{"id":9889,"date":"2018-05-25T18:04:00","date_gmt":"2018-05-25T16:04:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/synode-beschliesst-einsparungen-in-hoehe-von-124-millionen-euro-bis-zum-jahr-2030\/"},"modified":"2018-05-25T18:04:00","modified_gmt":"2018-05-25T16:04:00","slug":"synode-beschliesst-einsparungen-in-hoehe-von-124-millionen-euro-bis-zum-jahr-2030","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/synode-beschliesst-einsparungen-in-hoehe-von-124-millionen-euro-bis-zum-jahr-2030\/","title":{"rendered":"Synode beschlie\u00dft Einsparungen in H\u00f6he von 124 Millionen Euro bis zum Jahr 2030"},"content":{"rendered":"<p>Die Synodalen der 48. Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg haben auf ihrer neunten Tagung in Rastede bei Oldenburg beschlossen, bis zum Jahr 2030 Einsparungen in H\u00f6he von rund 124 Millionen Euro vorzunehmen. Grundlage ist ein vom Oberkirchenrat vorgelegter Ma\u00dfnahmenkatalog zur Haushaltskonsolidierung. Darin werden auf rund 150 Seiten 88 Handlungsfelder beschrieben, in denen bis zum Jahr 2030 ein Einsparpotenzial von rund 124 Millionen Euro erreicht werden soll. Damit soll die oldenburgische Kirche bis zum Jahr 2030 einen ausgeglichenen Haushalt erreichen.<\/p>\n<p>Die Synodalen haben mit ihrer heutigen Entscheidung den Ma\u00dfnahmenkatalog zur Haushaltskonsolidierung zur Kenntnis genommen und die Weiterarbeit an der Haushaltskonsolidierung auf der Grundlage des Ma\u00dfnahmenkataloges empfohlen. <\/p>\n<p>In seiner Einbringungsrede hatte der Vertreter im Bischofsamt, Oberkirchenrat Thomas Adomeit, die Eckpunkte des Ma\u00dfnahmenkataloges vorgestellt. Angesichts prognostizierter Einnahmer\u00fcckg\u00e4nge bei steigenden Ausgaben k\u00f6nnten die bisherigen Arbeitsbereiche nicht unver\u00e4ndert fortgef\u00fchrt werden. Es seien zum Teil sehr schmerzhafte Konkretionen \u201edurch die Orientierung an den Kostenstellen, somit finanzieller Natur.\u201c Diese Ma\u00dfnahmen seien \u201eeine Antwort auf die Frage, wie es weitergehen kann, um zuk\u00fcnftig finanziell handlungsf\u00e4hig zu sein.\u201c Jetzt nicht zu handeln, sei falsch, betonte Adomeit.<\/p>\n<p>Bei aller Reduzierung von Ausgaben gehe es aber nicht zuerst um einen Abbau von Stellen, \u201esondern wir werden es kaum schaffen, unsere Stellen zu besetzen\u201c, hob Adomeit deutlich hervor. Es gehe um die Anpassung an die realen Bedingungen und die Ressourcen, die zur Verf\u00fcgung stehen werden. \u201eWir brauchen unsere hauptamtlich Mitarbeitenden. Wir stehen auch jetzt schon vor der Herausforderung des Fachkr\u00e4ftemangels in Bereichen der Verwaltung, der Erzieherinnen, Pfarrer und Pfarrerinnen sowie Diakone und Diakoninnen.\u201c Dass K\u00fcrzungsma\u00dfnahmen mit dem vermutlichen \u00dcbergang von Mitarbeitenden in den Ruhestand angegangen werden sollen, unterstreiche diese Grundhaltung.<\/p>\n<p>Der Gemeinsame Kirchenausschuss hatte der Synode empfohlen, das im vorgelegten Ma\u00dfnahmenkatalog beschriebene Einsparvolumen zu beschlie\u00dfen. Zudem hatte der Gemeinsame Kirchenausschuss beschlossen, dass er selbst die konstruktive Begleitung der Prozesse zur Umsetzung der vorgeschlagenen Ma\u00dfnahmen zur Haushaltskonsolidierung \u00fcbernehmen werde. Dazu will er sich Beratung durch Fachleute aus den entsprechenden synodalen Aussch\u00fcssen holen.