet. Die T\u00fcren stehen offen. Jede und jeder kann eintreten, Platz nehmen, den Gottesdienst zusammen mit den anderen feiern. Das praktizierten bereits die ersten Christen. Da sa\u00dfen Reiche und Sklaven zusammen und brachen das Brot, feierten das Abendmahl. Das war unerh\u00f6rt in einer Gesellschaft, die auf Sklavenwirtschaft aufgebaut war. Die ersten Christen damals st\u00f6rte das nicht. Warum verst\u00f6rt so viele von uns heute der Gedanke, zumindest einen Teil unseres Wohlstands mit denen zu teilen, die soviel weniger haben als wir und die auf Unterst\u00fctzung und Hilfe angewiesen sind? Weil dann weniger Geld auf dem Konto w\u00e4re und der Wagen eine Nummer kleiner ausfallen m\u00fcsste?<\/p>\n<p>Allerdings: L\u00e4ngst nicht alle Bundesb\u00fcrger k\u00f6nnen sich diesen Gedanken so unbesehen leisten. Zwar wurde mittlerweile ein Mindestlohn eingef\u00fchrt. Aber reicht er wirklich aus zur Finanzierung eines angemessenen Lebensstandards? Dar\u00fcber wird heftig gestritten. Und dass der Mindestlohn l\u00e4ngst nicht f\u00fcr eine anst\u00e4ndige Rente im Alter ausreicht ist, wie ich finde, ein sozialpolitischer Skandal, und das nicht nur im Blick auf die Deutschen, die ihr Leben lang gearbeitet und in die Sozialversicherung eingezahlt haben. Sicher ist es richtig, dass in unseren diakonischen Einrichtungen wie in vielen Gemeinden hier nicht nur den betroffenen Menschen tatkr\u00e4ftig geholfen wird. Ebenso richtig und wichtig ist es, dass Kirche und Diakonie in der \u00d6ffentlichkeit daf\u00fcr eintreten, dass diese unbequemen Wahrheiten geh\u00f6rt und politisch gel\u00f6st werden.<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde, in der Bibel hei\u00dft es im 2. Korintherbrief: \u201e<em>Einen fr\u00f6hlichen Geber hat Gott lieb.<\/em>\u201c Das ist ebenso einfach wie klar und eindeutig formuliert. Warum sollten wir damit nicht gemeint sein? Denn in diesem Satz spricht sich eine Erfahrung aus, die wir auch heute noch machen k\u00f6nnen: Wer geben kann, kann sich ebenso gesegnet f\u00fchlen wie die, die empfangen. Hier kann so etwas wie ein Kreislauf des Segens entstehen: Wenn sich die Gebenden ihrer Privilegien bewusst sind m\u00fcssen die Nehmenden keine Scham empfinden. Und damit bleibt die W\u00fcrde aller bewahrt, weil sich Gebende und nehmende auf Augenh\u00f6he begegnen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Versuchen wir, diese Einsichten zu \u00fcbertragen auf den Umgang mit Schutzsuchenden und Gefl\u00fcchteten. Warum exportieren wir Lebensmittel wie H\u00fchnerteile in afrikanische L\u00e4nder und sch\u00e4digen damit die Bauern vor Ort, die ihr selbst produziertes Fleisch aufgrund der in Europa hochsubventionierten Exporte nicht mehr loswerden? Dies ist nur ein Beispiel daf\u00fcr, dass unsere Subventionen und Exporte eben nicht nur dazu beitragen, dass afrikanischen Betriebe in vielen Bereichen nicht konkurrenzf\u00e4hig sind und in den Konkurs gehen. Nein, unsere europ\u00e4ische und die westliche Handelspolitik bildet sicher die Hauptursache f\u00fcr diese Entwicklung. \u201eEurope first\u201c k\u00f6nnte man dann im Blick auf diesen europ\u00e4ischen Populismus sagen. Oder sollte man dazu lieber schuldbewusst schweigen? Schon seit langem fordert jedenfalls die Diakonie hier ein neues Denken und tritt daf\u00fcr ein, nicht nur den fairen Handel f\u00f6rdern, sondern auch f\u00fcr eine gerechtere Wirtschaftspolitik im globalen Ma\u00dfstab.<\/p>\n<div id=\"attachment_8086\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/christusnews.de\/site\/wp-content\/uploads\/IMG_20170917_115210.