{"id":8503,"date":"2017-12-09T08:10:00","date_gmt":"2017-12-09T07:10:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/pro-asyl-kritisiert-zusammenarbeit-mit-libyen\/"},"modified":"2017-12-09T08:10:00","modified_gmt":"2017-12-09T07:10:00","slug":"pro-asyl-kritisiert-zusammenarbeit-mit-libyen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/pro-asyl-kritisiert-zusammenarbeit-mit-libyen\/","title":{"rendered":"Pro Asyl kritisiert Zusammenarbeit mit Libyen"},"content":{"rendered":"<p>Osnabr\u00fcck (epd). Die Fl\u00fcchtlingsorganisation Pro Asyl hat die Zusammenarbeit der Bundesregierung mit Libyen in der Fl\u00fcchtlingspolitik scharf kritisiert. \u00abWir fordern einen sofortigen Stopp der Kooperation mit Libyen. Das Land ist kein Staat mehr, sondern eine Staatsruine. Dort regieren verschiedene Warlords, die keine Gespr\u00e4chspartner sein d\u00fcrfen\u00bb, sagte Pro-Asyl-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer G\u00fcnter Burkhardt der \u00abNeuen Osnabr\u00fccker Zeitung\u00bb (Freitag) nach dem Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit dem libyschen Premier Fajes al Sarradsch.<\/p>\n<p>Der Menschenrechtler kritisierte, Deutschland und andere EU-Staaten statteten die libysche K\u00fcstenwache aus, damit sie Fl\u00fcchtlingsboote stoppe und zur\u00fcckschleppe. Europa mache sich der Beihilfe bei Menschenrechtsverletzungen schuldig. Burkhardt sagte: \u00abDas Verhalten der Bundeskanzlerin erinnert an das Hofieren einer Diktatur mit dem Ziel, die Staaten au\u00dferhalb Europas aufzur\u00fcsten, damit sie in der Fl\u00fcchtlingspolitik f\u00fcr Europa die Drecksarbeit machen.\u00bb<\/p>\n<p>Burkhardt forderte, dass die EU-Staaten Zehntausende Fl\u00fcchtlinge aus libyschen Haftlagern evakuieren und nach Europa bringen. Pro Asyl ist strikt gegen die vieldiskutierten Auffanglager au\u00dferhalb Europas. \u00abEs gibt keine fairen Asylentscheidungen in Haftlagern und keinen Rechtsweg zu unabh\u00e4ngigen Gerichten.\u00bb<\/p>\n<p>Merkel hatte nach dem Treffen am Donnerstag in Berlin gesagt, sie erwarte Verbesserungen f\u00fcr die in Libyen gestrandeten Fl\u00fcchtlinge. Das Fl\u00fcchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) und die Internationale Organisation f\u00fcr Migration (IOM) m\u00fcssten Zugang zu den Lagern erhalten, die unter der Kontrolle der Einheitsregierung von al Sarradsch stehen. Sie sprach von \u00abextremen, menschenunw\u00fcrdigen Bedingungen\u00bb, unter denen viele Migranten in Libyen lebten.<\/p>\n<p>In Libyen sitzen Hunderttausende Menschen vorwiegend aus afrikanischen L\u00e4ndern fest. Zuletzt hatten Berichte \u00fcber den Verkauf von Fl\u00fcchtlingen in die Sklaverei weltweit Emp\u00f6rung ausgel\u00f6st. Helfer und Fl\u00fcchtlinge berichteten auch von unmenschlichen Zust\u00e4nden in den Lagern, es gebe Folter, Vergewaltigungen und Morde. Auf dem EU-Afrika-Gipfel in der vergangenen Woche in Abidjan war vereinbart worden, dass Helfer Zugang zu den Lagern in Libyen erhalten sollen. Zudem sollen Fl\u00fcchtlinge bei der R\u00fcckf\u00fchrung und besonders schutzbed\u00fcrftige Menschen auf dem Weg in Aufnahmel\u00e4nder unterst\u00fctzt werden. Die Afrikanische Union will 15.000 Migranten aus Libyen in ihre Heimatl\u00e4nder zur\u00fcckbringen.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Osnabr\u00fcck (epd). Die Fl\u00fcchtlingsorganisation Pro Asyl hat die Zusammenarbeit der Bundesregierung mit Libyen in der Fl\u00fcchtlingspolitik scharf kritisiert. \u00abWir fordern einen sofortigen Stopp der Kooperation mit Libyen. Das Land ist kein Staat mehr, sondern eine Staatsruine. 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