Männer und Frauen

Am Sonnabend ist Reformationstag.

Ich bin gerne evangelisch und freue mich, dass wir die Evangelische Kirche haben, denn in ihr ist wiederentdeckt worden, was lange Zeit in der Kirche vergessen war: Paulus sagt es so:
„Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau, denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus.“ (Galater 3,28) – Frauen sind wie Männer fähig und in der Lage zum Dienst am Wort. Es darf nicht nur Nonnen und Diakoninnen geben, sondern eben auch Pfarrerinnen und Bischöfinnen.

Frauen können und dürfen das Wort verkündigen und die Sakramente verwalten. – Auch wenn es von der Reformation an noch lange Zeit gedauert hat, bis das in unserer Kirche so möglich war, hat die Reformation den Grundstein dafür gelegt, denn sie hat erkannt:

Kirche muss sich ständig an der Bibel messen, Fehler erkennen und deshalb ändern, um wieder mehr dem ursprünglichen Evangelium zu entsprechen. Kirche muss, gerade um sich treu zu bleiben, verändern, eben reformieren. Diese Erkenntnis verdanken wir der Reformation.

Und darum feiere ich das Reformationsfest gerne.

 

Dietrich Schneider, Pfarrer in der Thomaskirche Wilhelmshaven

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