{"id":8232,"date":"2017-10-20T22:09:00","date_gmt":"2017-10-20T20:09:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/neuer-bildband-zur-kunst-ludwig-muenstermann\/"},"modified":"2017-10-20T22:09:00","modified_gmt":"2017-10-20T20:09:00","slug":"neuer-bildband-zur-kunst-ludwig-muenstermann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/neuer-bildband-zur-kunst-ludwig-muenstermann\/","title":{"rendered":"Neuer Bildband zur Kunst Ludwig M\u00fcnstermann"},"content":{"rendered":"<p>P\u00fcnktlich zum Reformationstag, am 31. Oktober, erscheint ein neues Buch zu dem bedeutenden norddeutschen Bildhauer Ludwig M\u00fcnstermann. Mit dem Bildband \u201eM\u00fcnstermann-Bilder\u201c will der fr\u00fchere Oldenburger Oberkirchenrat Prof. Dr. Rolf Sch\u00e4fer Ludwig M\u00fcnstermann den Menschen n\u00e4her bringen und regelrecht Appetit machen. <\/p>\n<p>Bei der Buchvorstellung am Freitag, 20. Oktober, in der St. Dionysius-Kirche in Holle betonte Sch\u00e4fer, dass die Bedeutung M\u00fcnstermanns erst vor knapp 100 Jahren wieder zutage getreten sei. Der damals f\u00fchrende Kunsthistoriker Albert Erich Brinckmann habe 1919 den Bildhauer Ludwig M\u00fcnstermann mit Michelangelo und Rembrandt verglichen und ihm somit zum Durchbruch verholfen. Auf die enorme kunsthistorische Bedeutung M\u00fcnstermanns immer wieder hinzuweisen, hat sich Rolf Sch\u00e4fer nun schon seit Jahrzehnten zur Aufgabe gemacht. Ihn beeindrucke am Werk des Bildhauers M\u00fcnstermann insbesondere die ganz starke Ausdruckskraft, so Sch\u00e4fer. M\u00fcnstermann habe seine Schnitzfiguren etwas sagen lassen wollen.<\/p>\n<p>Bereits vor einem Jahr, zur Er\u00f6ffnung des Reformationsjubil\u00e4umsjahres, pr\u00e4sentierte die Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg im Oktober 2016 ein gro\u00dfes zweib\u00e4ndiges Werk \u00fcber den bedeutenden norddeutschen Bildhauer Ludwig M\u00fcnstermann. Diese gro\u00dfe Monografie mit dem Titeln \u201eLudwig M\u00fcnstermann. Bildhauerkunst des Manierismus im Dienste lutherischer Glaubenslehre\u201c, zu deren Autoren Rolf Sch\u00e4fer geh\u00f6rt, arbeitete klar heraus, dass M\u00fcnstermanns Alt\u00e4re, Kanzeln und Taufsteine von der reformatorischen Theologie gepr\u00e4gt sind und noch heute einzigartige Kunstwerke in den Kirchen im Oldenburger Land darstellen.<\/p>\n<p>Rolf Sch\u00e4fer hat es sich in diesem Jahr auf Anregung des Oldenburger Verlegers Florian Isensee zur Aufgabe gemacht, aus dem gro\u00dfen Werk eine kleinere Publikation zu machen, die einen kurzen \u00dcberblick \u00fcber den K\u00fcnstler M\u00fcnstermann gibt. Auf 25 Doppelseiten wird jeweils ein Kunstwerk M\u00fcnstermanns vorgestellt und von Sch\u00e4fer erl\u00e4utert. Diese 25 ausgew\u00e4hlten Schnitzwerke stehen repr\u00e4sentativ f\u00fcr die ganze Region und f\u00fcr das Gesamtwerk M\u00fcnstermanns und geben Hinweise zur Entschl\u00fcsselung der m\u00fcnstermannschen Bilder. Der vor einem Jahr ver\u00f6ffentlichte zweib\u00e4ndige wissenschaftliche Katalog mit allen bekannten M\u00fcnstermann-Werken sei mit seinen rund 1.000 Seiten und drei Kilogramm Gewicht nicht geeignet, damit eine Kirche zu entdecken, so Sch\u00e4fer. Mit dem neuen Buch k\u00f6nnten sich Interessierte in die Kirchenbank setzen und den Aussagen eines Altars \u201eauf die Spur kommen\u201c.