{"id":9525,"date":"2018-03-29T08:33:00","date_gmt":"2018-03-29T06:33:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/tod-und-auferstehung-christi-gehoeren-unloesbar-zusammen\/"},"modified":"2018-03-29T08:33:00","modified_gmt":"2018-03-29T06:33:00","slug":"tod-und-auferstehung-christi-gehoeren-unloesbar-zusammen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/tod-und-auferstehung-christi-gehoeren-unloesbar-zusammen\/","title":{"rendered":"Tod und Auferstehung Christi geh\u00f6ren unl\u00f6sbar zusammen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-weight: bold\">Gr\u00fcndonnerstag<\/span><br \/>\nAm Gr\u00fcndonnerstag, am Vorabend des Karfreitags, wird in Abendmahlsgottesdiensten an das letzte Mahl Jesu mit seinen J\u00fcngern vor seinem Tod erinnert. Der Kontrast dazu ist die Osternacht, in der die Christen die Auferstehung Jesu von den Toten feiern.<br \/>&nbsp; &nbsp;<br \/>Dem Neuen Testament zufolge verbrachte Jesus die Nacht zum Karfreitag in Todesangst, w\u00e4hrend seine J\u00fcnger schliefen. Daran erinnert der Name Gr\u00fcndonnerstag, der sich nicht von der Farbe Gr\u00fcn ableitet, sondern vermutlich vom althochdeutschen \u201eGrunen\u201c, dem \u201eGreinen\u201c oder \u201eWeinen\u201c. Auch die Bezeichnung der Karwoche stammt wohl aus dem Althochdeutschen. \u201eKara\u201c bedeutet Klage, Trauer, die am Todestag Jesu (Karfreitag) im Mittelpunkt des Gottesdienstes steht.<br \/>&nbsp; &nbsp;<br \/>Heute besteht in allen christlichen Konfessionen weitgehend Einigkeit dar\u00fcber, dass Tod und Auferstehung Christi an Ostern unl\u00f6sbar zusammengeh\u00f6ren und als Ganzes gefeiert werden. In vielen Kirchen werden am Karfreitag um 15 Uhr Gottesdienste gefeiert, der Tradition zufolge die Sterbestunde Jesu. Der anschlie\u00dfende Karsamstag erinnert an die Grablegung Jesu.<br \/>&nbsp;&nbsp; <br \/><span style=\"font-weight: bold\">Karfreitag<\/span><br \/>Am Karfreitag erinnern Christen an das Leiden und Sterben Jesu am Kreuz. Nach christlichem Verst\u00e4ndnis leidet Gott in Gestalt des unschuldig gekreuzigten Jesus gemeinsam mit seiner gequ\u00e4lten Sch\u00f6pfung. Der Karfreitag ist damit zugleich die Antwort des Christentums auf das B\u00f6se in der Welt. Das Christentum wurde so zur Religion des Kreuzes und das Kreuz Symbol f\u00fcr Mitgef\u00fchl und die Erl\u00f6sung vom Tod.<br \/>&nbsp; &nbsp;<br \/>Die Kreuzigung war die grausamste Hinrichtungsart der damaligen Zeit. Theologen warnen daher davor, die \u201eharten Fakten\u201c von Kreuz und Auferstehung als Ursprung des christlichen Glaubens zu verharmlosen. Die von Jesus von Nazareth ausgehende Bewegung schien mit seinem gewaltsamen Ende zun\u00e4chst abgeschlossen. Nach der Kreuzigung und der von den J\u00fcngern bezeugten Auferstehung Christi an Ostern nahm das Christentum jedoch erst seinen Anfang.<br \/>&nbsp; &nbsp;<br \/>Zwar steht der Karfreitag ganz im Zeichen der Trauer. F\u00fcr Christen ist das Kreuz aber auch ein Zeichen des Heils. Jesus Christus habe mit seinem S\u00fchneopfer \u201eunsern Leib und unsere Seele von der ewigen Verdammnis\u201c erl\u00f6st, erkl\u00e4rt zum Beispiel der protestantische Heidelberger Katechismus von 1563. Theologen betonen, dass sich solche Aussagen allerdings nur im Zusammenhang des Mysteriums von Leiden, Tod und der Auferstehung Jesu Christi von den Toten an Ostern verstehen lassen.<br \/>&nbsp; &nbsp;<br \/>In der evangelischen Kirche gibt es seit einiger Zeit eine Debatte um diesen Kernsatz des christlichen Glaubens. W\u00e4hrend einige liberale Theologen die Meinung vertreten, man k\u00f6nne gut Christ sein, ohne an die alte Lehre vom Opfertod Jesu am Kreuz zu glauben, warnen konservative Christen vor einer Verw\u00e4sserung zentraler Inhalte der christlichen Botschaft. \u00d6kumene-Experten sehen die Gefahr, die Diskussion k\u00f6nne den katholisch-evangelischen Dialog belasten, denn in der katholischen Kirche hat die Opfertod-Theologie eine zentrale Rolle.<br \/>&nbsp; &nbsp;<br \/>Doch alle christlichen Konfessionen sind sich heute einig: Im Leben und Sterben Jesu ist \u201eGott selbst zur Welt gekommen\u201c. Das Kreuz symbolisiert damit auch die Zuwendung Gottes zu den \u00c4rmsten und Schw\u00e4chsten. Karfreitag leitet sich ab vom althochdeutschen \u201eKara\u201c f\u00fcr Klage und Trauer. In den meisten Gemeinden schweigen die Glocken zu den Gottesdiensten. Manchmal ist der Altar schwarz verh\u00e4ngt. Taufen oder Trauungen finden nicht statt.