{"id":9996,"date":"2018-06-08T21:04:00","date_gmt":"2018-06-08T19:04:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wir-kommen-zu-ihnen\/"},"modified":"2018-06-08T21:04:00","modified_gmt":"2018-06-08T19:04:00","slug":"wir-kommen-zu-ihnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wir-kommen-zu-ihnen\/","title":{"rendered":"Wir kommen zu Ihnen!"},"content":{"rendered":"<p>Hospiz ist kein Geb\u00e4ude. Hospiz ist eine Haltung. Ein Dienst an Menschen, die dem Tod nahe sind, und an trauernden Angeh\u00f6rigen. Und zwar \u00fcberall, wo er erw\u00fcnscht ist. Mit dieser Botschaft tingelte der Ambulante Hospizdienst Oldenburg f\u00fcnf Tage durch die Wesermarsch, Friesland und das Ammerland \u2013 auf Fahrr\u00e4dern, in einem Pulk von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen, fr\u00f6hlich klingelnd, Aufsehen erregend. Auf den roten Westen trugen sie das Credo: \u201eLeben bis zuletzt! \u2013 Unterwegs f\u00fcr Ambulante Hospizarbeit\u201c. &nbsp;<\/p>\n<p>Immer wieder kl\u00e4rten sie auf: Nein, nicht station\u00e4r! Ehrenamtliche kommen zu den Sterbenden nach Hause, in die gewohnten vier W\u00e4nde. Oder ins Krankenhaus. Oder ins Seniorenstift. Der Ambulante Hospizdienst (AHD) ist unterwegs. <\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Mit fast 100 Unterst\u00fctzerinnen und Unterst\u00fctzern durch die Stadt <br \/><\/span>Am Mittwoch6. Juni, kehrten die radelnden Botschafterinnen und Botschafter von der \u201eLeben bis zuletzt!\u201c-Tour zur\u00fcck. Zum Abschluss drehten sie eine weite Runde durch die Stadt Oldenburg. In Wechloy hatten sich viele weitere Unterst\u00fctzerinnen und Unterst\u00fctzer angeschlossen, so dass der \u201eharte Kern\u201c von etwa 15 Teilnehmenden auf fast 100 anschwoll. <\/p>\n<p>\u201eWir sind ein gro\u00dfer Lastwagen\u201c, beschwor Renate Lohmann, Leiterin des Ambulanten Hospizdienstes in Oldenburg, Koordinatorin und Ideengeberin der Tour, die Radfahrenden, bevor es losging. Arme hoch, das hei\u00dft: anhalten. Arm rechts oder links: abbiegen. Arm federn: Vorsicht, Hindernis! \u201eWir bleiben dicht zusammen. Keine L\u00fccken!\u201c Klare Ansagen, klare Zeichen. Renate Lohmann und Werner Gesk vom Orga-Team gaben an der Spitze des Pulks den Ton an, zur Sicherheit aller. <\/p>\n<p>\u00c4hnlich straff ging es w\u00e4hrend der zur\u00fcckliegenden f\u00fcnf Tage h\u00f6chstens noch zwischen Dangast und Varel zu, wo sich spontan eine gro\u00dfe Zahl Unterst\u00fctzender angeschlossen hatte. Meist aber herrschte entspannte Ausflugsstimmung.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Starke Verbindung zwischen Hospiz-Aktiven<br \/><\/span>Dass die Tour weit mehr als ein Ausflug war, zeigte sich an den Zwischenstationen. \u00dcberall dort, wo lokale Hospiz-Aktive die G\u00e4ste aus Oldenburg empfingen, gab es Sommerfeste, Info-St\u00e4nde, in Nordenham die \u201eGarten und Ambiente\u201c, Luftballonaktionen, Ansprachen, Musik, Tanz, Shows. Festcharakter allerorten.