Nähe

Kennen Sie das? Es gibt Tage, an denen man am besten im Bett bleiben sollte. Gerade Montags. Nicht, weil ich keine Lust habe, zu arbeiten. Nein wirklich. Ich liebe meinen Beruf und ich wünsche jedem und jeder das Selbe. Es wäre schlimm, so viel Zeit des Lebens mit etwas zu verbringen, das man nicht mag.

Aber wenn wir mal ehrlich sind: Man hat nicht ausgeschlafen, hat aber im Hinterkopf schon, wie viele Termine anstehen, wo man überall hin muss, und das noch vor dem ersten Kaffee. 

Es gibt aber etwas, das mir hilft, etwas, das mir gut tut. Nähe. Eine Umarmung. Ein ehrliches, warmes, freundliches Wort. Und dann denke ich an einen Satz, den Jesus mal zu seinen Leuten gesagt hat: Wenn ihr mit Gott redet, dann könnt ihr ihn Abba nennen. Auf deutsch heißt dieses aramäische Wort so viel wie Papa.

Ich darf den Schöpfer des Universums, der so schräge Dinge wie Schwarze Löcher oder Brontosaurier geschaffen hat, Papa nennen. Für mich klingt das nach Nähe. Für mich klingt das nach Wärme, nach einer zärtlichen Umarmung. Vielleicht wäre das ja mal einBeginn für einen Tag: Hey Gott, Papa, wir müssen mal reden. Mir tut das jedenfalls gut.

Pastor Edgar Rebbe, Obenstrohe

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