Die Reise

Eine lange Autofahrt. Die Sonne geht unter, die Felder rauschen vorüber und sie dreht das Radio lauter. Max Giesinger singt: „So laufen die Jahre weiter ins Land. So fängt das Neue nach dem Alten an. Wir sind auf der Reise und irgendwann – kommen wir an.

Endlich am Ziel ankommen – das würde sie jetzt auch gern. Sie blickt auf ihr Navi. Aber um welches Ziel geht es hier eigentlich? „Wir starten von vorne, geben fast auf. Wir stolpern und fall’n und zieh’n uns wieder rauf.“

Da geht es wohl um die Lebensreise. Wehmütig singt sie mit: „Ich denk an alle unsere Träume, an jeden Augenblick. Egal, wo wir auch landen, es hat alles einen Sinn. Irgendwo führt jede Reise hin.“ Sie überlegt: „Ist es wirklich nur meine eigene Kraft, die mir hilft, mich immer wieder herauf zu ziehen?“ 

Es singt weiter in ihr – eigene Liedstrophen; Worte aus einem alten Lied stellen sich ein, einem Psalm: „Lass mich am Morgen hören deine Gnade; denn ich hoffe auf dich. Tu mir kund den Weg, den ich gehen soll; denn mich verlangt nach dir.“ „Wir sind auf der Reise und irgendwann – kommen wir an.“Mit einem Lächeln schaltet sie das Radio aus. Das Navi sagt: „Sie sind am Ziel angekommen.“

Natascha Faull

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