{"id":9069,"date":"2018-02-28T09:40:00","date_gmt":"2018-02-28T08:40:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/reformationstag-wird-in-hamburg-gesetzlicher-feiertag\/"},"modified":"2018-02-28T09:40:00","modified_gmt":"2018-02-28T08:40:00","slug":"reformationstag-wird-in-hamburg-gesetzlicher-feiertag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/reformationstag-wird-in-hamburg-gesetzlicher-feiertag\/","title":{"rendered":"Reformationstag wird in Hamburg gesetzlicher Feiertag"},"content":{"rendered":"<p>Hamburg\/Hannover (epd). In Hamburg wird der 31. Oktober k\u00fcnftig als \u00abTag der Reformation\u00bb gesetzlicher Feiertag. Die Hamburgische B\u00fcrgerschaft votierte am Mittwoch mit 66 von 121 Stimmen f\u00fcr den Gruppenantrag von SPD-, CDU- und Gr\u00fcnen-Abgeordneten. Der Fraktionszwang war f\u00fcr die Abstimmung aufgehoben worden. Beschlossen wurde zugleich, dass am Reformationstag die Museen keinen Eintritt erheben. In Schleswig-Holstein wurde der neue Feiertag in der vergangenen Woche beschlossen, in Niedersachsen und Bremen wird zurzeit ebenfalls \u00fcber einen weiteren Feiertag diskutiert.<\/p>\n<p>Der Reformationstag sei kein \u00abLuther-Gedenktag\u00bb, sagte die Gr\u00fcnen-Abgeordnete Stefanie von Berg. Er stehe f\u00fcr eine Erneuerung der Gesellschaft und den Aufbruch in eine moderne Welt. Dazu z\u00e4hle auch die Freiheit, ohne Religion leben zu wollen. Die Reformation pr\u00e4ge das Menschenbild bis heute, betonte Ekkehard Wysocki (SPD). Hamburg sei mit seinen Islam-Staatsvertr\u00e4gen und der Akademie der Weltreligionen \u00abHauptstadt des interreligi\u00f6sen Dialogs\u00bb. Der Reformationstag w\u00fcrdige den Beitrag der christlichen Religion in der Geschichte, sagte Dietrich Wersich (CDU). Dies k\u00f6nne man auch anerkennen, ohne Mitglied der Kirche zu sein.<\/p>\n<p>Neben dem Reformationstag standen auch andere Termine zur Debatte. 14 Abgeordnete aus unterschiedlichen Fraktionen votierten f\u00fcr den Internationalen Frauentag am 8. M\u00e4rz. Neun Abgeordnete der Linken-Fraktion stimmten f\u00fcr den 8. Mai als Tag der Befreiung vom Faschismus. 18 Abgeordneten aus der SPD- und AfD-Fraktion stimmten daf\u00fcr, dass der 23. Mai als Tag des Grundgesetzes gesetzlicher Feiertag werden soll. Die Ministerpr\u00e4sidenten von Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachen hatten sich Anfang Februar auf den 31. Oktober als gemeinsamen Feiertag geeinigt.<\/p>\n<p>In dem beschlossenen Antrag wird in erster Linie der norddeutsche Reformator und Luther-Freund Johannes Bugenhagen (1485-1558) gew\u00fcrdigt. So habe Bugenhagen in seiner Stadt- und Kirchenordnung gute Schulen f\u00fcr die Jugend und Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Armen gefordert. Er habe damit den Grundstein f\u00fcr ein neuzeitliches Schul- und Sozialwesen in Hamburg gelegt. Anders als Luther habe sich Bugenhagen f\u00fcr die Rechte der Juden eingesetzt, betonte die SPD-Politikerin Dora Heyenn.<\/p>\n<p>Ein Grund f\u00fcr die Initiative der Nordl\u00e4nder ist das Ungleichgewicht der Anzahl der Feiertage in Nord- und S\u00fcddeutschland. Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Berlin und Schleswig-Holstein hatten bislang nur neun Feiertage. Bayern hat hingegen 13 Feiertage, Baden-W\u00fcrttemberg 12.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hamburg\/Hannover (epd). In Hamburg wird der 31. Oktober k\u00fcnftig als \u00abTag der Reformation\u00bb gesetzlicher Feiertag. Die Hamburgische B\u00fcrgerschaft votierte am Mittwoch mit 66 von 121 Stimmen f\u00fcr den Gruppenantrag von SPD-, CDU- und Gr\u00fcnen-Abgeordneten. Der Fraktionszwang war f\u00fcr die Abstimmung aufgehoben worden. 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