{"id":9399,"date":"2018-03-18T09:01:00","date_gmt":"2018-03-18T08:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/expertin-kritisiert-ueberhebliche-geringschaetzung-fuer-care-berufe\/"},"modified":"2018-03-18T09:01:00","modified_gmt":"2018-03-18T08:01:00","slug":"expertin-kritisiert-ueberhebliche-geringschaetzung-fuer-care-berufe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/expertin-kritisiert-ueberhebliche-geringschaetzung-fuer-care-berufe\/","title":{"rendered":"Expertin kritisiert &quot;\u00fcberhebliche Geringsch\u00e4tzung&quot; f\u00fcr Care-Berufe"},"content":{"rendered":"<p>Bremen (epd). Die Bremer Juristin Dagmar Geffken kritisiert anl\u00e4sslich des Equal Pay Days am Sonntag eine &quot;\u00fcberhebliche Geringsch\u00e4tzung&quot; f\u00fcr Care-Berufe in der deutschen Gesellschaft. Das m\u00fcsse sich \u00e4ndern, forderte die Vorsitzende des Netzwerkes f\u00fcr berufst\u00e4tige Frauen in der Hansestadt in einem Gastbeitrag f\u00fcr den Bremer &quot;Weser-Kurier&quot;. &quot;Warum tun wir uns so schwer, einer Friseurin ein gleich hohes Gehalt zuzubilligen wie einem Kfz-Mechatroniker?&quot;, fragte die Fachanw\u00e4ltin f\u00fcr Steuerrecht. Die Anforderungen innerhalb der dualen Ausbildung und w\u00e4hrend des Arbeitsalltags seien gleich hoch.<\/p>\n<p>&quot;Wir brauchen hier eine Wertediskussion und mehr Akzeptanz in der m\u00e4nnlich dominierten Wirtschaft&quot;, schrieb Geffken. Bewerbungspraxis und Betriebsf\u00fchrung m\u00fcssten ge\u00e4ndert werden. In den Berufen, in denen Frauen \u00fcberwiegend besch\u00e4ftigt seien erfolge zunehmend eine schlechtere Bezahlung mit h\u00f6herer Belastung. Geffken nannte in diesem Zusammenhang auch Grundschule und Pflege. So w\u00fcrden gut ausgebildete Krankenschwestern auf das Gehalt von Arzthelferinnen heruntergestuft, um im Gesundheitswesen zu sparen.<\/p>\n<p>Auch die Abschaffung der geringf\u00fcgigen Besch\u00e4ftigung und der Steuerklassen seien zur Beseitigung der Teilzeitfalle zwingend notwendig. Arbeitsstunden k\u00f6nnten der Lebenswirklichkeit mit \u00dcberbelastung zwischen Beruf und Kindererziehung, Pflege der Angeh\u00f6rigen und anderen Notwendigkeiten gleitend angepasst werden.<\/p>\n<p>Frauen haben in Deutschland im vergangenen Jahr nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden durchschnittlich 21 Prozent weniger verdient als M\u00e4nner. In Bremen betrug die L\u00fccke sogar 23 Prozent. Damit blieb der Verdienstunterschied im Vergleich zu 2016 unver\u00e4ndert. <\/p>\n<p>Als wichtigste Gr\u00fcnde f\u00fcr die Verdienstunterschiede nennen die Statistiker unterschiedliche Branchen und Berufe, in denen Frauen und M\u00e4nner t\u00e4tig sind, sowie ungleich verteilte Arbeitsplatzanforderungen hinsichtlich F\u00fchrung und Qualifikation. Dar\u00fcber hinaus seien Frauen h\u00e4ufiger als M\u00e4nner teilzeit- oder geringf\u00fcgig besch\u00e4ftigt. Der Equal Pay Day am 18. M\u00e4rz markiert den Termin, bis zu dem Frauen \u00fcber den Jahreswechsel hinaus arbeiten m\u00fcssen, damit sie auf das durchschnittliche Vorjahresgehalt ihrer m\u00e4nnlichen Kollegen kommen.<br \/>\n&nbsp;&nbsp;<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bremen (epd). 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