Seit etlichen Wochen begegnen mir immer mehr Regenbogen. Gemalt, geklebt, ausgemalt oder ausgeschnitten kleben sie an den Fenstern oder Türen der Häuser. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Doch die Kunstwerke hängen da nicht ohne Grund. Es steckt eine Botschaft hinter. Der Regenbogen ist ein buntes Zeichen von Kindern für Kinder. Man könnte auch sagen: „Mit dem Regenbogen gegen das Corona-Virus“. Manchmal stehen noch Sätze dabei wie „Alles wird gut“ oder „Wir bleiben zuhause“. Kinder, die beim Spazierengehen an einem Regenbogen vorbeikommen, die sehen: Hier wohnen auch Kinder, die wegen Corona zuhause bleiben müssen. Dann wissen sie: Denen geht es ähnlich wie mir, und sie fühlen sich nicht mehr so allein. 

Schon seit vielen tausend Jahren ist der Regenbogen Zeichen für den Bund Gottes mit den Menschen. Ein Zeichen dafür, dass nach einer schweren Zeit wieder etwas Neues wächst. In der aktuellen Krise ist der Regenbogen vor allem für Familien zum Hoffnungszeichen geworden. Ein Zeichen, das Mut machen will und Freude verbreitet. In der biblischen Geschichte von Noah verspricht Gott den Menschen, keine große Flut mehr über sie kommen zu lassen. „Meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt, der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde“. Auch daran erinnern uns die Regenbogen in diesen Tagen. 

Rüdiger Schaarschmidt

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