{"id":8452,"date":"2017-11-24T08:25:00","date_gmt":"2017-11-24T07:25:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/studie-urnenbegraebnisse-in-kirchen-sind-noch-neuer-trend\/"},"modified":"2017-11-24T08:25:00","modified_gmt":"2017-11-24T07:25:00","slug":"studie-urnenbegraebnisse-in-kirchen-sind-noch-neuer-trend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/studie-urnenbegraebnisse-in-kirchen-sind-noch-neuer-trend\/","title":{"rendered":"Studie: Urnenbegr\u00e4bnisse in Kirchen sind noch neuer Trend"},"content":{"rendered":"<p>Noch sind es vergleichsweise wenige Menschen, die sich f\u00fcr ein Grab in einem Kolumbarium entscheiden. Oft haben sie einer Studie zufolge eine Beziehung zu der Kirche, in der die Begr\u00e4bnisst\u00e4tte entstanden ist.<\/p>\n<p>Hannover (epd). Urnenbegr\u00e4bnisst\u00e4tten innerhalb von Kirchen sind nach einer Studie der Universit\u00e4t Rostock immer noch ein neuer Trend. Die Zahl der Menschen, die sich f\u00fcr eine letzte Ruhest\u00e4tte in den sogenannten Kolumbarien entschieden, liege bisher noch in einem geringen Bereich, sagte der Rostocker Theologieprofessor Thomas Klie am Freitag in Hannover. \u00abIn der Regel sind es gebildete Menschen, die sich lange mit ihrem Tod besch\u00e4ftigt und bewusst f\u00fcr eine solche Grabst\u00e4tte entschieden haben.\u00bb Ausschlaggebend sei f\u00fcr viele ein biografischer Bezug zu der jeweiligen Kirche, aber auch das Gef\u00fchl, in einem ordentlichen, gesch\u00fctzten und durch Veranstaltungen noch belebten Raum bestattet zu werden.<\/p>\n<p>In Deutschland gibt es nach Angaben der Wissenschaftler rund der 40 Begr\u00e4bnisst\u00e4tten, in denen die Urnen etwa in W\u00e4nden oder Stelen ihren Platz finden. Oftmals werden dabei nicht mehr ben\u00f6tigte Kirchen neu genutzt. Die Rostocker Wissenschaftler haben f\u00fcr die von der hannoverschen Hanns-Lilje-Stiftung gef\u00f6rderte Studie in vier nieders\u00e4chsischen Kolumbarien unter anderem Angeh\u00f6rige der Verstorbenen befragt oder Menschen, die sich bereits zu Lebzeiten f\u00fcr die Bestattung ihrer Urne in einer Kirche entschieden haben.<\/p>\n<p>In 23 Interviews erfragten sie Klie zufolge vor allem die Gr\u00fcnde, aus denen sich Menschen f\u00fcr eine solche Bestattung entscheiden. Dabei gehe es nicht allein darum, Angeh\u00f6rigen eine Grabpflege zu ersparen. Vielmehr seien ein Heimatgef\u00fchl und Ereignisse in der Familiengeschichte wie eine Taufe oder Hochzeit in der jeweiligen Kirche gro\u00dfe Motive. Zudem sei es vielen wichtig, dass in den Kirchen weiter Leben herrsche. So b\u00f6ten einzelne Kolumbarien etwa musikalische Veranstaltungen oder auch Trauercaf\u00e9s f\u00fcr Angeh\u00f6rige an. Auch Vorstellungen von einem Leben nach dem Tod verb\u00e4nden sich mit dem Wunsch nach einem Grab im Kolumbarium.<\/p>\n<p>Laut dem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Hanns-Lilje-Stiftung, Christoph Dahling-Sander, \u00fcberlegten zunehmend Gemeinden, nicht mehr genutzte Kirchen zu Kolumbarien umzuwandeln. Theologieprofessor Klie mahnte jedoch, f\u00fcr eine erfolgreiche Arbeit m\u00fcssten Kolumbarien Netzwerke kn\u00fcpfen etwa zur Hospizarbeit, Schulen oder kulturellen Einrichtungen. \u00abEine Kirche mal schnell umwidmen, geht nicht. Es bedarf eines langen Planungszeitraumes.\u00bb<\/p>\n<p>Die bundesweit erste Begr\u00e4bniskirche entstand 2004 in einer katholischen Kirche in Krefeld. In Niedersachsen wurde 2010 in der katholischen Herz Jesu Kirche in Hannover-Misburg die erste Urnenkirche eingeweiht. Die \u00fcbrigen drei untersuchten Kolumbarien in Hannover, Hoheneggelsen bei Hildesheim und Wolfsburg-Ehmen sind den Angaben zufolge in Tr\u00e4gerschaft der evangelischen Kirche. Von den insgesamt 2.430 Begr\u00e4bnispl\u00e4tzen in den vier Kirchen sind derzeit 570 belegt und rund weitere 700 reserviert.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch sind es vergleichsweise wenige Menschen, die sich f\u00fcr ein Grab in einem Kolumbarium entscheiden. Oft haben sie einer Studie zufolge eine Beziehung zu der Kirche, in der die Begr\u00e4bnisst\u00e4tte entstanden ist. Hannover (epd). Urnenbegr\u00e4bnisst\u00e4tten innerhalb von Kirchen sind nach einer Studie der Universit\u00e4t Rostock immer noch ein neuer Trend. 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