„Niemand auf der ganzen Welt vermag die Wahrheit zu verändern.

Wir können nur eines. Sie suchen, sie finden, ihr versuchen zu dienen.“ Dieses Zitat stammt von Pater Maximillian Kolbe.

Er lieferte sich freiwillig dem Nazi-Todesurteil aus. Und bis heute wird Maximilian Kolbe für dieses radikale Glaubenszeugnis verehrt. 

Kolbe hatte ein dramatisches Zeichen gesetzt, weil er freiwillig in den Tod ging. Er bot sich dem SS-Führer Karl Fritzsch als Austausch für einen jungen Familienvater an, als die Nazis zur Vergeltung für die Flucht eines Häftlings im August 1941 zehn Männer zum Hungertod in die Todeszelle sperrten. „Ich möchte für einen der Häftlinge in den Tod gehen. Ich bin katholischer Priester und habe keine Familie“, soll er dem KZ-Befehlshaber gesagt haben.

Was für ein Zeichen, was für eine Tat der Menschlichkeit in der Vernichtungsmaschinerie der damaligen Zeit. 

Es muss ja nicht der radikale Schritt wie von Pater Kolbe sein. Aber ein Stück mehr Achtsamkeit und ein wacher Blick für die Mitmenschen – das fehlt oft in der heutigen Zeit. Soziale Medien sind vielleicht für den Datenaustausch gut – sie spiegeln aber nicht die Gefühlswelt der Menschen wieder. 

Maximillian Kolbe hat ein Zeichen gesetzt. Eines, was unerreichbar scheint. Aber es weist eine Richtung. Von der Liebe Gottes zu einem Menschen – und von ihm weiter zum Nächsten. Das muss ich erst einmal begreifen und wirken lassen.

Klaus Elfert

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