<\/p>\n<p>Rund 100 Jahre nach Martin Luther (1483-1546) habe M\u00fcnstermann mit seinen Alt\u00e4ren und Statuen in den Kirchen ein evangelisches und religionsp\u00e4dagogisches Bildprogramm geschaffen, so Sch\u00e4fer am Freitag vor der gro\u00dfen M\u00fcnstermannkanzel in Holle, die ebenfalls in dem Buch erscheint. <\/p>\n<p>Pfarrer Nico Szameitat, Beauftragter der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg f\u00fcr das Reformationsjubil\u00e4um 2017, betonte am Freitag, dass es vor 500 Jahren Martin Luther auf einzigartige Weise gelungen sei, die biblische Botschaft unter das Volk zu bringen. In gleicher Weise habe es 100 Jahre sp\u00e4ter der Bildhauer M\u00fcnstermann vermocht, mit seinen Schnitzwerken den Menschen einen Zugang zur Bibel zu er\u00f6ffnen und den Menschen die Luthers Theologie zu erschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Konfirmanden verglichen M\u00fcnstermanns Darstellungen oft mit Comic-Zeichnungen, so der Reformationsbeauftragte. Die Alt\u00e4re, Kanzeln und Taufen \u00e4hnelten \u201eWimmelbildern\u201c. Die Figuren seien wie in einer Momentaufnahme an den erz\u00e4hlten biblischen Geschichten aktiv beteiligt. Dies sei wichtig vor dem Hintergrund, dass zu M\u00fcnstermanns Zeiten noch viele Menschen Analphabeten gewesen seien. <\/p>\n<p>Die Fotos in dem neuen Bildband stammen von Tobias Trapp, der seit 25 Jahren als selbst\u00e4ndiger  Fotograf f\u00fcr Wirtschaft, Dokumentation und Verlagswesen in Oldenburg  arbeitet.<\/p>\n<p>Das Buch \u201eM\u00fcnstermann \u2013 Bilder. Ausgew\u00e4hlt und kommentiert von Rolf Sch\u00e4fer\u201c, Verlag Isensee 2017, erscheint zum Reformationstag (31.10.2017) und ist in allen Buchhandlungen unter der ISBN-Nummer 978-3-7308-1398-0 f\u00fcr 12,90 EUR erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<p>Dietmar J. Ponert, Rolf Sch\u00e4fer: Ludwig M\u00fcnstermann, Bildhauerkunst des Manierismus im Dienste lutherischer Glaubenslehre, Verlag Schnell und Steiner 2016, Zwei B\u00e4nde mit zusammen rund 1.000 Seiten, 99 Euro, ISBN: 978-3-7954-3166-2<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Bildhauerkunst des Manierismus<br \/><\/span>Der Bildhauer Ludwig M\u00fcnstermann gilt als eigenwilligste K\u00fcnstlerpers\u00f6nlichkeit unter den Bildhauern des sogenannten nord- und mitteldeutschen Manierismus. Er wurde um 1560 oder 1575 in Hamburg oder Bremen geboren und starb um 1638. Er war von 1599 bis 1638 mit seiner Werkstatt in Hamburg t\u00e4tig und arbeitete in Stein, Holz und Alabaster, vielleicht auch in Elfenbein und Bernstein. Aus seiner Werkstatt stammen viele religi\u00f6se Kunstwerke in Norddeutschland. Dazu geh\u00f6ren die Alt\u00e4re in Rodenkirchen, Hohenkirchen und Varel. Er gilt als bedeutendster Vertreter des nord- und mitteldeutschen Manierismus. Dieser Kunststil zeichne sich durch \u00fcbersteigerte, bis zum Grotesken bewegte Fig\u00fcrlichkeit und dramatische Ausdruckskraft aus, erl\u00e4uterte Sch\u00e4fer. M\u00fcnstermanns pers\u00f6nlicher Stil erweist sich als ungew\u00f6hnlich und einzigartig.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Der Autor:<br \/><\/span>Prof. Dr. OKR i.R. Rolf Sch\u00e4fer, geb. 1931 in Stuttgart, hat Theologie in T\u00fcbingen, G\u00f6ttingen und Z\u00fcrich studiert und wurde 1961 in Z\u00fcrich promoviert und 1967 in T\u00fcbingen habilitiert. Er war Pfarrer in W\u00fcrttemberg und Oberkirchenrat der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg. Von ihm stammen Ver\u00f6ffentlichungen zur Systematischen Theologie und zur Kirchengeschichte. <\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>P\u00fcnktlich zum Reformationstag, am 31. Oktober, erscheint ein neues Buch zu dem bedeutenden norddeutschen Bildhauer Ludwig M\u00fcnstermann. 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