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-8086\" class=\"wp-image-8086 size-medium\" src=\"http:\/\/christusnews.de\/site\/wp-content\/uploads\/IMG_20170917_115210-300x225.jpg\" alt=\"Pastor Olaf Grobleben predigte zum Sonntag der Diakonie in der Christus- und Garnisonkirche\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-content\/uploads\/IMG_20170917_115210-300x225.jpg 300w, https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-content\/uploads\/IMG_20170917_115210-768x576.jpg 768w, https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-content\/uploads\/IMG_20170917_115210-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8086\" class=\"wp-caption-text\">Pastor Olaf Grobleben predigte zum Sonntag der Diakonie in der Christus- und Garnisonkirche<\/p><\/div>\n<p>Und wenn dann Fl\u00fcchtlinge nach Europa kommen wollen, mauern wir uns ein und halten wir sie von unseren Grenzen fern. Wir unterhalten als EU eine effektive Grenzpolizei. Sie ist mit technischen Hilfsmitteln gut ausger\u00fcstet, um eben effektiv sein zu k\u00f6nnen. Nun wird in den USA davon geredet, eine lange Mauer an der Grenze zu Mexiko zu bauen, um illegale Fl\u00fcchtlinge vom Betreten des Landes abzuhalten. Wir in Europa haben bereits zwei dieser Mauern, sie sch\u00fctzen die spanischen Exklaven <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ceuta\">Ceuta<\/a> und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Melilla\">Melilla<\/a> auf afrikanischem Gebiet. Zwar sind diese Mauern im Vergleich zum amerikanischen Plan nicht lang, aber sie erf\u00fcllen ihren Zweck. Unsere europ\u00e4ischen Grenzregime sind erfolgreich darin Menschen von Europa fernzuhalten, koste es auch deren Blut und deren Leben. Schlie\u00dflich n\u00fctzt, allen politischen Sch\u00f6nwetterreden zum Trotz, diese Politik nur den Schleppern und Schleusern. Jetzt \u00fcberlegt die EU allen Ernstes, mit afrikanischen Diktatoren und zerfallenden Staaten zusammen zu arbeiten, um Fl\u00fcchtlinge daran zu hindern, europ\u00e4ischen Boden zu erreichen. L\u00e4uft das nicht allen Menschenrechten zuwider?<\/p>\n<p>Bei der Vorbereitung dieser Predigt ist mir ein Satz immer wieder durch den Kopf gegangen, eine Frage Gottes aus dem 1. Buch Mose: <em>Kain, wo ist dein Bruder Abel?<\/em><\/p>\n<p>Was meinen wir? Wir leben in Europa, wir sind gefragt. Wir dulden das Schlepperunwesen nicht nur, sondern wir f\u00f6rdern es geradezu durch unsere europ\u00e4ische Politik. Und man mag das kaum noch sagen: auch der Umgang der EU mit den Fl\u00fcchtlingen, die versuchen, etwa von Libyen aus \u00fcber das Mittelmeer zu gelangen ist ja gepr\u00e4gt von den fast schon verzweifelt zu nennenden Versuchen, durch die Setzung von Rahmenbedingungen die Hilfe f\u00fcr Ertrinkende so schwer wie m\u00f6glich zu machen. Kann diese Politik wirklich noch human genannt werden? Spricht sich in diesem Vorgehen nicht geradezu Menschenverachtung aus?<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde, wenn solche \u00dcberlegungen laut ge\u00e4u\u00dfert werden h\u00f6ren nicht nur viele Populisten weg oder emp\u00f6ren sich \u00fcber angebliches \u201eGutmenschentum\u201c. Sicher kann noch so gut gemeintes Moralisieren eine verantwortliche Fl\u00fcchtlingspolitik nicht ersetzen. Wer das meint liegt v\u00f6llig falsch, und davon bin ich auch pers\u00f6nlich \u00fcberzeugt. Aber es muss m\u00f6glich sein, diese Zusammenh\u00e4nge im Sinn einer Grundhaltung anzusprechen, die dann in politisches Handeln \u00fcbersetzt werden bzw. einflie\u00dfen muss. Das schlie\u00dft nat\u00fcrlich das Ringen um gemeinsame Standpunkte und die Diskussion mit Andersdenkenden nicht aus, sondern ein! Und das verlangt nat\u00fcrlich auch ausdr\u00fccklich die F\u00e4higkeit und die Bereitschaft zu Kompromissen von allen, die sich hier engagieren.