{"id":8477,"date":"2017-12-01T13:26:00","date_gmt":"2017-12-01T12:26:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/oldenburger-oekumenisches-gespraech\/"},"modified":"2017-12-01T13:26:00","modified_gmt":"2017-12-01T12:26:00","slug":"oldenburger-oekumenisches-gespraech","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/oldenburger-oekumenisches-gespraech\/","title":{"rendered":"Oldenburger \u00d6kumenisches Gespr\u00e4ch"},"content":{"rendered":"<p>Mitglieder der Kirchenleitungen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg und des Bistums M\u00fcnster sind am Donnerstag, 30. November, zum traditionellen Oldenburger \u00d6kumenischen Gespr\u00e4ch zusammengekommen. Im Mittelpunkt stand ein Vortrag \u00fcber den demografischen Wandel und die Folgen f\u00fcr die Kirche von Dr. Andreas Mayert vom Sozialwissenschaftlichen Institut der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).<\/p>\n<p>Ausgehend von dem Impulsreferat von Dr. Mayert und in dem guten und vertrauten Miteinander tauschten sich die Kirchenleitungen aus Oldenburg und Vechta \u00fcber Ideen aus, die evangelische und die katholische Kirche im Oldenburger Land auch weiterhin attraktiv zu gestalten. Neben dem Erfahrungsaustausch wurde dabei manche Gemeinsamkeit stark gemacht und intensiv diskutiert: Die Bereiche Bewahrung der Sch\u00f6pfung, Interreligi\u00f6ser Dialog, Friedensethik und fr\u00fchreligi\u00f6se Erziehung sind Themen, die in der \u00f6kumenischen Verbundenheit auch weiterhin vertieft werden sollen.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Demografischer Wandel und die Folgen f\u00fcr die Kirche<br \/><\/span>In seinem Vortrag \u00fcber den demografischen Wandel und die Folgen f\u00fcr die Kirche prognostizierte Dr. Andreas Mayert vom Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD, dass die Mitgliederzahl der evangelischen Kirche \u2013 anders als die Bev\u00f6lkerung Deutschlands bzw. Niedersachsens \u2013 kaum durch hohe Zuwanderung aus dem Ausland zunehmen werde. Im Gegenteil sinke die Mitgliederzahl dadurch, dass die Zahl der Austritte die Aufnahmen \u00fcbersteige. Auch der Altersaufbau der evangelischen Kirchenmitglieder werde sich durch die hohe Zuwanderung nicht g\u00fcnstiger entwickeln. Vielmehr werde der Altersaufbau k\u00fcnftig ung\u00fcnstiger bleiben, weil Kirchenaustritte zumeist in mittleren Jahren bei erstmaliger Berufst\u00e4tigkeit oder beim Aufstieg in h\u00f6here Gehaltsklassen erfolgten. <\/p>\n<p>Der im Vergleich zur Gesamtbev\u00f6lkerung hohe Anteil der \u00fcber 65-J\u00e4hrigen bedeute zugleich, dass in der evangelischen Kirche das Verh\u00e4ltnis der Sterbef\u00e4lle zur Mitgliederzahl in den n\u00e4chsten Jahrzehnten h\u00f6her sein werde als das Verh\u00e4ltnis der Sterbef\u00e4lle insgesamt zur Gesamtbev\u00f6lkerung. Der im Verh\u00e4ltnis zur Gesamtbev\u00f6lkerung geringere Anteil von Frauen und M\u00e4nnern im mittleren Lebensalter unter den evangelischen Kirchenmitgliedern bedeute zugleich, dass das Verh\u00e4ltnis der evangelischen Geburten zur Mitgliederzahl in den n\u00e4chsten Jahrzehnten geringer sein werde als das Verh\u00e4ltnis der Geburten insgesamt zur Gesamtbev\u00f6lkerung. Selbst bei gleicher Taufbereitschaft sinke daher die Zahl der Kindertaufen.<\/p>\n<p>Bei der katholischen Kirche sehe es sehr \u00e4hnlich aus, sagte Mayert. Auch die Altersstruktur der katholischen Kirchenmitglieder sei etwas ung\u00fcnstiger als die der nicht-katholischen Bev\u00f6lkerung, aber nicht so deutlich wie bei evangelischen Kirchenmitgliedern. Die katholische Kirche profitiere auch st\u00e4rker von der Zuwanderung aus dem Ausland. Zudem sei die demografische L\u00fccke der katholischen Kirche kleiner. Dies sei ausschlie\u00dflich auf die h\u00f6here Zahl evangelischer Verstorbener zur\u00fcckzuf\u00fchren, denn die Zahl der Taufen sei ungef\u00e4hr gleich.<\/p>\n<p>Ein schwacher Trost sei, dass sich in der oldenburgischen Kirche der langfristige Trend des Mitgliederverlustes bis 2040 mit 0,9 Prozent langsamer vollziehe, als im bundesweiten Vergleich. Dort rechne die EKD mit einem j\u00e4hrlichen Mitgliederverlust von 1,21 Prozent. Auch bliebe das Verh\u00e4ltnis zwischen Gottesdienstbesuch und Kirchenmitglieder bis 2040 auf dem aktuellen Niveau, bilanzierte Mayert.<\/p>\n<p>Am diesj\u00e4hrigen Oldenburger \u00d6kumenischen Gespr\u00e4ch nahmen teil auf evangelisch-lutherischer Seite: Pfarrer Jan Janssen, Vertreter im Bischofsamt, Synodenpr\u00e4sidentin Sabine Bl\u00fctchen, Oberkirchenr\u00e4tin Dr. Susanne Teichmanis, der Synodale Manfred Pfaus, Pfarrerin Brigitte Gl\u00e4ser und Pfarrer Thomas Adomeit; sowie auf katholischer Seite: der Vechtaer Offizial und Weihbischof Wilfried Theising, Pr\u00e4lat Bernd Winter, Generalvikar Dr. Norbert K\u00f6ster, Dr. Michael Kappes und Dr. Gabriele Lachner.<\/p>\n<p>Das Oldenburger \u00d6kumenische Gespr\u00e4ch wurde 1966 gegr\u00fcndet und ist der \u00e4lteste \u00f6kumenische Arbeitskreis auf Kirchenleitungsebene in der Bundesrepublik.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mitglieder der Kirchenleitungen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg und des Bistums M\u00fcnster sind am Donnerstag, 30. 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