{"id":9073,"date":"2018-03-01T08:26:00","date_gmt":"2018-03-01T07:26:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/wohnungsbau-in-deutschland-zu-wenig-und-am-bedarf-vorbei-verbaendebuendnis-stellt-fakten-check-vor\/"},"modified":"2018-03-01T08:26:00","modified_gmt":"2018-03-01T07:26:00","slug":"wohnungsbau-in-deutschland-zu-wenig-und-am-bedarf-vorbei-verbaendebuendnis-stellt-fakten-check-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wohnungsbau-in-deutschland-zu-wenig-und-am-bedarf-vorbei-verbaendebuendnis-stellt-fakten-check-vor\/","title":{"rendered":"Wohnungsbau in Deutschland: Zu wenig und am Bedarf vorbei &#8211; Verb\u00e4ndeb\u00fcndnis stellt \u00abFakten-Check\u00bb vor"},"content":{"rendered":"<p>Vor zehn Jahren glaubte die Politik noch, Deutschland sei \u00abfertig gebaut\u00bb. Der Wohnungsbau wurde nicht mehr gef\u00f6rdert, Sozialwohnungen gab es immer weniger. Damals gr\u00fcndete sich das \u00abVerb\u00e4ndeb\u00fcndnis Wohnungsbau\u00bb. Sein Ziel ist bezahlbarer Wohnraum.<\/p>\n<p>Berlin\/Hannover (epd). Die Bau- und Wohnungswirtschaft hat Union und SPD aufgefordert, im Falle einer Regierungsbildung alles zu tun, um mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Der Wohnungsmangel berge \u00absozialen Sprengstoff\u00bb, warnte das \u00abVerb\u00e4ndeb\u00fcndnis Wohnungsbau\u00bb, dem auch der Deutsche Mieterbund angeh\u00f6rt, am Donnerstag in Berlin.<\/p>\n<p>Nach einer von dem B\u00fcndnis in Auftrag gegebenen Studie des Pestel-Instituts in Hannover und der \u00abArbeitsgemeinschaft f\u00fcr zeitgem\u00e4\u00dfes Bauen\u00bb in Kiel werden Union und SPD im Fall einer Regierungsbildung ihr selbstgestecktes Ziel von 375.000 neu gebauten Wohnungen in diesem Jahr wohl nicht erreichen. Bei dem gegenw\u00e4rtigen Tempo sei es auch wenig wahrscheinlich, dass in den n\u00e4chsten vier Jahren insgesamt 1,5 Millionen neue Wohnungen entstehen, wie es Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag versprechen. Im vergangenen Jahr seien die Baugenehmigungen gegen\u00fcber 2016 sogar um zehn Prozent auf 340.000 gesunken.<\/p>\n<p>Das B\u00fcndnis forderte einen nur f\u00fcr den Bau zust\u00e4ndigen Staatssekret\u00e4r im zuk\u00fcnftigen Bundesministerium f\u00fcr Inneres, Bau und Heimat. Bund, L\u00e4nder und Gemeinden m\u00fcssten an einem Strang ziehen und die L\u00e4nder ebensoviel Geld in den sozialen Wohnungsbau investieren wie sie vom Bund erhalten, forderte das B\u00fcndnis.<\/p>\n<p>Der gegenw\u00e4rtige Wohnungsbau gehe am Bedarf vorbei, schreiben die Autoren der Studie. In den Gro\u00dfst\u00e4dten h\u00e4tten 35 bis 50 Prozent aller Haushalte Anrecht auf eine Sozialwohnung. Aber nur sechs Prozent aller Mietwohnungen bundesweit und bis zu acht Prozent in den Ballungsr\u00e4umen sind Sozialwohnungen. Der Studie zufolge k\u00f6nnen sich 17,7 Millionen Haushalte in Deutschland keine Miete von mehr als acht Euro pro Quadratmeter leisten, das ist ein Anteil von 65 Prozent aller Mieter-Haushalte. 7,5 Millionen Haushalte br\u00e4uchten eine Sozialwohnung.<\/p>\n<p>Derzeit gibt es noch rund 1,3 Millionen Sozialwohnungen. Von 2010 bis 2015 sind bundesweit weniger als 20.000 neue Sozialwohnungen j\u00e4hrlich gebaut worden, obwohl jedes Jahr rund 100.000 Wohnungen aus der Sozialbindung herausfallen. Erst seit 2016 werden wieder mehr als 20.000 Sozialwohnungen pro Jahr fertig.<\/p>\n<p>J\u00e4hrlich m\u00fcssten insgesamt 400.000 neue Wohnungen entstehen. In den Jahren 2015 und 2016 wurden der Verb\u00e4nde-Studie zufolge durchschnittlich aber nur je 260.000 Wohnungen fertiggestellt. Zus\u00e4tzlich w\u00fcrden mindestens 80.000 Sozialwohnungen und weitere<br \/>60.000 bezahlbare Wohnungen in den Ballungsr\u00e4umen gebraucht.<\/p>\n<p>Das Verb\u00e4ndeb\u00fcndnis fordert eine dauerhafte F\u00f6rderung des Sozialwohnungsbaus durch den Bund. Studienautor Dietmar Walberg von der \u00abArbeitgemeinschaft f\u00fcr zeitgem\u00e4\u00dfes Bauen\u00bb in Kiel sagte, der Mietwohnungsbau habe sich seit dem Jahr 2000 um 55 Prozent verteuert, doppelt so stark wie die Lebenshaltungskosten. Ohne die Unterst\u00fctzung des Bundes seien die L\u00e4nder nicht in der Lage, den Sozialwohnungsbau ausreichend zu f\u00f6rdern. Im Koalitionsvertrag von Union und SPD ist eine F\u00f6rderung zun\u00e4chst bis 2021 vorgesehen.<\/p>\n<p>Bundesweit fehlt den Angaben zufolge insgesamt eine Million Wohnungen. Mangel herrscht nicht nur in den Ballungsgebieten, sondern auch in 138 Landkreisen und kreisfreien St\u00e4dten. Das Verb\u00e4ndeb\u00fcndnis Wohnen hatte die Studie zum diesj\u00e4hrigen 10. Wohnungsbau-Tag in Berlin in Kiel in Auftrag gegeben. Im Zentrum des Wohnungsbau-Tages, zu dem auch die gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) erwartet wurde, stand der Wohnungsmangel.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor zehn Jahren glaubte die Politik noch, Deutschland sei \u00abfertig gebaut\u00bb. Der Wohnungsbau wurde nicht mehr gef\u00f6rdert, Sozialwohnungen gab es immer weniger. Damals gr\u00fcndete sich das \u00abVerb\u00e4ndeb\u00fcndnis Wohnungsbau\u00bb. Sein Ziel ist bezahlbarer Wohnraum. Berlin\/Hannover (epd). Die Bau- und Wohnungswirtschaft hat Union und SPD aufgefordert, im Falle einer Regierungsbildung alles zu tun, um mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. 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