{"id":8196,"date":"2017-10-10T08:57:00","date_gmt":"2017-10-10T06:57:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/sozialexperte-feiertag-kann-bildung-ueber-reformation-staerken\/"},"modified":"2017-10-10T08:57:00","modified_gmt":"2017-10-10T06:57:00","slug":"sozialexperte-feiertag-kann-bildung-ueber-reformation-staerken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/sozialexperte-feiertag-kann-bildung-ueber-reformation-staerken\/","title":{"rendered":"Sozialexperte: Feiertag kann Bildung \u00fcber Reformation st\u00e4rken"},"content":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Der hannoversche Sozialexperte Gerhard Wegner pl\u00e4diert daf\u00fcr, den 31. Oktober dauerhaft als gesetzlichen Feiertag zu etablieren. Das k\u00f6nne zu einer \u00abbreiten Bildung in Sachen Reformation\u00bb beitragen, sagte der evangelische Theologe am Dienstag im Gespr\u00e4ch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). Zwar w\u00fcrden sicher nicht alle Deutschen den freien Tag nutzen, um die Reformation durch Martin Luther (1483-1546) zu feiern. \u00abAber der symbolische Wert w\u00e4re wichtig.\u00bb<\/p>\n<p>Der Theologieprofessor Wegner leitet das Sozialwissenschaftliche Institut der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Er unterst\u00fctzte damit einen Vorschlag des nieders\u00e4chsischen Ministerpr\u00e4sidenten Stephan Weil (SPD). Der 31. Oktober wurde in diesem Jahr anl\u00e4sslich des 500. Reformationsjubil\u00e4ums einmalig zum gesetzlichen Feiertag erkl\u00e4rt. Er erinnert an die Ver\u00f6ffentlichung der 95 Thesen gegen Missst\u00e4nde in der Kirche durch Martin Luther am 31. Oktober 1517.<\/p>\n<p>Das zu Ende gehende Festjahr zum 500. Reformationsjubil\u00e4um hat dagegen nach Wegners Einsch\u00e4tzung wenig dazu beigetragen, den Reformationstag popul\u00e4rer zu machen. Viele Aktionen im Lutherjahr seien auf einer sehr bildungsbezogenen Schiene gelaufen, kritisierte er. \u00abDie Protestanten haben eine gewisse Distanz zur Volkskultur oder zum Derben.\u00bb<\/p>\n<p>Zwar habe es auf der Ebene der Kirchengemeinden volksnahe Angebote wie Konzerte mit Luther-Liedern oder Luther-Musicals gegeben. Den zentralen Veranstaltungen wie etwa der Weltausstellung zur Reformation in Wittenberg aber sei es nicht gelungen, Menschen ohne Vorkenntnisse \u00fcber Martin Luther anzulocken. Genaue Zahlen gebe es jedoch nicht.<\/p>\n<p>Sein Institut habe der EKD vorgeschlagen, Menschen vor und nach dem Lutherjahr zu den Angeboten des Jubil\u00e4ums zu befragen, sagte Wegner. Der Vorschlag sei aber abgelehnt worden. \u00abSo genau will man es wohl nicht wissen.\u00bb<\/p>\n<p>Generell sei die Sinnlichkeit des Reformationsfestes geringer als die des ebenfalls am 31. Oktober gefeierten Verkleidungsfestes Halloween, erl\u00e4uterte Wegner. Dieses \u00fcbe gerade auf Jugendliche eine Faszination aus. \u00abIch w\u00fcrde dringend raten, da gelassen dran zu gehen\u00bb, sagte der Experte.<\/p>\n<p>Statt Halloween als Konkurrenz zum Reformationstag zu betrachten, schlug der Theologe vor, das Herbstfest zu integrieren. So k\u00f6nne er sich vorstellen, Halloween mit einem Gottesdienst in der Kirchen zu inszenieren. \u00abDas beste w\u00e4re nat\u00fcrlich, wenn an Halloween verkleidete Lutherfiguren umtrieben.\u00bb<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Der hannoversche Sozialexperte Gerhard Wegner pl\u00e4diert daf\u00fcr, den 31. Oktober dauerhaft als gesetzlichen Feiertag zu etablieren. Das k\u00f6nne zu einer \u00abbreiten Bildung in Sachen Reformation\u00bb beitragen, sagte der evangelische Theologe am Dienstag im Gespr\u00e4ch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). 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