Erst eins, dann zwei, drei und vier

Erst eins, dann zwei, drei und vier und schließlich steht das Christkind endlich vor der Tür. Das war einmal. Meist werden ja schon alle Kerzen am Kranz angezündet. Die Symbolik, dass es zu Weihnachten immer heller wird und es dann richtig hell wird, wenn der Stern über dem Stall die Geburt Christi verkündet, ist doch aus vielen Köpfen verschwunden. Nicht selten wartet man ja auch eher auf die Coca-Cola Figur, besser bekannt als der Weihnachtsmann. Christkind? Was ist das denn. Warten ist nicht mehr in, scheint es. Ich will alles, und das am besten sofort. Ich fand es schön, wenn wir früher die erste Kerze angezündet haben am Kranz. Nur die erste Kerze. Das restliche Licht wurde gelöscht und adventliches Gebäck, dass es dann auch tatsächlich zum ersten Mal gab, beim Schein dieser einen Kerze gegessen wurde. Da wusste ich, nun ist Advent. Es ist schön, wenn alles seine Zeit hat. Es wäre ja auch nicht schön, wenn man jeden Tag Geburtstag hätte und Geschenke bekäme. Langweilig. Es tut gut, voller Spannung auf etwas zu warten und wenn es da ist, ist die Freude umso größer.

 

 Wolfgang Machtemes

Hören Sie diesen Beitrag bei Radio Jade:
Alle Beiträge im Überblick | RADIO JADE