<\/p>\n<p>\u201eWir sind fantastisch versorgt worden mit Essen, Trinken und Umarmen; und unterwegs wurden begleitet und beh\u00fctet\u201c, sagt Renate Lohmann. Dann zitiert sie G\u00fcnter Steinmeyer (77), der die ganze Strecke \u00fcber Elsfleth, Brake, Nordenham, Eckwarderh\u00f6rne, Wilhelmshaven, Dangast, Varel, Westerstede und Oldenburg mitgeradelt war: \u201eWir kamen irgendwo an, wir kannten die Menschen nicht und f\u00fchlten uns trotzdem wie alte Freunde. Die ganze Zeit sind wir auf einer Hospizwolke geflogen\u201c. Worte, die allen aus der Seele sprachen. <\/p>\n<p>Die \u201eLeben bis zuletzt!\u201c-Tour habe unter den eigenst\u00e4ndig arbeitenden Hospizvereinen-, bewegungen und -stiftungen der Umgebung ein riesiges Netzwerk gespannt, freut sich Lohmann. Daran soll nun weiter gekn\u00fcpft werden. <\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Politiker unterschreiben Hospiz-Charta<br \/><\/span>Auch Politiker besch\u00e4ftigte das Thema Hospizarbeit. In Elsfleth unterzeichneten der nieders\u00e4chsische Minister f\u00fcr Wissenschaft und Kultur, Bj\u00f6rn Th\u00fcmler (CDU), und der Landtagsabgeordnete Horst Kortlang (FDP) eine Hospiz-Charta. Damit erkl\u00e4rten sie ihren Willen, f\u00fcr geeignete Strukturen zu sorgen, um eine fl\u00e4chendeckende Versorgung und um Qualit\u00e4tsstandards sicherzustellen. Auch andernorts waren B\u00fcrgermeister und Kommunalpolitiker mit von der Partie. Zur Abschlussveranstaltung im Hause des Ambulanten Hospizdienstes Oldenburg an der Haareneschstra\u00dfe \u201everneigte\u201c sich B\u00fcrgermeisterin Germaid Eilers-D\u00f6rfler vor der Arbeit der Ehren- und Hauptamtlichen und stie\u00df mit allen gemeinsam auf die erfolgreiche Fahrrad-Tour an.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Unterwegs f\u00fcrs Unterwegssein<br \/><\/span>Die Bilanz derer, die \u2013 wie G\u00fcnter Steinmeyer \u2013 von Anfang bis Ende dabei waren, fiel eindeutig aus: \u201ePerfekt\u201c fand Christine Gellrich die Tour. Und Barbara Duis sagt: \u201eWir haben kl\u00e4ren k\u00f6nnen, was wir kl\u00e4ren wollten.\u201c Tom Steffens, der die Aktion fotografisch und filmisch begleitete, sah die Absicht des Unterwegsseins best\u00e4tigt, n\u00e4mlich Aufmerksamkeit zu schaffen f\u00fcr den ambulanten Charakter des Hospizdienstes. <\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Ein Beitrag von Laelia Kaderas.<br \/><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\"><span style=\"font-style: italic\">Weitere Informationen finden Sie unter: www.hospizdienst-oldenburg.de <\/span><\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hospiz ist kein Geb\u00e4ude. Hospiz ist eine Haltung. Ein Dienst an Menschen, die dem Tod nahe sind, und an trauernden Angeh\u00f6rigen. Und zwar \u00fcberall, wo er erw\u00fcnscht ist. Mit dieser Botschaft tingelte der Ambulante Hospizdienst Oldenburg f\u00fcnf Tage durch die Wesermarsch, Friesland und das Ammerland \u2013 auf Fahrr\u00e4dern, in einem Pulk von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen, fr\u00f6hlich klingelnd, Aufsehen erregend. Auf den roten Westen trugen sie das Credo: \u201eLeben bis zuletzt! \u2013 Unterwegs f\u00fcr Ambulante Hospizarbeit\u201c. &nbsp; Immer wieder kl\u00e4rten sie auf: Nein, nicht station\u00e4r! Ehrenamtliche kommen zu den Sterbenden nach Hause, in die gewohnten vier W\u00e4nde. Oder ins Krankenhaus. 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