{"id":9605,"date":"2018-04-12T10:48:00","date_gmt":"2018-04-12T08:48:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/ver-di-oeffentliche-angestellte-an-wirtschaftswachstum-beteiligen\/"},"modified":"2018-04-12T10:48:00","modified_gmt":"2018-04-12T08:48:00","slug":"ver-di-oeffentliche-angestellte-an-wirtschaftswachstum-beteiligen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/ver-di-oeffentliche-angestellte-an-wirtschaftswachstum-beteiligen\/","title":{"rendered":"Ver.di: \u00d6ffentliche Angestellte an Wirtschaftswachstum beteiligen"},"content":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Die Gewerkschaft ver.di hat die kommunalen Arbeitgeber in Deutschland und den Bund aufgefordert, ihre Besch\u00e4ftigten an der positiven Wirtschaftsentwicklung teilhaben zu lassen. \u00abDie Verweigerung der Arbeitgeber steht im krassen Gegensatz zur wirtschaftlichen Lage im Lande\u00bb, sagte der Gewerkschaftsvorsitzende Frank Bsirske bei einer zentralen Kundgebung am Donnerstag in Hannover vor rund 10.000 Streikenden des \u00f6ffentlichen Dienstes aus Niedersachsen.<\/p>\n<p>Niemand habe etwas davon, wenn Krankenschwestern, Busfahrer oder Feuerwehrleute von der allgemeinen Lohnentwicklung abgekoppelt w\u00fcrden, betonte Bsirske. Die Kommunen h\u00e4tten im vergangenen Jahr einen steuerlichen Rekord\u00fcberschuss erzielt. Bereits seit sechs Jahren seien ihre Einnahmen h\u00f6her als die Ausgaben. Die Gewerkschaft hatte im Tarifkonflikt mit Bund und Kommunen bundesweit zu Warnstreiks aufgerufen.<\/p>\n<p>Ver.di fordert f\u00fcr die bundesweit rund 2,3 Millionen Angestellten des \u00f6ffentlichen Dienstes einen Lohnzuwachs von sechs Prozent, mindestens aber 200 Euro mehr pro Monat. Daf\u00fcr legten in dieser Woche legten nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft bundesweit mehr als 100.000 Angestellte ihre Arbeit nieder. Allein am Donnerstag seien es rund 45.000 Mitarbeiter in elf Bundesl\u00e4ndern aus allen Einrichtungen des \u00f6ffentlichen Dienstes gewesen. F\u00fcr Freitag k\u00fcndigte ver.di weitere Warnstreiks in Hamburg, Hessen, Th\u00fcringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Rheinland-Pfalz an.<\/p>\n<p>Der Bund und die kommunalen Arbeitgeber lehnen die Gewerkschaftsforderungen bislang ab, legten bei den bisherigen Tarifverhandlungen jedoch kein Gegenangebot vor. Arbeitgeber und Gewerkschaft treffen am kommenden Sonntag in Potsdam zur dritten Verhandlungsrunde zusammen.<\/p>\n<p>Auch der Fachkr\u00e4ftemangel erfordere verbesserte Arbeitsbedingungen im \u00f6ffentlichen Dienst, argumentierte Bsirske. Arbeitspl\u00e4tze in der Altenpflege oder Kinderbetreuung m\u00fcssten attraktiver werden, da der \u00f6ffentliche Dienst sonst den Wettbewerb um Fachkr\u00e4fte verliere. Schon heute stocke der Ausbau der Kinderbetreuung, und Pflegebed\u00fcrftige m\u00fcssten wegen Personalmangel an Heimen abgewiesen werden. In den kommenden f\u00fcnf Jahren gingen zudem mehr als 20 Prozent der Kollegen in Rente. Neue Fachkr\u00e4fte m\u00fcssten erst einmal gewonnen werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr Auszubildende fordert die Gewerkschaft eine Lohnerh\u00f6hung von 100 Euro, 30 Urlaubstage und die unbefristete \u00dcbernahme aller Azubis nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung. \u00abUnsere Gesellschaft ist auf einen funktionierenden \u00f6ffentlichen Dienst angewiesen\u00bb, betonte Bsirske.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Die Gewerkschaft ver.di hat die kommunalen Arbeitgeber in Deutschland und den Bund aufgefordert, ihre Besch\u00e4ftigten an der positiven Wirtschaftsentwicklung teilhaben zu lassen. \u00abDie Verweigerung der Arbeitgeber steht im krassen Gegensatz zur wirtschaftlichen Lage im Lande\u00bb, sagte der Gewerkschaftsvorsitzende Frank Bsirske bei einer zentralen Kundgebung am Donnerstag in Hannover vor rund 10.000 Streikenden des \u00f6ffentlichen Dienstes aus Niedersachsen. Niemand habe etwas davon, wenn Krankenschwestern, Busfahrer oder Feuerwehrleute von der allgemeinen Lohnentwicklung abgekoppelt w\u00fcrden, betonte Bsirske. Die Kommunen h\u00e4tten im vergangenen Jahr einen steuerlichen Rekord\u00fcberschuss erzielt. Bereits seit sechs Jahren seien ihre Einnahmen h\u00f6her als die Ausgaben. 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