<br \/>&nbsp; &nbsp;<br \/><span style=\"font-weight: bold\">Ostern<\/span><br \/>Ostern ist das \u00e4lteste und wichtigste Fest der Christenheit. Es erinnert an die Mitte des christlichen Glaubens: die Auferstehung Jesu Christi von den Toten nach seinem Leiden und Sterben am Kreuz. Das Osterfest ist daher ein Symbol f\u00fcr den Sieg des Lebens \u00fcber den Tod. In der fr\u00fchen Christenheit gab es oft Taufen an diesem Tag.<br \/>&nbsp; &nbsp;<br \/>Im Jahr 325 bestimmte das Konzil von Nic\u00e4a den Sonntag nach dem ersten Vollmond im Fr\u00fchling als Ostertermin. Seither wird das Auferstehungsfest in den westlichen Kirchen zwischen dem 22. M\u00e4rz und dem 25. April begangen, in diesem Jahr am 1. April. Die orthodoxen Kirchen feiern in der Regel sp\u00e4ter als die Kirchen im Westen, da sie sich nach dem julianischen und nicht nach dem neueren gregorianischen Kalender richten.<br \/>&nbsp; &nbsp;<br \/>Ostern hat sich wohl aus dem j\u00fcdischen Passah-Fest entwickelt. Passah, die Erinnerung an den Auszug der Juden aus \u00c4gypten, liegt in zeitlicher N\u00e4he zu Ostern. Viele Inhalte des Passah-Festes haben ein Gegenst\u00fcck in der christlichen Symbolik. So erinnert das Osterlamm, das aus dem an Passah geschlachteten Lamm hervorgeht, an das S\u00fchneopfer Jesu, der dem christlichen Glauben zufolge zur Erl\u00f6sung der s\u00fcndigen Menschen starb.<br \/>&nbsp; &nbsp;<br \/>Die Herkunft des Namens Ostern ist nicht v\u00f6llig gekl\u00e4rt. Volkst\u00fcmlich wurde er von der Fr\u00fchlingsg\u00f6ttin \u201eOstara\u201c abgeleitet. M\u00f6glicherweise ist er auch Resultat eines \u00dcbersetzungsfehlers. Die lateinische Bezeichnung f\u00fcr die Osterwoche (\u201eWei\u00dfe Woche\u201c\/\u201chebdomada in albis\u201c) wurde Religionshistorikern zufolge auch mit dem Wort f\u00fcr die Morgenr\u00f6te \u201ealba\u201c &#8211; auf althochdeutsch \u201eeostarun\u201c &#8211; verwechselt.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Das Osterlamm<\/span><br \/>Das Lamm ist eines der bekanntesten Ostersymbole. Es steht f\u00fcr die unschuldige Hingabe, f\u00fcr das Sterben Jesu am Kreuz. Im Johannes-Evangelium wird Jesus Christus selbst als Lamm bezeichnet: \u201eSiehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt S\u00fcnde tr\u00e4gt.\u201c Und der Prophet Jesaja sagt \u00fcber den Messias voraus: \u201eAls er gemartert ward, litt er doch willig und tat seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank gef\u00fchrt wird.\u201c<br \/>&nbsp; &nbsp;<br \/>Schon in der Antike waren junge Schafe klassische Opfertiere. Im Alten Testament gibt Gott Mose genaue Anweisungen, wie Opferl\u00e4mmer zu t\u00f6ten sind. Die Juden schlachten zum Passahfest, das im Fr\u00fchling zum Gedenken an den Auszug der Israeliten aus \u00c4gypten gefeiert wird, ein Lamm. Auch im christlichen Altertum legte man zu Ostern Lammfleisch unter den Altar. Es wurde geweiht und am Auferstehungstag als erste Speise verzehrt.<br \/>&nbsp; &nbsp;<br \/>Christus in seiner doppelten Funktion als guter Hirte und als Opferlamm ist ein h\u00e4ufiges Motiv christlicher bildlicher Darstellungen. Ein Lamm mit einer Siegesfahne soll dabei den Sieg Christi \u00fcber den Tod symbolisieren, also die Auferstehung. Schon in den r\u00f6mischen Katakomben erscheint das Lamm als Christussymbol.<br \/>&nbsp; &nbsp;<br \/>Das Gleichnis vom Lamm Gottes, dem Agnus Dei, ist das ganze Kirchenjahr \u00fcber bei der Abendmahlfeier pr\u00e4sent, bei der die Gemeinde bittet: \u201eChriste, Du Lamm Gottes, der du tr\u00e4gst die S\u00fcnde der Welt, erbarme Dich unser.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">epd<\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gr\u00fcndonnerstag Am Gr\u00fcndonnerstag, am Vorabend des Karfreitags, wird in Abendmahlsgottesdiensten an das letzte Mahl Jesu mit seinen J\u00fcngern vor seinem Tod erinnert. Der Kontrast dazu ist die Osternacht, in der die Christen die Auferstehung Jesu von den Toten feiern.&nbsp; &nbsp;Dem Neuen Testament zufolge verbrachte Jesus die Nacht zum Karfreitag in Todesangst, w\u00e4hrend seine J\u00fcnger schliefen. 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