<\/p>\n<p>Auf der Herbsttagung der Synode sollen weitere Vorschl\u00e4ge zur Verwaltungsoptimierung, zu Baufragen und damit auch zu Standortfragen er\u00f6rtert werden.<\/p>\n<p>Der Finanzausschuss hatte ebenfalls empfohlen, das Einsparvolumen \u2013 so wie im Ma\u00dfnahmenkatalog beschrieben \u2013 zu beschlie\u00dfen. Der Vorsitzende des Ausschusses, Manfred Pfaus, betonte, dass mit der Erstellung des Ma\u00dfnahmenkatalogs die gew\u00fcnschte transparente Entscheidungsvorlage f\u00fcr die Synode auf dem Tisch sei, auch wenn noch 7,1 Millionen Euro bis zum Jahr 2030 offen seien. <\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Synode reduziert langfristig die Zahl der Pfarrstellen von 250 auf 173<br \/><\/span>Mit gro\u00dfer Mehrheit hat die Synode am Donnerstag beschlossen, bis zum Jahr 2030 die Zahl der Pfarrstellen von derzeit 250 auf 173 zu verringern. Durch diese Verringerung um 77 Stellen sind Einsparungen in H\u00f6he von rund 71 Millionen Euro bis zum Jahr 2030 m\u00f6glich. In diesem Zusammenhang beschlossen die Synodalen, dass f\u00fcr den Rahmenpfarrstellenplan 2030 das einzige Kriterium die Anzahl der Gemeindeglieder sein soll. Pro Pfarrstelle wird mit Blick auf die Gesamtkirche eine Anzahl von 2.000 Gemeindegliedern zugrunde gelegt. Dieses Kriterium soll nach f\u00fcnf Jahren \u00fcberpr\u00fcft werden. <\/p>\n<p>F\u00fcr den Entwicklungszeitraum von 2018 bis 2030 soll es aber m\u00f6glich sein, Pfarrerinnen und Pfarrer auch \u00fcber den Stellenplan hinaus in den Probedienst zu \u00fcbernehmen, um einen Personalbestand auch \u00fcber 2030 hinaus aufzubauen und sicherzustellen.<\/p>\n<p>\u00dcber den Vorschlag, dass f\u00fcr gesamtkirchliche Aufgaben zehn Prozent der Gesamtpfarrstellen zur Verf\u00fcgung gestellt werden sollen, entwickelte sich in der Synode eine engagierte Debatte, zu der mehrere Ab\u00e4nderungsantr\u00e4ge vorgelegt wurden. Nach eingehender Debatte beschloss die Synode, eine Entscheidung \u00fcber die verschiedenen Antr\u00e4ge und \u00c4nderungsantr\u00e4ge zu vertagen. Die Synode beauftragte die Arbeitsgruppe zum Rahmenpfarrstellenplan 2030 bis zur Herbstsynode im November, eine oder mehrere Alternativen zu den Vorlagen zu erarbeiten, die hinsichtlich bestehender Pfarrstellen mit allgemeinem kirchlichen Auftrag eine Zuordnung zum Oberkirchenrat bzw. der Synode vorsieht. <\/p>\n<p>Auch \u00fcber den Beschlussvorschlag, den Kirchenkreisen die Pfarrstellen im Verh\u00e4ltnis der f\u00fcr 2030 prognostizierten Gemeindeglieder zuzuweisen, gab es eine l\u00e4ngere Diskussion. Nach eingehender Debatte beschloss die Synode, dass den Kirchenkreisen die Pfarrstellen im Verh\u00e4ltnis der f\u00fcr die jeweiligen Kirchenkreise f\u00fcr 2030 prognostizierten Gemeindeglieder zugewiesen werden sollen.<\/p>\n<p>In ihrer Einbringung des Rahmenpfarrstellenplans 2030 hatte Oberkirchenr\u00e4tin Annette-Christine Lenk betont, dass es \u201eein sehr schmerzlicher Prozess\u201c sei, den Umfang des Pfarrdienstes reduzieren zu m\u00fcssen. Die Arbeitsgruppe, die den Rahmenpfarrstellenplan erarbeitet hatte, habe diesen Schmerz thematisiert, doch sei sie sich der Verantwortung bewusst gewesen, eine Vorlage f\u00fcr die Synode, wie sie es in Auftrag gegeben hatte, zu erarbeiten. Es bleibe ein Gegensatz, der nicht aufzul\u00f6sen sei: Einerseits stiegen die Kosten des Pfarrdienstes, andererseits m\u00fcsste doch, weil die S\u00e4kularisierung der Gesellschaft voran schreite, mehr Pfarrpersonal zur Verf\u00fcgung stehen, um Menschen die befreiende Botschaft von der Gnade Gottes vielf\u00e4ltig zu verk\u00fcndigen. \u201eWie sch\u00f6n w\u00e4re es, wenn wir mehr statt weniger Pfarrstellen haben k\u00f6nnten! Das ist jedoch aus rationaler Einsicht nicht leistbar\u201c, sagte die Oberkirchenr\u00e4tin.