<\/p>\n<p>Mir ist das nat\u00fcrlich auch wichtig mit Blick auf die politische Lage heute. Pegida-Demonstrierende und zumindest Teile der AfD behaupten immer wieder, sie st\u00fcnden f\u00fcr das sogenannte christliche Abendland ein. Wenn es das aber \u00fcberhaupt in Reinform gibt, dann m\u00fcssten seine Grundlagen N\u00e4chstenliebe und Barmherzigkeit sein, denn diese Tugenden sind Kennzeichen des christlichen Glaubens. Und sie bedeuten Eintreten f\u00fcr die Schwachen, Offenheit f\u00fcr Fremde, Barmherzigkeit mit Menschen in Not. Was jene Gruppierungen aber predigen, ist das Gegenteil: Abgrenzung, Fremdenhass, Rassismus. Die Tugenden der N\u00e4chstenliebe und der Barmherzigkeit scheinen mir hochpolitisch und hochaktuell in unserer Zeit!<\/p>\n<p>Hier komme ich noch einmal auf den Predigttext zu sprechen, wie ihn uns der Evangelist Lukas \u00fcberliefert.<\/p>\n<p>Der reiche Kornbauer, der da geschildert wird, arbeitet und ackert, dabei handelt er vorausschauend. Ein Landwirt also, wie er damals im Buche stand und heute im Buche steht, gewinnorientiert und in dem Sinn sicher auch verantwortungsbewusst. Er schafft Eigentum und vermehrt sein Verm\u00f6gen. Aber er verliert am Ende seine Seele. Bei allem Wirtschaften und Schaffen m\u00fcssen wir im Blick behalten, dass wir unsere Seele nicht verlieren, und damit nicht den Blick auf die Gemeinschaft, auf die Verantwortung vor Gott und den anderen Menschen, ja auch vor uns selbst in unserem Handeln. Wenn wir uns in den Segenskreislauf von Geben und Nehmen hineinbegeben, k\u00f6nnen wir sehen, dass alle Menschen eine Gabe haben, sich daran zu beteiligen. Niemand muss auf der Strecke oder am Rande bleiben, seien es wir selbst, seien es Gefl\u00fcchtete oder Schutzsuchende oder die, die ihr Leben hier aus eigenen Kraft nicht mit W\u00fcrde allein f\u00fchren k\u00f6nnen. Davon bin ich \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p>Wir alle k\u00f6nnen uns in diesen Segenskreislauf einbringen. Es m\u00fcssen ja nicht immer die gro\u00dfen Weltverbesserungen sein, die wir erreichen k\u00f6nnen oder sollten. Auch kleine Schritte sind hilfreich und m\u00f6glich. Lassen Sie uns dar\u00fcber reden, welche Schritte das hier sein k\u00f6nnten, vor Ort und in der Gemeinde. Auch in diesen kleinen Schritten kann etwas aufscheinen von der zuk\u00fcnftigen Welt Gottes, wenn, ja wenn wir sie denn gehen. Gott traut uns das jedenfalls zu und gibt uns daf\u00fcr die Richtung vor. Amen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf Anregung des Projekts Fl\u00fcchtlingsarbeit im Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven, feierten wir in der Christus- und Garnisongemeinde am 17. September 2017 einen Gottesdienst zum Sonntag der Diakonie. Pastor Olaf Grobleben, Beauftragter f\u00fcr Ethik und Weltanschauungsfragen der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, predigte. Diakonie-Pfarrer Michael Winkel und Pastor Bernhard Busemann gestalteten die Liturgie. Miguel-Pascal Schaar berichtete vom Einsatz der Freiwilligen in der Fl\u00fcchtlingsarbeit.\u00a0Wir dokumentieren her die Predigt: Liebe Gemeinde,\u00a0der Predigttext aus dem Lukasevangelium, den sie eben geh\u00f6rt haben, kommt Ihnen vielleicht bekannt vor. Er geh\u00f6rt zu den Predigttexten, die seit Jahrzehnten f\u00fcr den Erntedanktag vorgesehen sind, in diesem Jahr \u00fcbrigens am 4. 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