Weihnachtsfrieden

Am Heiligabend 1914 hatten deutsche, französische und englische Soldaten beschlossen, dass sie des Tötens müde seien. Und sie haben gegen alle Befehle den Weihnachtsfrieden in die Schützengräben geholt. Eine Weihnachtsgeschichte, die ein Weihnachtswunder geworden ist. Irgendwann rief einer aus den Gräben Ihr schießt nicht und wir schießen nicht. 2 ½ Tage hielt dieser Weihnachtsfrieden. Aus den Schützengräben stiegen sie heraus. Sie trafen sich im sogenannten Niemandsland. Heiliger Friede in einem unheiligen Krieg. Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden. Die Weihnachtsbotschaft der Engel wurde so anfassbar, wie es sie in keinem Krieg wohl nie wieder gegeben hat. Friede auf Erden allüberall. Tatsächlich. Ein Jahr später gab es in vielen Frontbereichen den Befehl, bei Verbrüderungsversuchen sofort zu schießen. Auf eigene und auf fremde Soldaten. Für die Heeresleitungen war der Friede bedrohlich. Ach Mensch:
Friede den Menschen auf Erden. Ein alter und doch immer aktueller Wunsch, damals an der Krippe in der heiligen Nacht, vor mehr als 100 Jahren auf dem Schlachtfeld und heute immer noch.

 

Frank Morgenstern

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