{"id":9601,"date":"2018-04-13T11:16:00","date_gmt":"2018-04-13T09:16:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/abend-der-begegnung-zum-thema-wuerde-respekt-und-mitgefuehl\/"},"modified":"2018-04-13T11:16:00","modified_gmt":"2018-04-13T09:16:00","slug":"abend-der-begegnung-zum-thema-wuerde-respekt-und-mitgefuehl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/abend-der-begegnung-zum-thema-wuerde-respekt-und-mitgefuehl\/","title":{"rendered":"Abend der Begegnung zum Thema W\u00fcrde, Respekt und Mitgef\u00fchl"},"content":{"rendered":"<p>W\u00fcrde, Respekt und Mitgef\u00fchl. \u00dcber diese drei grundlegenden Begriffe in der Pflege sprach der \u00f6sterreichische Univ.-Prof. Ulrich K\u00f6rtner vor mehr als 180 G\u00e4sten aus Kirche, Wirtschaft, Verwaltung und sozialer Arbeit beim 33. Abend der Begegnung am Donnerstag, 12. April. In K\u00f6rtners Vortrag ging es um den Einfluss des christlichen Menschenbilds auf die Pflegepraxis. \u201eWelche Sichtweise leitet den Umgang der Pflege und der Medizin mit Krankheit, Leiden und Behinderung, von Altern, Sterben und Tod?\u201c Diese Frage stellte K\u00f6rtner in seinem Vortrag. Richtet sich der Blick auf die Defizite oder auf die vorhandenen Ressourcen?<\/p>\n<p>K\u00f6rtner machte deutlich, im Pflegealltag gibt es immer ein Spannungsverh\u00e4ltnis zwischen W\u00fcrde, Respekt und Mitgef\u00fchl, die er noch um F\u00fcrsorge und Gerechtigkeit erg\u00e4nzte: \u201eMan kann aus reinem Mitgef\u00fchl das ethisch wie pflegerisch Falsche tun.\u201c&nbsp; Genauso kann der Respekt vor der W\u00fcrde und der Autonomie des Patienten in Konflikt mit dem Gebot zur F\u00fcrsorge treten. Um mit diesen Spannungen und Ambivalenzen in Pflege und Medizin umzugehen, kann ein christliches Menschenbild einen wichtigen Beitrag leisten, schloss K\u00f6rtner. Allerdings gibt es nicht das eine christliche Menschenbild. Im Laufe der Geschichte, zwischen den einzelnen Konfession oder sogar nach Personen unterscheiden sich die christlichen Menschenbilder. Und so k\u00f6nnen die Antworten der Kirchen auf ethische Fragen unterschiedlich ausfallen.<\/p>\n<p>Barmherzigkeit geh\u00f6rt zu allen christlichen Menschenbildern. Und diese stellte Diakonie-Vorstand Thomas Feld in den Mittelpunkt seiner Oldenburger Schlaglichter. Sein Fazit: \u201eUm die Barmherzigkeit der Gesellschaft ist es im Oldenburger Land gut bestellt.\u201c Das zeige das gro\u00dfe ehrenamtliche Engagement in den verschiedensten Bereichen genauso wie die gro\u00dfe Spendenbereitschaft. Diese erm\u00f6glicht es unter anderem, dass noch in diesem Jahr mit der Errichtung des Geb\u00e4udes f\u00fcr das Kurzzeitpflegeprojekt Kiola begonnen werden kann.<\/p>\n<p>In der Arbeit der verschiedenen Einrichtungen setze sich das Diakonische Werk weiter daf\u00fcr ein, dass Verschiedenheit als Reichtum angesehen werde und nicht zu Ausgrenzung f\u00fchre, sagte Feld weiter. Dazu passt es auch, dass sich eine Gruppe aus Mitarbeitenden f\u00fcr das Haus der Diakonie in der Kastanienallee auf den Weg gemacht hat, die UN-Behindertenrechtskonvention durch einen Aktionsplan umzusetzen. Dazu soll das Geb\u00e4ude barrierefrei gestaltet werden, berichtete Diakonie-Vorstand Uwe K. Kollmann. Es geht aber auch um Bewusstseinsbildung. Denn Barrieren entstehen bereits in den K\u00f6pfen.<\/p>\n<p>Gro\u00dfes Engagement zeigten die Mitarbeitenden in den diakonischen Einrichtungen auch bei der Bew\u00e4ltigung der Grippewelle, die nicht nur die Bewohner, sondern auch Mitarbeitende traf. \u201eIch meine heute ist ein Tag, all diesen M\u00e4nnern und Frauen Dank zu sagen auch daf\u00fcr, dass sie diakonische Arbeit als nach au\u00dfen hin deutliches kirchliches Wirken damit aufrechterhalten haben\u201c, sagte Kollmann.<\/p>\n<p>Auch Oberkirchenrat Thomas Adomeit, Vertreter im Bischofsamt, betonte in seiner Begr\u00fc\u00dfung die enge Verbindung von Kirche und Diakonie. \u201eGerade in unserer Diakonie \u00fcbernehmen wir Verantwortung f\u00fcr die Schw\u00e4chsten in unserer Gesellschaft und wollen damit Mut machen gegen alle Hoffnungslosigkeit. Wir freuen uns, dass dieser Einsatz in unserer Region wahrgenommen wird und viel Unterst\u00fctzung bekommt.\u201c Adomeit kritisierte in seiner Begr\u00fc\u00dfung die soziale Ungerechtigkeit in der Gesellschaft: \u201eZu schweigen, wo Not erkennbar ist, kommt nicht in Frage. Hier werden wir uns als Kirche und Diakonie auch immer wieder politisch einmischen, unsere Stimme erheben und auf die Missst\u00e4nde hinweisen.\u201c Aufgabe von Kirche und Diakonie sei nicht nur die konkrete Hilfe.<\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Ein Beitrag von Frerk Hinrichs, Pressesprecher Diakonie im Oldenburger Land.<\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00fcrde, Respekt und Mitgef\u00fchl. \u00dcber diese drei grundlegenden Begriffe in der Pflege sprach der \u00f6sterreichische Univ.-Prof. Ulrich K\u00f6rtner vor mehr als 180 G\u00e4sten aus Kirche, Wirtschaft, Verwaltung und sozialer Arbeit beim 33. 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