{"id":9563,"date":"2018-04-04T08:01:00","date_gmt":"2018-04-04T06:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/ethik-professor-warnt-vor-uebereilter-einfuehrung-des-autonomen-fahrens\/"},"modified":"2018-04-04T08:01:00","modified_gmt":"2018-04-04T06:01:00","slug":"ethik-professor-warnt-vor-uebereilter-einfuehrung-des-autonomen-fahrens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/ethik-professor-warnt-vor-uebereilter-einfuehrung-des-autonomen-fahrens\/","title":{"rendered":"Ethik-Professor warnt vor \u00fcbereilter Einf\u00fchrung des autonomen Fahrens"},"content":{"rendered":"<p>Hannover\/Erlangen (epd). Der Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Peter Dabrock, warnt davor, autonom fahrende Autos \u00fcberst\u00fcrzt und \u00abquasi mit der Brechstange\u00bb einf\u00fchren zu wollen. Durch selbstfahrende Autos verursachte Unf\u00e4lle in den USA in j\u00fcngster Zeit h\u00e4tten gezeigt, dass die Systeme zwar zugelassen, aber noch nicht ausgereift seien: \u00abEs ist heikel, die Technik schon jetzt in gro\u00dfem Umfang auf die Stra\u00dfe zu bringen\u00bb, sagte der evangelische Theologie-Professor aus Erlangen am Mittwoch in Hannover dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Rande des kirchlichen Hanns-Lilje-Forums.<\/p>\n<p>Dabrock mahnte mehr Verantwortungsbewusstsein in Politik und Wirtschaft an. Es sei Aufgabe der Techniker und Ingenieure, die automatisierten Fahrzeuge Schritt f\u00fcr Schritt zu optimieren. Genauso m\u00fcsse die Verkehrsinfrastruktur auf diese neue Art von Fahrzeugen vorbereitet werden. \u00abMan kann nicht einfach im Jahr 2018 das Lenkrad im Auto abbauen und hoffen, dass im regul\u00e4ren Verkehr alles gutgeht. Das ist der denkbar schlechteste Ansatz.\u00bb<\/p>\n<p>Selbstfahrende Autos stellten den m\u00f6glicherweise gr\u00f6\u00dften Wandel in der Mobilit\u00e4tskultur dar, seit es \u00fcberhaupt Autos gebe, betonte Dabrock. Das sei durchaus positiv zu bewerten. \u00abDie Mobilit\u00e4t der Menschen ver\u00e4ndert sich damit grundlegend. Der Verkehr l\u00e4sst sich besser organisieren, und langfristig d\u00fcrften weniger Unfallopfer zu erwarten sein &#8211; all das sind Gr\u00fcnde, die daf\u00fcr sprechen, den Weg zum sogenannten autonomen Fahren weiter zu verfolgen.\u00bb<\/p>\n<p>Allerdings warnte der Ethiker davor, die \u00abv\u00f6llig legitime kulturelle Tr\u00e4gheit\u00bb der Menschen zu untersch\u00e4tzen. Niemand trenne sich ohne Not gerne von einem scheinbar gut funktionierenden System. Der Erfolg von Innovationen h\u00e4nge neben der technischen Machbarkeit daher auch von der Art ihrer kulturellen Einf\u00fchrung und von Vertrauen ab. \u00abIn Zeiten von Daten- und Dieselskandalen darf man sich nicht wundern, wenn neuer Technik gegen\u00fcber eine gro\u00dfe Skepsis herrscht.\u00bb<\/p>\n<p>Mit Experten aus dem ganzen Bundesgebiet widmet sich das evangelische Hanns-Lilje-Forum in insgesamt drei Diskussionsrunden in den kommenden Wochen der Digitalisierung. Am Mittwochabend ging es um die Leitfrage: \u00abVersinkt der Mensch im Datenstrom?\u00bb. Die Hanns-Lilje-Stiftung wurde 1989 von der hannoverschen Landeskirche gegr\u00fcndet und nach dem fr\u00fcheren Landesbischof Hanns Lilje (1899-1977) benannt. Sie f\u00f6rdert den Dialog von Kirche und Theologie mit Wissenschaft, Technik, Wirtschaft, Kunst und Politik.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover\/Erlangen (epd). 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