{"id":8152,"date":"2017-09-25T08:09:00","date_gmt":"2017-09-25T06:09:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/thesenanschlag-in-jever\/"},"modified":"2017-09-25T08:09:00","modified_gmt":"2017-09-25T06:09:00","slug":"thesenanschlag-in-jever","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/thesenanschlag-in-jever\/","title":{"rendered":"\u201eThesenanschlag\u201c in Jever"},"content":{"rendered":"<p>Die gro\u00dfen Holzt\u00fcren mitten auf dem Kirchplatz in Jever sind schon ein Hingucker. Viele Passanten wundern sich, werden neugierig, fragen nach. Denn diese Holzt\u00fcren sind keine gew\u00f6hnlichen T\u00fcren, vielmehr werden es von Tag zu Tag mehr Holzt\u00e4felchen, die hier einen Platz finden. Zu lesen ist darauf in knappen Worten, was sich Kinder w\u00fcnschen oder wovor sie Angst haben. Diese T\u00e4felchen wurden mit Hammer und Nagel an die T\u00fcr geschlagen, ganz so, wie es Martin Luther mit den 95 Thesen vor rund 500 Jahren in Wittenberg gemacht haben soll. <\/p>\n<p>Dieser \u201eThesenanschlag\u201c geh\u00f6rte zum Sch\u00fclerprojekt, das jetzt \u00fcber drei Tage in Jever \/ Landkreis Friesland stattfand. An verschiedenen Stationen haben sich Sch\u00fcler unterschiedlicher Jahrg\u00e4nge mit Fragen rund um Martin Luther und die Reformation besch\u00e4ftigt. Rund 700 Sch\u00fcler aller Altersstufen und Schulformen waren dabei, Sch\u00fcler der Oberstufen waren auch bei Exkursionen, unter anderem im Marinemuseum im benachbarten Wilhelmshaven unterwegs. <\/p>\n<p>Die Vorbereitungen zu diesen Projekttagen liefen bei Diakon Fredo Eilts und Kay-Britta Stahl, Schulseelsorgerin und Fachbereichsleiterin f\u00fcr evangelische Religion des \u00f6rtlichen Mariengymnasiums zusammen. Stahl wurde f\u00fcr die Projekttage von der Schule freigestellt. Im Vorfeld wurde rund eineinhalb Jahre geplant, zahlreiche Mitstreiter wurden ins Boot geholt, neben den hauptamtlichen Kr\u00e4ften der Kirchengemeinde unter anderem auch freiberufliche K\u00fcnstler und P\u00e4dagogen, die auf Honorarbasis t\u00e4tig waren. Dar\u00fcber hinaus halfen etliche ehrenamtliche Kr\u00e4fte mit, Jugendliche, die an den Projekttagen ebenfalls von der Schule freigestellt wurden, und auch Erwachsene. Das Projekt war wohl eines der gr\u00f6\u00dften im Rahmen des Reformationsjubil\u00e4ums in Norddeutschland. <\/p>\n<p>\u201eEs geht nicht um Beweihr\u00e4ucherung des Luthertums, es geht uns vor allem darum, dass sich die Sch\u00fcler kritisch mit dem Erbe der Reformation und der Bedeutung f\u00fcr das heutige Leben auseinandersetzen\u201c, betonte Diakon Eilts. Dabei sei aufgefallen, dass die Sch\u00fcler gutes Vorwissen aus dem Unterricht mitgebracht h\u00e4tten. Eine gro\u00dfe Rolle spiele in der heutigen Gesellschaft der Faktor Angst, deshalb werde auch das bei dem Projekt aufgenommen. <\/p>\n<p>Sehr gut kamen bei den Sch\u00fclern die handwerklichen Arbeiten an. Hier wurden eigene Ideen mit Mitteln ungesetzt, wie sie fr\u00fcher, zu Luthers Zeiten \u00fcblich waren. Eilts und Stahl hoffen, mit dem Projekt eine Anregung gegeben zu haben, sich noch weiter mit der Thematik zu besch\u00e4ftigen. Wer sich die M\u00fche macht, die Tafeln auf den T\u00fcren zu lesen oder die Bilder zu interpretieren, der zweifelt daran nicht. Kinder w\u00fcnschen sich zum Beispiel weniger als acht Stunden Unterricht, damit noch Zeit f\u00fcr die Familie bleibt. Sie w\u00fcnschen sich mehr Zeit mit dem Vater, der woanders lebt und wenig Zeit f\u00fcr sein Kind hat. Sie w\u00fcnschen sich, dass die Familie das Rauchen aufgibt, weil es sie traurig macht, dass sie ihre Gesundheit sch\u00e4digen und jeden Morgen husten m\u00fcssen. Sie w\u00fcnschen sich aber auch ein Ende f\u00fcr den Plastikm\u00fcll, \u201esonst geht die Welt kaputt\u201c, mehr Umweltschutz, Gerechtigkeit, Toleranz und \u201eFrieden f\u00fcr alle\u201c. <br \/>&nbsp; <br \/><span style=\"font-style: italic\">Annette Kellin<\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die gro\u00dfen Holzt\u00fcren mitten auf dem Kirchplatz in Jever sind schon ein Hingucker. Viele Passanten wundern sich, werden neugierig, fragen nach. Denn diese Holzt\u00fcren sind keine gew\u00f6hnlichen T\u00fcren, vielmehr werden es von Tag zu Tag mehr Holzt\u00e4felchen, die hier einen Platz finden. Zu lesen ist darauf in knappen Worten, was sich Kinder w\u00fcnschen oder wovor sie Angst haben. Diese T\u00e4felchen wurden mit Hammer und Nagel an die T\u00fcr geschlagen, ganz so, wie es Martin Luther mit den 95 Thesen vor rund 500 Jahren in Wittenberg gemacht haben soll. 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