Oldenburg/Hildesheim (epd). Acht Kultureinrichtungen aus Niedersachsen bekommen von der Kulturstiftung der Länder Geld für digitale Projekte. Sie haben sich erfolgreich um Mittel aus dem Programm «Kultur.Gemeinschaften» beworben, wie das Kulturministerium am Freitag in Hannover mitteilte. Sie erhalten Beträge zwischen 9.500 und 75.000 Euro, etwa für die Weiterentwicklung digitaler Kompetenzen, für neue Technik und für die Produktion digitaler Inhalte.

 

Der Verein «oh ton» zur Förderung aktueller Musik in Oldenburg plant den Angaben zufolge ein digitales Angebot, um ausgewählte Konzertprogramme zu erläutern. Das Museum am Schölerberg in Osnabrück will Social-Media-Angebote etablieren. Das Forum Literaturbüro in Hildesheim erhält Geld für eine «WebApp für die Literatur-Apotheke». Weiter werden der Cuxhavener Kunstverein, der Landschaftsverband Südniedersachsen und die Bürgerinitiative Raschplatz in Hannover gefördert, und ebenso das Dorfmuseum Meierhof aus Hattorf am Harz und die Hildesheimer Kulturfabrik Löseke.

 

«Das Abstandsgebot als soziale Rahmenbedingung in der Corona-Pandemie hat das gesellschaftliche Zusammenleben und den Austausch massiv verändert», sagte Kulturminister Björn Thümler (CDU). «Unsere niedersächsischen Kultureinrichtungen beschäftigen sich intensiv und innovativ damit, neue Wege des Dialogs mit ihrem Publikum zu beschreiten.»

 

Bundesweit fördern Bund und Länder den Angaben zufolge 166 Kultureinrichtungen und kulturelle Träger mit insgesamt knapp sieben Millionen Euro. Das Programm «Kultur.Gemeinschaften» wird vom Bund aus dem Zukunftspaket «Neustart Kultur» und der Ländergemeinschaft finanziert. Die Verwaltung und Umsetzung sind bei der Kulturstiftung der Länder angesiedelt.

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Kultureinrichtungen erhalten Geld für digitale Formate