{"id":8983,"date":"2018-02-12T08:24:00","date_gmt":"2018-02-12T07:24:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/tu-was-gruender-kuntze-warnt-vor-entsolidarisierung\/"},"modified":"2018-02-12T08:24:00","modified_gmt":"2018-02-12T07:24:00","slug":"tu-was-gruender-kuntze-warnt-vor-entsolidarisierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/tu-was-gruender-kuntze-warnt-vor-entsolidarisierung\/","title":{"rendered":"\u00abTu was!\u00bb-Gr\u00fcnder Kuntze warnt vor Entsolidarisierung"},"content":{"rendered":"<p>Bremen (epd). Der Gr\u00fcnder der Bremer Initiative \u00abTu was. Zeig Zivilcourage\u00bb, Norbert Kuntze, beobachtet eine grunds\u00e4tzliche Entsolidarisierung in der Gesellschaft. \u00abDie Konflikte nehmen zu, die Auseinandersetzungen versch\u00e4rfen sich auf allen gesellschaftlichen Ebenen\u00bb, sagte Kuntze dem Evangelischen Pressedienst (epd). \u00abDie Kluft zwischen Arm und Reich wird gr\u00f6\u00dfer\u00bb, gab der Publizist und Radiomoderator ein Beispiel. Viele Menschen empf\u00e4nden erst Empathie, wenn sie selbst betroffen seien. Andere seien mit sich selber besch\u00e4ftigt, h\u00e4tten eigene Sorgen, wenig Zeit und keinen Blick f\u00fcr ihr Umfeld.<\/p>\n<p>\u00abWas unserer Gesellschaft fehlt, ist, dass sozialer Mut belohnt wird\u00bb, sagte Kuntze, der sich ehrenamtlich unter anderem als Fu\u00dfballtrainer bei E-Junioren engagiert. \u00abDass es sich lohnt, sich f\u00fcr den Mitsch\u00fcler einzusetzen, sich gegen Mobbing am Arbeitsplatz zu stellen, beim Sport respektvoll mit dem Gegner umzugehen, sich auf die Seite von Bed\u00fcrftigen zu schlagen.\u00bb Der Lohn daf\u00fcr m\u00fcsse Anerkennung sein und nicht das Stigma des Querulanten. \u00abAnerkennung brauchen wir genauso wie Brot und Wasser.\u00bb<\/p>\n<p>Mit Blick auf Notsituationen sei das Verhalten von Menschen h\u00e4ufig widerspr\u00fcchlich und schwer nachvollziehbar. \u00abEin Beispiel: Warum greift jemand zu seinem Handy, wenn er einen schweren Verkehrsunfall beobachtet und filmt die Situation? Warum nutzt er nicht das Ger\u00e4t, das er ohnehin in der Hand h\u00e4lt, um einen Krankenwagen zu rufen?\u00bb Wenn das Unfallopfer allerdings ein Angeh\u00f6riger sei, werde das Handy garantiert genutzt, um Hilfe zu rufen.<\/p>\n<p>Zivilcourage l\u00e4sst sich lernen, ist Kuntze \u00fcberzeugt. In Seminaren werde das Verhalten in Notsituationen trainiert, ohne sich dabei selber in Gefahr zu bringen. Wichtig sei, zun\u00e4chst einmal die Situation richtig einzusch\u00e4tzen und genau hinzuschauen. \u00abDiese richtige Einsch\u00e4tzung ist Grundlage jeglichen weiteren Handelns. So l\u00e4sst sich zum Beispiel auch das richtige Ma\u00df des Einschreitens festlegen.\u00bb<\/p>\n<p>Allerdings k\u00f6nnten Seminare nur an vorhandenes Wissen ankn\u00fcpfen und an die Einsicht appellieren. Eine Sensibilisierung in dieser Hinsicht beginne im Kindesalter. Empathie und Hilfsbereitschaft seien Grunds\u00e4ulen der Zivilcourage und einer demokratischen und solidarischen Gesellschaft, betonte Kuntze und f\u00fcgte hinzu: \u00abZivilcourage kann am besten, grundlegend und nachhaltig im fr\u00fchen Alter vermittelt werden.\u00bb<\/p>\n<p>Kuntze hat 2011 die Bremer Initiative \u00abTu was! Zeig Zivilcourage\u00bb ins Leben gerufen. Zu den Gr\u00fcndungsmitgliedern geh\u00f6ren die Polizei in der Hansestadt, die Bremer Stra\u00dfenbahn AG und die Bremische Evangelische Kirche. In Fortbildungen, Diskussionen und Mitmachaktionen informiert \u00abTu was!\u00bb seither \u00fcber das richtige Verhalten, wenn Zivilcourage gefragt ist.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bremen (epd). Der Gr\u00fcnder der Bremer Initiative \u00abTu was. 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