{"id":8964,"date":"2018-02-07T15:08:00","date_gmt":"2018-02-07T14:08:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/oldenburgische-kirche-startet-friedensethischen-konsultationsprozess\/"},"modified":"2018-02-07T15:08:00","modified_gmt":"2018-02-07T14:08:00","slug":"oldenburgische-kirche-startet-friedensethischen-konsultationsprozess","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/oldenburgische-kirche-startet-friedensethischen-konsultationsprozess\/","title":{"rendered":"Oldenburgische Kirche startet friedensethischen Konsultationsprozess"},"content":{"rendered":"<p>Die Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg startet Mitte Februar mit einem friedensethischen Konsultationsprozess unter dem Thema: \u201eRichte unsere F\u00fc\u00dfe auf den Weg des Friedens\u201c (Lukas 1,79). Mit der Reihe von insgesamt sechs Vortr\u00e4gen und Veranstaltungen l\u00e4dt die oldenburgische Kirche dazu ein, \u00fcber Fragen und Aspekte des Leitbilds eines \u201egerechten Friedens\u201c miteinander ins Gespr\u00e4ch zu kommen. <\/p>\n<p>Der erste Vortrag mit anschlie\u00dfender Diskussion findet statt am Mittwoch, 14. Februar, um 19:00 Uhr in Rastede-Wahnbek (Gemeindehaus Wahnbek, Butjadinger Str. 64) zum Thema: \u201eDie Friedensbotschaft der Bibel und die Frage nach milit\u00e4rischer Gewalt als letztem Ausweg\u201c. Es referieren Dr. Roger Mielke, Oberkirchenrat und Referent im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) f\u00fcr Fragen der \u00f6ffentlichen Verantwortung der Kirche, sowie Pfr. Dietrich Becker-Hinrichs aus der Evangelischen Kirche in Baden. Lars Dede, Kreispfarrer des Kirchenkreises Ammerland, moderiert den Abend.<\/p>\n<p>Der Friedensethische Konsultationsprozess wurde von der Synode der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg initiiert. Sie hatte sich im Vorfeld mit aktuellen friedensethischen Fragen befasst und einen Beratungsprozess angeregt. Insbesondere in den Jahren 2018 und 2019 sollen sich die Kirchengemeinden und Einrichtungen im Oldenburger Land schwerpunktm\u00e4\u00dfig mit dem Thema Frieden auseinandersetzen. <\/p>\n<p>Die Vorstellung eines \u201egerechten Friedens\u201c ist in den Kirchen der weltweiten \u00d6kumene weitgehend als Leitbild akzeptiert. Nun entfaltet jedes Leitbild seine Wirkung erst durch Umsetzung in die Praxis. Unterschiedliche Kirchen kommen hier zu unterschiedlichen Handlungsperspektiven. <\/p>\n<p>Zentrale Fragen f\u00fcr den oldenburgischen Konsultationsprozess sind: Was bedeutet das Eintreten f\u00fcr \u201egerechten Frieden\u201c in der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg? Welche Vorstellungen ruft dieses Leitbild bei uns hervor? Der Friedensethische Konsultationsprozess fragt auch danach, wie der Gedanke des gerechten Friedens f\u00fcr die Gemeinden und Einrichtungen der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg fruchtbar gemacht werden kann. <\/p>\n<p>Laut Pfarrer Olaf Grobleben, Beauftragter f\u00fcr Ethik und Weltanschauungsfragen der oldenburgischen Kirche, sind die Ziele des Friedensethischen Konsultationsprozesses: \u201esich der friedensf\u00f6rdernden Impulse unserer eigenen biblischen und theologischen Tradition bewusst zu werden, eine eigene friedensethische Position zu erarbeiten und die F\u00f6rderung des Friedens als kontinuierliche Aufgabe in der Kirche zu verstehen und zu verstetigen.\u201c<\/p>\n<p>Praktisch solle damit erreicht werden, \u201edass Friedensthema in unterschiedlichen Weise regelm\u00e4\u00dfig zu thematisieren, z. B. in den Gemeinden und in der Familien- und Erwachsenenbildung, in der Akademie oder in der Jugendarbeit, im interreligi\u00f6sen Gespr\u00e4ch oder in der Arbeit mit Fl\u00fcchtlingen\u201c, so Grobleben.