Ins Weite

Einfach drauf los und ab ins Weite. Ich stehe oben auf der Deichkrone in Dangast und lasse den Blick über den weiten Horizont schweifen. Der Weg führt rund um den Jadebusen – begleitet von Wind und Wetter. „Geh aus deines Vaters Haus in ein Land, das ich dir zeigen will.“ So sprach Gott einmal zu Abraham. Es war kein Urlaubsvergnügen, sondern ein Aufruf durch Gott. Es war nicht für einen Tag im Sommer, sondern ein für alle mal. Um ein neues Volk zu gründen. So groß wie die Sterne am Himmel und wie der Sand am Meer. Abraham läuft zwar ins Ungewisse, aber er geht nicht ins Leere. Diese Verheißung bekommt er mit auf den Weg: „Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein.“ Ein starkes Wort ist das. Es ist ein Wort, das Abraham Halt gab auf seinem Weg in die Zukunft. Wer solche Worte kennt, kann im Vertrauen auf unseren Gott getrost aufbrechen. Hinausziehen aus dem Gewohnten. Das Leben neu entdecken. So singen wir in einem Lied: „Wer aufbricht, der kann hoffen, in Zeit und Ewigkeit, die Tore stehen offen, das Land ist hell und weit.“ Warum also noch abwarten?

 

Tom Brok

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