Ruhe?

Wie komme ich eigentlich zur Ruhe? Eine spannende Frage, die viele Menschen zu beschäftigen scheint, vielleicht ja auch Sie. Man findet in Zeitschriften, TV-Reportagen und im Internet unzählige Tipps und Ratschläge für Verhaltensweisen und Meditationsmethoden. Und, wie viele davon haben Sie schon ausprobiert? Hat es geholfen? Nein? 
„Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir, Gott“ sagte einmal der Kirchenvater Augustinus. Das Gebet zu Gott ist letztlich Meditation. Ein wichtiger Unterschied ist aber, dass ich mich im Gebet weniger auf mich konzentriere oder versuche mich in Einklang mit irgendwas zu bringen, sondern dass es ein Gegenüber gibt. Gott hört mir zu. Der, der alles schuf, was ist, der, von dem ich ausging und zu dem ich zurückkehren werde, ob ich will oder nicht, der schenkt mir sein Ohr. Gott, der Allmächtige, schärft meine Sinne. Gott öffnet meinen Geist und lässt mich neue Horizonte entdecken. Natürlich muss ich mich darauf einlassen können. Was kann ich schon verlieren? Eigentlich kann ich nur gewinnen.

Wolfgang Machtemes

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