Oldenburg (epd). Die Jury des Kinder- und Jugendbuchpreises der Stadt Oldenburg hat insgesamt vier Autorinnen und Autoren sowie einen Illustrator nominiert. In der Endrunde sind Daniel Blum mit seinem Jugendbuch «Kollektorgang», Katja Brett und Gregor Bonnet mit ihrem ihr Bilderbuch-Manuskript «Wer auch immer» und Judith Mohr mit dem Jugendbuch-Manuskript «Mein Leben, das Chaos und ich», wie die Stadtverwaltung am Montag mitteilte. Wer den mit 8.000 Euro dotierten Preis erhält, wird am 20. November bekannt gegeben.

 

In dem Buch «Kollektorgang» von Daniel Blum erzähle der jugendliche Mario von seinem Grab aus von zwei rivalisierenden Gruppen in unterirdischen Katakomben. Mit schwarzem Humor und Hoffnung berichte er von Gewalt, Außenseitertum und dem trostlosen Dasein zwischen Plattenbauten, hieß es. Der Debütroman ist nach Ansicht der Jury «ein glaubwürdiges, und dabei fesselnd zu lesendes Plädoyer für Freundschaft, Aufrichtigkeit und Zivilcourage».

 

«Wer auch immer» lautet der Titel des Bilder- und Vorlesebuches des Künstlerpaares Katja Brett und Gregor Bonnet. Das Buch für Erwachsene und Kinder ab drei Jahren illustriere hoch unterhaltsam neuralgische Punkte des frühkindlichen Heranwachsens, befand die Jury.

 

Im Jugendbuch-Manuskript «Mein Leben, das Chaos und ich» von Judith Mohr muss der Junge Cole mit seiner Patchwork-Familie und Ärger in der Schule zurechtkommen. Aus Sicht der Jury erzählt die Autorin eine «mal heiter-komische, mal dramatisch-spannende und sehr anrührende Geschichte» über wahre Freundschaft und Verständnis.

 

In diesem Jahr wurden den Angaben zufolge 232 Erstlingswerke eingereicht, darunter 147 Manuskripte und 85 bereits verlegte Bücher. Die Auszeichnung gilt als einer der wichtigsten Jugendbuchpreise in Deutschland.

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Vier Nominierungen für Oldenburger Jugendbuchpreis