{"id":9690,"date":"2018-04-30T23:40:00","date_gmt":"2018-04-30T21:40:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/dgb-warnt-vor-moderner-sklaverei-in-der-internet-wirtschaft\/"},"modified":"2018-04-30T23:40:00","modified_gmt":"2018-04-30T21:40:00","slug":"dgb-warnt-vor-moderner-sklaverei-in-der-internet-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/dgb-warnt-vor-moderner-sklaverei-in-der-internet-wirtschaft\/","title":{"rendered":"DGB warnt vor \u00abmoderner Sklaverei\u00bb in der Internet-Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size:10.0pt;line-height:115%\">Osnabr\u00fcck (epd). Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat in der Debatte um die Digitalisierung der Wirtschaft vor einer \u00abmodernen Sklaverei\u00bb gewarnt. Immer mehr Menschen b\u00f6ten ihre Arbeitskraft projektbezogen auf Online-Plattformen im Internet an, sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann der \u00abNeuen Osnabr\u00fccker Zeitung\u00bb (Sonnabend): \u00abEs entsteht ein digitales Proletariat, wenn wir die Spielregeln f\u00fcr die Plattform-\u00d6konomie und f\u00fcr den digitalen Kapitalismus nicht grundlegend weiterentwickeln. Es kann nicht sein, dass der Acht-Stunden-Tag aufgel\u00f6st wird und es keine elfst\u00fcndigen Ruhezeiten mehr gibt.\u00bb<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size:10.0pt;line-height:115%\">&nbsp;<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size:10.0pt;line-height:115%\">Auch Menschen in einer Plattform-\u00d6konomie br\u00e4uchten Pausen und m\u00fcssten sozial abgesichert sein. \u00abDazu m\u00fcssen wir die Tarifbindung ausweiten\u00bb, unterstrich Hoffmann. Der Fahrdienstleister Uber und andere Online-Vermittler weigerten sich aber, ihre Verantwortung als Arbeitgeber anzuerkennen. \u00abDamit muss Schluss sein, da ist auch der Gesetzgeber gefragt.\u00bb<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size:10.0pt;line-height:115%\">&nbsp;<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size:10.0pt;line-height:115%\">Bundesweit arbeiten nach Sch\u00e4tzung des DGB bereits weit mehr als zwei Millionen Menschen in der Plattform-\u00d6konomie. Bis zu einer Million Menschen von ihnen seien als sogenannte Crowdworker registriert, deren Dienste man online einkaufen k\u00f6nne, sagte Hoffmann. Doch nur ein Bruchteil dieser Besch\u00e4ftigten k\u00f6nne von dieser Arbeit auch leben. Sie alle seien potenziell von Ausbeutung bedroht.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size:10.0pt;line-height:115%\">&nbsp;<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size:10.0pt;line-height:115%\">\u00abWenn es eine Aufl\u00f6sung von Ort, Raum und Zeit gibt, wenn Arbeiten \u00fcber Internetplattformen weltweit vergeben werden k\u00f6nnen, dann brauchen wir mindestens europ\u00e4ische Spielregeln, um Fehlentwicklungen zu begrenzen\u00bb, forderte der DGB-Chef. Die EU-Kommission arbeite noch an Vorschl\u00e4gen. Es sei \u00abh\u00f6chste Zeit, dass sie umgesetzt werden\u00bb.<\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Osnabr\u00fcck (epd). Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat in der Debatte um die Digitalisierung der Wirtschaft vor einer \u00abmodernen Sklaverei\u00bb gewarnt. 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