<\/p>\n<p>Mit dem Friedensethischen Konsultationsprozess stellt sich die Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg laut Grobleben in eine Reihe mit anderen evangelischen Landeskirchen wie der Ev. Kirche in Baden, der Evangelischen Landeskirche in W\u00fcrttemberg oder der Nordkirche. In der weltweiten christlichen \u00d6kumene ist die Aufmerksamkeit f\u00fcr die Bedeutung des Friedensthemas insbesondere in den letzten zwei Jahrzehnten stetig gewachsen. <\/p>\n<p>So endete 2011 eine vom \u00d6kumenischen Rat der Kirchen (\u00d6RK) ausgerufene \u201eDekade zur \u00dcberwindung von Gewalt\u201c. 2013 sprach die \u00d6RK-Vollversammlung eine Einladung aus, sich an einem Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens zu beteiligen. Mittlerweile ist die Vorstellung eines gerechten Friedens weltweit in den christlichen Kirchen als Leitbild akzeptiert. <\/p>\n<p>Weitere Ausk\u00fcnfte und Informationen erhalten Sie von:<br \/>Pfarrer Olaf Grobleben, Beauftragter f\u00fcr Ethik und Weltanschauungsfragen<br \/>Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg<br \/>Gottorpstr. 14, 26122 Oldenburg<br \/>Fon: 0441\/7701-180, Fax: 0441\/7701-169<br \/>E-Mail: olaf.grobleben@kirche-oldenburg.de <\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Die Vortragsreihe im Rahmen des friedensethischen Konsultationsprozesses in der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg umfasst folgende Veranstaltungen:<br \/><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Mittwoch, 14. Februar 2018 | 19:00 Uhr<br \/><\/span>Gemeindehaus Wahnbek, Butjadinger Stra\u00dfe 64, 26180 Rastede<br \/><span style=\"font-weight: bold\">Die Friedensbotschaft der Bibel und die Frage nach milit\u00e4rischer Gewalt als letztem Ausweg<br \/><\/span>F\u00fcr Christinnen und Christen ist es weitgehend unstrittig, dass vorrangig zivile Mittel zur Friedenserhaltung eingesetzt werden sollen. Dennoch halten sich viele den Einsatz von Gewalt zur Friedenserzwingung offen \u2013 als \u201eultima ratio\u201c. Dabei legt die Botschaft der Bibel den Verzicht auf Gewalt nahe. Kann deshalb f\u00fcr Christinnen und Christen gewaltfreies Handeln nur die vorrangige oder muss sie nicht die einzige Option sein? <br \/><span style=\"font-style: italic\">Einleitende Vortr\u00e4ge: <\/span>Dr. Roger Mielke, Oberkirchenrat, EKD-Referent f\u00fcr Fragen der \u00f6ffentlichen Verantwortung der Kirche und Dietrich Becker-Hinrichs, Pfarrer, Ev.-luth. Kirche in Baden <br \/><span style=\"font-style: italic\">Moderation:<\/span> Kreispfarrer Lars Dede, Kirchenkreis Ammerland <br \/>Anmeldung wird erbeten unter: 04488\/77151 oder unter: www.eeb-niedersachsen.de\/Veranstaltung\/820180262 <\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Donnerstag, 1. M\u00e4rz 2018 | 19:00 Uhr <br \/><\/span>Gemeindehaus Ohmstede, Butjadinger Stra\u00dfe 59, 26125 Oldenburg<br \/><span style=\"font-weight: bold\">Den Blick ver\u00e4ndern: Friedenslogik statt Sicherheitslogik <br \/><\/span>Viele Menschen haben das Gef\u00fchl, in einem zunehmend unsicheren Umfeld zu leben. Rufe nach Z\u00e4unen und Abschottung, nach Aufr\u00fcstung werden lauter. Sicherheitslogisches Denken identifiziert Probleme als Bedrohungen, die es abzuwehren gilt. Friedenslogisches Denken hingegen blickt auf die Konfliktparteien, deren Beziehung es mit dialogvertr\u00e4glichen Mitteln neu zu gestalten gilt. <br \/><span style=\"font-style: italic\">Einleitender Vortrag: <\/span>Prof. Dr. Hanne-Margret Birckenbach, Politologin und Professorin f\u00fcr Europastudien <br \/><span style=\"font-style: italic\">Moderation: <\/span>Kreispfarrerin Ulrike Hoffmann, Kirchenkreis Oldenburg Stadt <\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Mittwoch, 25. April 2018 | 19:00 Uhr <br \/><\/span>Christus- und Garnisonskirche, Am Kirchplatz 1, 26382 Wilhelmshaven<br \/><span style=\"font-weight: bold\">Zivile Konfliktbearbeitung in B\u00fcrgerkriegsl\u00e4ndern <br \/><\/span>Bei \u201eZiviler Konfliktbearbeitung\u201c werden bewusst nichtmilit\u00e4rische Mittel eingesetzt, um gewaltsame Auseinandersetzungen beizulegen und zu vermeiden. Dabei werden die Konfliktparteien aktiv in die Suche nach angemessenen L\u00f6sungen einbezogen. Die &quot;Zivile Konfliktbearbeitung&quot; orientiert sich an den B\u00fcrger- und Menschenrechten und bezieht dabei die ethischen und religi\u00f6sen Vorgaben der Konfliktparteien mit ein.