{"id":9058,"date":"2018-02-27T08:43:00","date_gmt":"2018-02-27T07:43:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/diakoniepastor-bei-eisiger-kaelte-auf-obdachlose-achten\/"},"modified":"2018-02-27T08:43:00","modified_gmt":"2018-02-27T07:43:00","slug":"diakoniepastor-bei-eisiger-kaelte-auf-obdachlose-achten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/diakoniepastor-bei-eisiger-kaelte-auf-obdachlose-achten\/","title":{"rendered":"Diakoniepastor: Bei eisiger K\u00e4lte auf Obdachlose achten"},"content":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Angesichts der klirrenden K\u00e4lte in Deutschland hat Hannovers Diakoniepastor Rainer M\u00fcller-Brandes dazu aufgerufen, auf obdachlose Menschen zu achten. Rund 300 bis 400 Menschen \u00fcbernachteten allein in der Landeshauptstadt auch bei eisigen Temperaturen im Freien, sagte M\u00fcller-Brandes dem Evangelischen Pressedienst (epd). Sie schliefen hinter dem Bahnhof, in Hauseing\u00e4ngen, in Schrebergarten-H\u00fctten, unter Br\u00fccken oder auf einer Bank. \u00abWenn man sp\u00e4t abends unterwegs ist und sieht, dass jemand auf einer Decke liegt mit einem ganz d\u00fcnnen Schlafsack, dann kann man ihn ruhig ansprechen und fragen, ob er Hilfe braucht.\u00bb<\/p>\n<p>Die Zahl der Obdachlosen sei deutlich gestiegen, sagte M\u00fcller-Brandes. \u00abInzwischen kann man die Menschen drau\u00dfen nicht mehr \u00fcbersehen. Vor zwei, drei Jahren war es undenkbar, so viele drau\u00dfen schlafen zu sehen.\u00bb Doch wer bei Minusgraden im Freien \u00fcbernachte, drohe zu erfrieren, wenn die Schlafs\u00e4cke und Decken nicht warm genug seien. Deshalb k\u00f6nne es f\u00fcr Passanten in manchen F\u00e4llen auch angebracht sein, den Notruf zu w\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Auch eine Geldspende k\u00f6nne Menschen ohne Obdach weiterhelfen. \u00abSchon ein warmer Kaffee ist eine Hilfe.\u00bb Ob der Beschenkte dann von dem zugesteckten Geld vielleicht Alkohol kaufe, sei allein seine Entscheidung: \u00abWer bin ich, dass ich &#8211; wenn ich etwas schenke &#8211; auch noch entscheide, was der andere damit macht?\u00bb<\/p>\n<p>M\u00fcller-Brandes begr\u00fc\u00dfte es, dass die Stadt Hannover ihre Notunterk\u00fcnfte f\u00fcr wohnungslose Menschen um etwa 500 auf rund 1.700 aufstocken wolle. \u00abDas geht nicht von heute auf morgen, aber jede Unterkunft hilft.\u00bb Eigentlich seien Notunterk\u00fcnfte nur f\u00fcr wenige Tage gedacht. \u00abDie Realit\u00e4t ist jedoch, dass viele Menschen sehr lange in der Notunterkunft wohnen, weil es keine Alternativen gibt.\u00bb<\/p>\n<p>Deshalb m\u00fcsse mittelfristig der soziale Wohnungsbau deutlich vorangetrieben werden, forderte der evangelische Theologe. Auf dem freien Wohnungsmarkt h\u00e4tten Wohnungslose sonst kaum eine Chance. \u00abSie stellen sich immer hinten in der Schlange an.\u00bb Zahlungskr\u00e4ftige Mieter w\u00fcrden ihnen vorgezogen. Bei gro\u00dfen Neubau-Projekten m\u00fcsse ein Anteil von 20 bis 25 Prozent f\u00fcr den sozialen Wohnungsbau zur Verf\u00fcgung gestellt werden. \u00abWir brauchen eine gute soziale Durchmischung\u00bb, betonte der Pastor. \u00abWenn wir das nicht machen, schaffen wir uns Ghettos.\u00bb<\/p>\n<p>Laut M\u00fcller-Brandes haben allein in Hannover bis zu 4.000 Menschen keinen festen Wohnsitz. Viele von ihnen stammten aus Osteuropa. \u00abSie haben Arbeit gesucht, aber keine gefunden.\u00bb Deutlich \u00fcber 1.000 Wohnungslose \u00fcbernachteten in Notunterk\u00fcnften, viele andere bei Freunden oder Verwandten.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover (epd). 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