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Weiterhin 40 Diakoninnen und Diakone im Bereich der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen <br \/><\/span>Bereits am Donnerstagabend beschlossen die Synodalen, dass langfristig 40 Diakoninnen und Diakone im Bereich der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen eingesetzt werden sollen. \u00dcber die St\u00e4rkung der Kreisjugendaussch\u00fcsse soll das Handlungsfeld st\u00e4rker auf der Kreisebene und damit n\u00e4her an den Kirchengemeinden verortet werden. Ein Alternativvorschlag der Steuerungsgruppe (Modell 2) fand keine Mehrheit. Das zweite Modell ging davon aus, dass lediglich 25 Diakoninnen und Diakone im Bereich der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen eingesetzt werden und das Handlungsfeld insgesamt damit zentralisiert wird, also eine Steuerung durch das Landesjugendpfarramt ohne unmittelbare Beteiligung der Kreis- und Gemeindeebene erfolgt. Weitere 15 Diakoninnen und Diakone sollten in anderen Arbeitsfeldern eingesetzt werden. <\/p>\n<p>Die Synodalen stimmten weiterhin einem Ab\u00e4nderungsantrag zu, dass die Anbindung der Dienst- und Fachaufsicht f\u00fcr den Kreisjugenddienst noch gekl\u00e4rt werden soll. Die Synode setzte dazu eine Arbeitsgruppe aus acht Mitgliedern ein, die die genauen Regelungen f\u00fcr das beschlossene Modell 1 (inkl. Dienst- und Fachaufsicht f\u00fcr den Kreisjugenddienst) entwickeln und der Synode sp\u00e4testens im Fr\u00fchjahr 2019 zur Beschlussfassung vorlegen soll.<\/p>\n<p>Die rund 60 Synodalen sowie G\u00e4ste und Mitarbeitende der oldenburgischen Kirche tagten am 24. und 25. Mai im Evangelischen Bildungshaus Rastede. Auf der Tagesordnung der Synode standen weiterhin der Bericht \u00fcber die Gemeindekirchenratswahl im M\u00e4rz 2018, der Zwischenbericht aus der Arbeitsgruppe \u201eFriedenskonsultation\u201c sowie ein Gesetz zur \u00c4nderung der Kirchenordnung der oldenburgischen Kirche, um zeitlich befristet neue Ordnungen, Arbeits- und Organisationsformen zu erproben, die von einzelnen Vorschriften der Kirchenordnung abweichen k\u00f6nnen sowie zahlreiche weitere Berichte aus den synodalen Aussch\u00fcssen.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Wahl einer neuen Bisch\u00f6fin \/ eines neuen Bischofs f\u00fcr 22. September geplant<br \/><\/span>Neben der au\u00dferordentlichen Synodentagung zur Wahl einer neuen Bisch\u00f6fin \/ eines neuen Bischofs am 22. September 2018 im Gemeindehaus der St.-Johannes-Kirche der Kirchengemeinde Osternburg, Pasteurstra\u00dfe, wird die 48. Synode zu ihrer 10. Tagung vom 22. bis 24. November 2018 im Evangelischen Bildungshaus Rastede zusammenkommen.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Tagung mit bemerkenswerten Akzenten<br \/><\/span>Synodenpr\u00e4sidentin Sabine Bl\u00fctchen zeigte sich im Gespr\u00e4ch mit Journalisten zufrieden dar\u00fcber, was und wie die Synode diskutiert und entscheiden habe. Es sei ernsthaft und sachbezogen diskutiert und mit gro\u00dfer Mehrheit, zuweilen auch einstimmig entscheiden worden. \u201eWir sind nun gut auf dem Weg f\u00fcr die Kirche und k\u00f6nnen als kirchliche Gremien zusammen mit viel Vertrauen an die Umsetzung gehen\u201c, so Bl\u00fctchen.