{"id":9020,"date":"2018-02-17T08:36:00","date_gmt":"2018-02-17T07:36:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/bundeszentrale-sexskandal-vorwuerfe-belasten-arbeit-von-hilfswerken\/"},"modified":"2018-02-17T08:36:00","modified_gmt":"2018-02-17T07:36:00","slug":"bundeszentrale-sexskandal-vorwuerfe-belasten-arbeit-von-hilfswerken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/bundeszentrale-sexskandal-vorwuerfe-belasten-arbeit-von-hilfswerken\/","title":{"rendered":"Bundeszentrale: Sexskandal-Vorw\u00fcrfe belasten Arbeit von Hilfswerken"},"content":{"rendered":"<p>Die Missbrauchs-Skandale bei Hilfsorganisationen sorgen weiter f\u00fcr Emp\u00f6rung. Die \u00dcbergriffe k\u00f6nnten wie eine \u00abFortsetzung kolonialer Beziehungen mit anderen Mitteln\u00bb wirken, warnt der Pr\u00e4sident der Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung.<\/p>\n<p>Osnabr\u00fcck\/Berlin (epd). Der Pr\u00e4sident der Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung, Thomas Kr\u00fcger, h\u00e4lt die Arbeit von Hilfsorganisationen nach dem Bekanntwerden sexueller \u00dcbergriffe f\u00fcr massiv belastet. \u00abDie Vorf\u00e4lle f\u00fchren dazu, dass Menschen in diesen L\u00e4ndern die Grenz\u00fcberschreitungen als Fortsetzung kolonialer Beziehungen mit anderen Mitteln betrachten\u00bb, sagte er den Partnerzeitungen der \u00abNeuen Berliner Redaktionsgesellschaft\u00bb (\u00abS\u00fcdwest Presse\u00bb und \u00abM\u00e4rkische Oderzeitung\u00bb, Samstag). Auch die Pr\u00e4sidentin des Deutschen Roten Kreuzes, Gerda Hasselfeldt, kritisierte die Missbrauchs-Skandale scharf. Die Menschenrechtsexpertin Anna W\u00fcrth rief Hilfswerke auf, unbedingt offen mit den Vorf\u00e4llen umzugehen.<\/p>\n<p>Vor einigen Tagen waren Missbrauchsvorw\u00fcrfe gegen die Organisation Oxfam bekanntgeworden. Daraufhin r\u00e4umten auch andere Hilfswerke wie \u00c4rzte ohne Grenzen und das International Rescue Comittee F\u00e4lle ein.<\/p>\n<p>Kr\u00fcger erkl\u00e4rt, die Mitarbeiter h\u00e4tten bei ihren \u00dcbergriffen \u00abasymmetrische\u00bb, also einseitige, Machtbeziehungen ausgenutzt. \u00abWem es darum geht, an einer gerechteren Welt mitzuarbeiten, der muss sich allerh\u00f6chsten Ma\u00dfst\u00e4ben stellen\u00bb, betonte er. Die Aff\u00e4ren gef\u00e4hrdeten nicht nur den Ruf der Hilfsorganisationen. Generell werde die Haltung der Menschen in \u00e4rmeren L\u00e4ndern zum Westen belastet. \u00abMit solchen Taten macht man mehr kaputt als nur das Verh\u00e4ltnis zwischen zwei Menschen\u00bb, sagte Kr\u00fcger.<\/p>\n<p>Hasselfeldt sagte der \u00abNeuen Osnabr\u00fccker Zeitung\u00bb (Samstag): \u00abSolche Vorf\u00e4lle sind v\u00f6llig inakzeptabel und d\u00fcrfen unter keinen Umst\u00e4nden toleriert werden.\u00bb Das Rote Kreuz habe schon vor Jahren einige Vorkehrungen getroffen, um \u00e4hnliche Vorf\u00e4lle m\u00f6glichst zu verhindern. Gleichwohl werde die Organisation die Vorf\u00e4lle bei Oxfam zum Anlass nehmen, die eigenen Vorkehrungen erneut zu \u00fcberpr\u00fcfen, betonte die Pr\u00e4sidentin.<\/p>\n<p>W\u00fcrth erkl\u00e4rte, \u00fcber die Probleme m\u00fcsse berichtet werden, um sie in den Griff zu bekommen. \u00c4hnlich wie beim Umgang mit veruntreutem Geld sei man ansonsten andauernd in der Defensive, sagte die Leiterin f\u00fcr Internationale Menschenrechtspolitik beim Deutschen Institut f\u00fcr Menschenrechte dem Evangelischen Pressedienst (epd). Der Anspruch der \u00d6ffentlichkeit habe sich ver\u00e4ndert. \u00abWir erwarten nicht, dass Organisationen fehlerfrei sind, aber dass sie offen und konstruktiv mit ihren Fehlern umgehen\u00bb, betonte sie. Was zu Fehlern f\u00fchre, sei eine institutionalisierte Kultur des Verschweigens.<\/p>\n<p>Ein offener Umgang verlange allerdings einen schwierigen Kulturwandel, sagte W\u00fcrth. Denn bei Hilfswerken seien die Reaktionen immer besonders heftig. \u00abWenn Hilfsorganisationen die Not, die sie lindern, auch noch ausnutzen, ist das ein gr\u00f6\u00dferes Problem, weil der moralische Anspruch so hoch ist.\u00bb Doch das Problem beschr\u00e4nke sich nicht auf humanit\u00e4re Hilfe, sondern bestehe in allen Organisationen, in denen es ein Machtgef\u00e4lle zwischen Helfenden und Hilfsbed\u00fcrftigen gebe.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Missbrauchs-Skandale bei Hilfsorganisationen sorgen weiter f\u00fcr Emp\u00f6rung. Die \u00dcbergriffe k\u00f6nnten wie eine \u00abFortsetzung kolonialer Beziehungen mit anderen Mitteln\u00bb wirken, warnt der Pr\u00e4sident der Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung. Osnabr\u00fcck\/Berlin (epd). 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