{"id":9982,"date":"2018-06-06T07:08:00","date_gmt":"2018-06-06T05:08:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/landesrechnungshof-festhalten-an-foerderschulen-teuer-kultusminister-inklusion-nicht-nur-unter-wirtschaftlichem-aspekt-betrachten\/"},"modified":"2018-06-06T07:08:00","modified_gmt":"2018-06-06T05:08:00","slug":"landesrechnungshof-festhalten-an-foerderschulen-teuer-kultusminister-inklusion-nicht-nur-unter-wirtschaftlichem-aspekt-betrachten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/landesrechnungshof-festhalten-an-foerderschulen-teuer-kultusminister-inklusion-nicht-nur-unter-wirtschaftlichem-aspekt-betrachten\/","title":{"rendered":"Landesrechnungshof: Festhalten an F\u00f6rderschulen teuer &#8211; Kultusminister: Inklusion nicht nur unter wirtschaftlichem Aspekt betrachten"},"content":{"rendered":"<p>Der Landesrechnungshof hat in seinem Jahresbericht die Inklusion an Schulen unter die Lupe genommen. Dabei stellen die Pr\u00fcfer Unterschiede in der Umsetzung bei den Schulformen und in den Regionen fest. Und sie machen eine Kostenrechnung auf.<\/p>\n<p>Hannover (epd). Das l\u00e4ngere Festhalten an F\u00f6rderschulen in Niedersachsen kann nach Ansicht des Landesrechnungshofes teuer werden. Das Land halte derzeit bei den F\u00f6rderschwerpunkten Sprache, Emotionale und Soziale Entwicklung sowie Lernen eine kostenintensive Parallelstruktur aus F\u00f6rderschulen und dem inklusiven Unterricht an allgemeinbildenden Schulen vor, hei\u00dft es im Jahresbericht, den Pr\u00e4sidentin Sandra von Klaeden am Mittwoch im Landtag vorstellte. Nach einer Modellrechnung st\u00fcnden fast 400 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung, wenn die F\u00f6rderschularten Sprache, Lernen sowie Emotionale Entwicklung abgeschafft w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) sagte, das Gutachten greife Aspekte auf, mit denen sich die Landesregierung gerade intensiv auseinandersetze. Er betonte zugleich: \u00abWir d\u00fcrfen inklusive Bildung nicht ausschlie\u00dflich unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit betrachten.\u00bb<\/p>\n<p>Inklusion bedeutet, dass die Regelschulen auch diejenigen Sch\u00fcler aufnehmen, die zum Beispiel aufgrund einer Behinderung, Lernschwierigkeiten oder sozialen Problemen besonders gef\u00f6rdert werden m\u00fcssen. Niedersachsen hat seit 2013 den gemeinsamen Unterricht aufsteigend eingef\u00fchrt. Urspr\u00fcnglich sollten dabei bestimmte F\u00f6rderschulen sukzessive abgeschafft werden. Nach Widerst\u00e4nden aus der CDU einigte sich die rot-schwarze Landesregierung aber darauf, die Fristen f\u00fcr ein Auslaufen der F\u00f6rderschulen Lernen deutlich zu verl\u00e4ngern.<\/p>\n<p>Die Inklusion sei in den verschiedenen Regionen Niedersachsens unterschiedlich weit fortgeschritten, sagte Tonne. \u00abDarauf haben wir reagiert mit der Verl\u00e4ngerung der F\u00f6rderschule Lernen. Wo vor Ort noch mehr Zeit ben\u00f6tigt wird, wollen wir diese geben.\u00bb Ziel sei es, die Inklusion zum Erfolg zu f\u00fchren. Insgesamt investiere das Land zwischen 2017 und 2021 mehr als 1,8 Milliarden Euro in die inklusive Schule, unter anderem f\u00fcr mehr P\u00e4dagogenstellen und regionale Beratungszentren, die Akteure vor Ort unterst\u00fctzen sollen. Laut den Bericht des Landesrechnungshofes gibt es bei dem gemeinsamen Unterricht regional deutliche Unterschiede zwischen 27 Prozent und 81 Prozent.<\/p>\n<p>Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft nannte die Doppelstruktur einen \u00abunsinnigen Irrweg\u00bb. \u00abBei konsequenter schulischer Inklusion an den Regelschulen g\u00e4be es dort endlich sp\u00fcrbar mehr p\u00e4dagogisches und therapeutisches Fachpersonal\u00bb, sagte die GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth. Mit den frei werdenden Geldern lie\u00dfen sich f\u00fcr jede Klasse aller Schulformen rund sechs Wochenstunden von Lehrern finanzieren, die Sch\u00fcler sonderp\u00e4dagogisch begleiten. \u00abSo kann Inklusion gelingen.\u00bb<\/p>\n<p>Ann\u00e4hernd die H\u00e4lfte der rund 50.000 Sch\u00fcler mit Unterst\u00fctzungsbedarf wurden dem Landesrechnungshof zufolge 2016 inklusiv beschult. Dabei findet die Inklusion vor allem an Hauptschulen statt. Mit 14,6 Prozent haben sie den h\u00f6chsten Anteil an Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern, die besondere p\u00e4dagogische Unterst\u00fctzung ben\u00f6tigen. An den Gymnasien betrug die Inklusionsquote dagegen nur 0,5 Prozent. Das bereitet auch der GEW Sorgen. \u00abDie Inklusion muss sich auf alle Schulformen beziehen, ohne das Wahlrecht der Eltern einzuschr\u00e4nken\u00bb, sagte Pooth.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Landesrechnungshof hat in seinem Jahresbericht die Inklusion an Schulen unter die Lupe genommen. Dabei stellen die Pr\u00fcfer Unterschiede in der Umsetzung bei den Schulformen und in den Regionen fest. Und sie machen eine Kostenrechnung auf. Hannover (epd). Das l\u00e4ngere Festhalten an F\u00f6rderschulen in Niedersachsen kann nach Ansicht des Landesrechnungshofes teuer werden. Das Land halte derzeit bei den F\u00f6rderschwerpunkten Sprache, Emotionale und Soziale Entwicklung sowie Lernen eine kostenintensive Parallelstruktur aus F\u00f6rderschulen und dem inklusiven Unterricht an allgemeinbildenden Schulen vor, hei\u00dft es im Jahresbericht, den Pr\u00e4sidentin Sandra von Klaeden am Mittwoch im Landtag vorstellte. 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