<\/p>\n<p>Oberkirchenrat Thomas Adomeit, Vertreter im Bischofsamt, betonte, die Synode habe Beschl\u00fcsse verabschiedet, \u201edie die Kirche ver\u00e4ndert haben. Die Umsetzung werden wir gemeinsam angehen.\u201c Der Ton und der Austausch der Debatten h\u00e4tten mit dem Blick auf das Ganze bemerkenswerte Akzente gesetzt. Er sei erleichtert, dass die Synode den Ma\u00dfnahmenkatalog mittrage. Damit werde die Verantwortung nunmehr auf mehreren Schultern gelegt. Dennoch gebe es \u2013 gerade im Blick auf die Umsetzung \u2013 keinen Grund zur Euphorie. \u201eAber es gibt eine Schneise, auf der wir weiter gehen k\u00f6nnen. \u00dcber die Art und Weise, wie die Synode die Entscheidungen auch inhaltlich mittr\u00e4gt, bin ich sehr dankbar.\u201c<\/p>\n<p>Der Synodale R\u00fcdiger Schaarschmidt, Vorsitzender des Ausschusses f\u00fcr Jugend und Bildung, kirchliche Werke, Einrichtungen und \u00d6ffentlichkeitsarbeit, sagte, die Jugendsynodalen h\u00e4tten mit Leidenschaft und mit Ernsthaftigkeit ihre Interessen eingebracht. Auch wenn die Beschl\u00fcsse nicht ganz ihren Vorstellungen entsprochen h\u00e4tten, seien die Kirchenkreise als Ebene gest\u00e4rkt worden, auf der die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit verantwortet werden m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Oberkirchenrat Detlef Muck-B\u00fcker betonte, dass die oldenburgische Kirche weiterhin handlungsf\u00e4hig sei, sowohl in der Bildung als auch in der Diakonie. \u201eDas, was wir tun, k\u00f6nnen wir absehbar gut machen\u201c, so Mucks-B\u00fcker. <\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\"><span style=\"font-weight: bold\">Weitere Informationen und Beschl\u00fcsse sowie Fotos zur Synodentagung finden Sie unter: www.kirche-oldenburg.de\/kirche-gemeinden\/synode\/948-synode.html&nbsp; <br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Synodalen der 48. Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg haben auf ihrer neunten Tagung in Rastede bei Oldenburg beschlossen, bis zum Jahr 2030 Einsparungen in H\u00f6he von rund 124 Millionen Euro vorzunehmen. Grundlage ist ein vom Oberkirchenrat vorgelegter Ma\u00dfnahmenkatalog zur Haushaltskonsolidierung. Darin werden auf rund 150 Seiten 88 Handlungsfelder beschrieben, in denen bis zum Jahr 2030 ein Einsparpotenzial von rund 124 Millionen Euro erreicht werden soll. Damit soll die oldenburgische Kirche bis zum Jahr 2030 einen ausgeglichenen Haushalt erreichen. Die Synodalen haben mit ihrer heutigen Entscheidung den Ma\u00dfnahmenkatalog zur Haushaltskonsolidierung zur Kenntnis genommen und die Weiterarbeit an der Haushaltskonsolidierung&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"false","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[43],"tags":[44],"class_list":["post-9889","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kirche-oldenburg","tag-kirche-oldenburg"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9889","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9889"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9889\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9889"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9889"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9889"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}