{"id":8660,"date":"2018-01-09T08:21:00","date_gmt":"2018-01-09T07:21:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/drk-landeschef-angriffe-auf-rettungskraefte-gehoeren-zum-arbeitsalltag\/"},"modified":"2018-01-09T08:21:00","modified_gmt":"2018-01-09T07:21:00","slug":"drk-landeschef-angriffe-auf-rettungskraefte-gehoeren-zum-arbeitsalltag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/drk-landeschef-angriffe-auf-rettungskraefte-gehoeren-zum-arbeitsalltag\/","title":{"rendered":"DRK-Landeschef: Angriffe auf Rettungskr\u00e4fte geh\u00f6ren zum Arbeitsalltag"},"content":{"rendered":"<p>Goslar\/Hannover (epd). Angriffe auf Notfallsanit\u00e4ter und Rettungsassistenten geh\u00f6ren dem nieders\u00e4chsischen Landeschef des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Ralf Selbach, zufolge mittlerweile zum Arbeitsalltag. Zwar gebe es bislang keine statistischen Erhebungen zu den Vorf\u00e4llen, allerdings werde in den Rettungsdienst-Sitzungen vermehrt \u00fcber Gewaltanwendungen und \u00dcbergriffe gegen das Personal berichtet, sagte der Vorstandsvorsitzende am Dienstag in Goslar dem epd. Bei der traditionellen Dreik\u00f6nigstagung der DRK-Rettungsschule berieten rund 120 Experten \u00fcber die Entwicklungen im Rettungsdienst.<\/p>\n<p>Die zunehmende Zahl der Angriffe f\u00fchrte Selbach auch auf eine Ver\u00e4nderung in der Gesellschaft zur\u00fcck. \u00abGrunds\u00e4tzlich kann man in allen Sph\u00e4ren des gesellschaftlichen Lebens eine gewisse Verrohung erkennen.\u00bb Nicht nur Notfallsanit\u00e4ter und Rettungsassistenten h\u00e4tten mit dem Problem zu k\u00e4mpfen. Auch Polizei und Feuerwehr w\u00fcrden h\u00e4ufiger bei ihrer Arbeit behindert.<\/p>\n<p>Um zunehmenden \u00dcbergriffen entgegenzuwirken habe der Gesetzgeber das Strafrecht im vergangenen Jahr bereits versch\u00e4rft, sagte Selbach. \u00abNun muss das geltende Recht konsequent angewendet werden.\u00bb Das im vergangenen April verabschiedete \u00abGesetz zur St\u00e4rkung des Schutzes von Vollstreckungsbeamten und Rettungskr\u00e4ften\u00bb droht bei t\u00e4tlichen Angriffen mit bis zu f\u00fcnf Jahren Haft. Der Landeschef betonte, er sehe auch die Gesellschaft in der Verantwortung, deeskalierend einzuwirken und sich f\u00fcr ein friedliches Miteinander einzusetzen.<\/p>\n<p>Deeskalation sei bereits seit einigen Jahren fester Bestandteil der Ausbildung zum Rettungsassistenten und zum Notfallsanit\u00e4ter, sagte Selbach. Dabei lernten Mitarbeiter Techniken der Gespr\u00e4chsf\u00fchrung sowie in praktischen \u00dcbungen das richtige Verhalten in einer Gef\u00e4hrdungslage. \u00abDabei handelt es sich allerdings nicht um einen Selbstverteidigungskurs.\u00bb<\/p>\n<p>Einer in der vergangenen Woche ver\u00f6ffentlichten Studie der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum zufolge ist fast jeder Notfallsanit\u00e4ter und Rettungsassistent bereits im Einsatz angegriffen worden. Wie das Nachrichtenmagazin \u00abDer Spiegel\u00bb meldete, gaben bei der in Nordrhein-Westfalen durchgef\u00fchrten Studie rund 91 Prozent der Befragten aus diesen Berufen an, innerhalb der letzten zw\u00f6lf Monate Opfer von verbaler oder k\u00f6rperlicher Gewalt geworden zu sein. Auch Feuerwehrleute im Rettungsdienst seien in gro\u00dfer Zahl attackiert worden (88 Prozent), ebenso Not\u00e4rzte (80 Prozent).<\/p>\n<p>Zum DRK-Landesverband Niedersachsen z\u00e4hlen eigenen Angaben zufolge derzeit 148 Rettungswachen, die insgesamt rund 2.900 haupt- und ehrenamtliche Rettungshelfer, Notfallsanit\u00e4ter und -assistenten besch\u00e4ftigen. Im hauptamtlichen Bereich ist das Deutsche Rote Kreuz in Niedersachsen Arbeitgeber f\u00fcr etwa 15.000 Menschen.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Goslar\/Hannover (epd). Angriffe auf Notfallsanit\u00e4ter und Rettungsassistenten geh\u00f6ren dem nieders\u00e4chsischen Landeschef des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Ralf Selbach, zufolge mittlerweile zum Arbeitsalltag. 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