<br \/><span style=\"font-style: italic\">Einleitender Vortrag: <\/span>Dr. Sabine Kurtenbach, Senior Research Fellow am German Institute of Global and Area Studies (GIGA) in Hamburg <br \/><span style=\"font-style: italic\">Moderation: <\/span>Kreispfarrer Christian Scheuer, Kirchenkreis Friesland\/Wilhelmshaven <\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Donnerstag, 14. Juni 2018 | 19:00 Uhr <br \/><\/span>St.-Elisabeth-Kirche, Kirchstra\u00dfe 4, 27798 Hude<br \/><span style=\"font-weight: bold\">Fluchtursache Klimawandel <br \/><\/span>Klimawandel und Wetterextreme sind wichtige Triebkr\u00e4fte f\u00fcr Migration und Flucht. Wenn Hitzewellen ganze Regionen austrocknen oder der Regen zu heftig auftritt, ist das \u00dcberleben vieler Menschen gef\u00e4hrdet. Ernten werden vernichtet und Wasser wird vielerorts zum knappen Gut. Wir stehen vor der Herausforderung, die negativen Folgen des Klimawandels zu bremsen. Was k\u00f6nnen wir hier daf\u00fcr tun? <br \/><span style=\"font-style: italic\">Einleitender Vortrag: <\/span>Sabine Minninger, Referentin f\u00fcr Klimapolitik bei Brot f\u00fcr die Welt <br \/><span style=\"font-style: italic\">Moderation: <\/span>stellv. Kreispfarrer Reiner Backenk\u00f6hler, Kirchenkreis Delmenhorst\/Oldenburg Land<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Montag, 17. September | 20:00 Uhr <br \/><\/span>Gemeindehaus, Schulstra\u00dfe 5, 26935 Rodenkirchen<br \/><span style=\"font-weight: bold\">Faire Handelsbeziehungen f\u00fcr mehr Gerechtigkeit <br \/><\/span>Fairer Handel sorgt in den L\u00e4ndern, denen dieser zu Gute kommt, f\u00fcr eine Verbesserung der Gesundheits- und Ern\u00e4hrungssituation und tr\u00e4gt zu einem h\u00e4ufigeren Schulbesuch bei. Er f\u00f6rdert stabile, langlebige Institutionen, verbessert den Marktzugang und f\u00fchrt zu diversifizierter Produktion. Dennoch vereinbaren starke Wirtschaftsnationen immer wieder unfaire Vertr\u00e4ge. Rohstoffausbeutung f\u00fcr zu kriegerischen Auseinandersetzungen und Unterdr\u00fcckung. Was k\u00f6nnen Kirchen und ihre Einrichtungen dazu beitragen, damit faire Handelsbeziehungen zustande kommen? <br \/>Einleitender Vortrag: Sven Giegold, Mitglied des Europ\u00e4ischen Parlaments, Mitglied des Pr\u00e4sidiums des Deutschen Evangelischen Kirchentages <br \/><span style=\"font-style: italic\">Moderation:<\/span> Kreispfarrer Jens M\u00f6llmann, Kirchenkreis Wesermarsch <\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Donnerstag, 18. Oktober 2018 | 19:00 Uhr <br \/><\/span><br \/>\nGemeindezentrum der Stadtkirche, Lutherstra\u00dfe 4, 27749 Delmenhorst<br \/>\n<span style=\"font-weight: bold\">R\u00fcstungsproduktion und R\u00fcstungsexporte&nbsp;<\/span><br \/>\nDeutsche Waffen sind in alle Kriegsgebieten dieser Erde bei allen beteiligten Konfliktparteien zu finden. Die Waffen tragen wesentlich zur Spirale der Gewalt bei. Exportkontrollen sind kaum wirksam. Insbesondere deutsche Kleinwaffen fordern in vielen Konflikten zahlreiche Opfer. Ist es nicht an der Zeit, Waffenproduktion und Waffenexporte in Deutschland strikt zu verbieten? <br \/><span style=\"font-style: italic\">Einleitender Vortrag: <\/span>Kiflemariam Gebrewold, Leiter des Projekts R\u00fcstungsexport und R\u00fcstungskonversion der Evangelischen Landeskirche in Baden<br \/><span style=\"font-style: italic\">Moderation:<\/span> Kreispfarrer Bertram Althausen, Kirchenkreis Delmenhorst\/Oldenburg Land<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg startet Mitte Februar mit einem friedensethischen Konsultationsprozess unter dem Thema: \u201eRichte unsere F\u00fc\u00dfe auf den Weg des Friedens\u201c (Lukas 1,79). Mit der Reihe von insgesamt sechs Vortr\u00e4gen und Veranstaltungen l\u00e4dt die oldenburgische Kirche dazu ein, \u00fcber Fragen und Aspekte des Leitbilds eines \u201egerechten Friedens\u201c miteinander ins Gespr\u00e4ch zu kommen. Der erste Vortrag mit anschlie\u00dfender Diskussion findet statt am Mittwoch, 14. Februar, um 19:00 Uhr in Rastede-Wahnbek (Gemeindehaus Wahnbek, Butjadinger Str. 64) zum Thema: \u201eDie Friedensbotschaft der Bibel und die Frage nach milit\u00e4rischer Gewalt als letztem Ausweg\u201c. 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