Auf dem Weg

Zwei Freunde sind auf dem Weg aus der Stadt heraus in ein Dorf. Sie sind so in ihr Gespräch vertieft, dass sie nicht merken, dass schon seit einiger Zeit jemand mit ihnen geht. Der Fremde spricht sie an: „Worüber redet ihr?“ Da bleiben sie traurig stehen.

Einer der Männer antwortet: „Weißt du etwa nicht Bescheid?“ „Worüber?“, fragt der Fremde. „Über unseren Freund Jesus. Er war in Gottes Namen unterwegs. Und nun ist er tot. Wir haben gehofft, dass er uns alle rettet und jetzt ist er nicht mehr da. Es waren Frauen am Grab. Sie haben ihn dort nicht gefunden. Aber sie sahen Engel, die ihnen sagten, dass er lebe. Da sind wir auch hingegangen. Aber wir sahen ihn nicht.“

Da fängt der Fremde an zu erzählen von Mose und den Propheten. Die Männer hören zu, verstehen aber wenig in ihrer Trauer. 

Bald erreichen sie ihr Ziel und laden den Fremden ein: „Bleibe bei uns, denn es will Abend werden!“ Sie setzen sich an den Tisch. Der Fremde nimmt das Brot, dankt und bricht es. Erst da erkennen sie ihn – ihren verloren geglaubten Freund. Und während sie sich noch die Augen reiben, ist er schon wieder verschwunden – und mit ihm die Trauer der beiden Männer. Sie rennen den ganzen Weg zurück und erzählen allen, die sie treffen, was sie erlebt haben.

Natascha Faull – Pastorin an Christus- und Garnisonkirche Wilhelmshaven

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